Twitch mit den Fingern in der Keksdose: Neue Modalitäten für Top-Streamer
Twitch hat die Finger in der Keksdose: Für Top-Streamer gelten ab Sommer 2023 neue Modalitäten bei der Auszahlung der generierten Umsätze. Man könnte es auch eine "Reichensteuer" nennen, denn es betrifft Streamer mit 100.000 USD oder mehr Jahresumsatz.
Auch Top-Streamer müssen sich auf Twitch darauf einstellen, dass sie künftig weniger in der Tasche haben. Mit Wirkung zum 1. Juni treten neue Modalitäten in Kraft: Top-Streamer bekommen bis 100.000 US-Dollar Umsatz 70 Prozent dessen, während 30 Prozent an Twitch gehen. Alles darüber hinaus wird 50/50 geteilt, wie es für jeden Streamer auf Twitch gilt - insbesondere die Kleineren. Maßgebend für den Grenzwert von 100.000 US-Dollar ist die Erhebung über 12 Monate. Die Stichtage dafür sind die jährlichen Vertragsverlängerungen des betreffenden Streamers. Damit ist die Erhebung des Umsatzes nicht an ein Kalender- oder Fiskaljahr gebunden, sondern an die vertraglichen Laufzeiten.
90 Prozent der Streamer werden laut Twitch-Boss Dan Clancy nicht von der Neuregelung betroffen sein. Sie erreichen schlichtweg die Umsätze nicht. Den Betroffenen empfiehlt Clancy mehr Erlöse über die Werbung zu generieren, die ein 55/45-Verhältnis bei der Auszahlung haben. Das sei "eine großartige Möglichkeit für diese größeren Streamer, den Großteil, wenn nicht sogar die gesamten Einnahmen zu erzielen", die sie verlieren werden. Die Werbeerlöse zu stützen, ist schon länger ein Thema: Dieses Jahr wurde etwa der "Mindestlohn" eingeführt. Außerdem hatte man im August die Exklusiv-Deals abgeschafft; Streamer können also simultan auch auf anderen Plattformen streamen.
Die Änderung, obwohl nur eine "Reichensteuer", dürfte dennoch für einigen Unmut sorgen, weil sie auch zur Unzeit kommt. Twitch erlaubt sich mehr vom Kuchen, hatte aber auch erst an den Abo-Preisen gedreht, was geringere Einnahmen für Streamer bedeutet. Top-Streamern mag der Anteil an Abos nicht ganz so wichtig sein, weil sie auch gute Einkünfte über Spenden, Sponsorings und andere Erlös-Ströme erzielen können, aber manch einem mag es dabei auch ums Prinzip gehen.
Twitch profitiert bei der Gegenwehr wohl auch von der Marktsituation. Youtube konnte zwar den einen oder anderen großen Streamer abwerben, für die Mehrheit der Streamer dürfte die Google-Plattform aber aufgrund der gesamten Nutzererfahrung nach wie vor keine Alternative sein. Es gibt auch kleinere Plattformen, aber denen fehlt am Ende schlichtweg die Laufkundschaft, wenn man Kanalwachstum erreichen will.
Auch für die Zuschauer durfte das Thema Diskussionsstoff bieten, denn in der Öffentlichkeit fiel Twitch zuletzt mit einigen Entscheidungen auf, die man zumindest als fragwürdig einordnet. Den Ruf, ganz besonders hinter dem Geld her zu sein, hat Twitch schon länger.
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Möchtest du jetzt einen user-Genehmigung für deinen angedachten Entschluss haben? Von mir kriegst du die nicht, abgelehnt...^^
MfG
ps. dein kommentar ist unterirdisch, das ist ein faktum.
Köpfchen magst du vielleicht schreiben aber merken tut man davon an deinen Kommentaren nichts...
Einfach unterirdisch.
MfG
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