Video-Streaming und CO₂-Fußabdruck: "150 Meter Autofahren oder eine Stunde Streamen"
RTL hat untersucht, wie viel Kohlendioxid beim Streaming via RTL+ ausgestoßen wird. Hierzu stellte RTL einige Annahmen an und gibt Tipps, um den CO₂-Fußabdruck zu verringern.
Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie erlebt das Streaming einen Boom, wobei Gegner immer wieder die fragwürdige Umweltbilanz aufwerfen. Schließlich benötigt man für Netflix & Co. Server, ein internetfähiges Endgerät sowie zwischengeschaltete Stufen, etwa einen Internetanbieter. All diese Stufen stoßen auch CO₂ aus. In einer Untersuchung hat RTL Deutschland nun ermittelt, wie sich das Streaming auf den CO₂-Ausstoß auswirkt. Das Endergebnis ist jedoch nicht gerade vielsagend.
150 Meter Autofahren oder eine Stunde Streamen
Wer einer der mehr als 3,4 Millionen Abonnenten von RTL+ ist, soll für eine Stunde Streaming durchschnittlich 42,7 Gramm CO2e ausstoßen. Bei CO2e handelt es sich um CO₂-Äquivalente, einer Maßzahl für den relativen Beitrag zum Treibhauseffekt. Laut RTL soll der durchschnittliche Ausstoß einer Autofahrt von 150 Metern entsprechen. Völlig unklar ist allerdings, wie RTL auf diesen Wert kommt. Schließlich hängt der CO₂-Ausstoß eines Pkw unter anderem von der Motorisierung, der Fahrzeuggröße, dem Stand der Technik und vom Fahrstil sowie den Wetterbedingungen ab. Laut CO₂-Rechner von Quarks entsprechen 42,7 Gramm CO₂ einer Fahrtstrecke von 213 Metern bei einem Pkw mit einem Benzinmotor sowie einem Verbrauch von 7,2 Litern.
Laut RTL sollen inhouse gar keine CO2e-Emissionen entstehen. Für die Nutzung der Cloud werden 0,8 Gramm CO2e veranschlagt, der Transport zum Nutzer wird mit 11,1 Gramm CO2e einberechnet. Mit 30,9 Gramm stößt der Energieverbrauch beim Nutzer das meiste Kohlendioxid aus, so die direkt von RTL Deutschland und Bertelsmann angefertigte Studie. Entscheidend ist, mit welchem Endgerät die Abonnenten RTL+ schauen. Wer etwa via Tablet zusieht, spart CO₂, ein alter Fernseher hingegen verbraucht oft mehr Strom, als ein Smart-TV und sorgt so für einen höheren CO₂-Ausstoß.
Ebenfalls lesenswert: CO₂-Neutralität im Auge: Samsung kündigt neue Umweltstrategie an
Sammlung zum CO₂-Ausstoß beim Video-Streaming:
- In einer Untersuchung hat RTL Deutschland nun ermittelt, wie sich das Streaming auf den CO₂-Ausstoß auswirkt.
- Wer einer der mehr als 3,4 Millionen Abonnenten von RTL+ ist, soll für eine Stunde Streaming durchschnittlich das Äquivalent zu 42,7 Gramm CO₂ ausstoßen.
- Den größten Einfluss hat dabei der Nutzer selbst durch die Wahl des Endgeräts, so die RTL-Studie. Wer etwa via Tablet zusieht, spart Kohlendioxid, ein alter Fernseher hingegen verbraucht oft mehr Strom, als ein Smart-TV und sorgt so für einen höheren CO₂-Ausstoß.

19Uhr, fünf Wetter haft....die Frisur hält.
Natürlich mach ich beides, was sonst?
Ständig hört man bei RTL: Jetzt streamen!
Was ist streamen?
Interessant ist nur, erst seit Netflix und Co am Start sind, scheint es die Leute zu interessieren. früher vor dem Internetzeitalter, war „streaming“ der normale Fernseher, was die verbraucht haben war enorm.