Peacock: Neuer Streaming-Dienst sorgt für weitere Fragmentierung des Marktes
Mit Peacock sorgt ein weiterer Streaming-Dienst für die Fragmentierung des Marktes. Zunächst nur in den USA geplant, werden sich die Änderungen auch in Deutschland bemerkbar machen, denn dahinter steht NBC-Universal, das wiederum zu Comcast gehört und denen gehört auch die Sky-Gruppe.
In den USA bereitet sich der nächste große Anbieter auf den Einstieg in den Streamingmarkt vor. Unter dem Namen Peacock soll Konkurrenz zum dort schon recht gut gefüllten Markt entstehen. Peacock wird einige vielleicht an einen Komplettsystemanbieter erinnern, aber hier steht NBC hinter dem Konzept und der Name ist eine Anspielung auf das Logo. Dieser Einstieg wird durchaus für Verschiebungen sorgen, auch in Deutschland.
Denn wer steht wirklich hinter Peacock? Einmal die Bremer Stadtmusikanten für Konzernstrukturen: Peacock hängt an NBC, die wiederum zu NBC-Universal gehören und das wiederum ist Eigentum von Comcast und Comcast ist bei Weitem keine kleine Nummer. Der Konzern wird dann alle seine Inhalte über den eigenen Streamingdienst anbieten und das sind mitunter bekannte Inhalte wie The Blacklist von TBL, Suits und Mr. Robot von USA Network oder Brooklyn Nine-Nine und Mr. Griffin von NBC selbst. Daneben gibt es natürlich einen umfangreichen Back-Katalog aus Filmen und Serien (Dr. House, Psych) - auch aus Universal-Produktionen. Monk etwa. Oder auch bei Universal produzierte Produkte, die an Dritte verkauft wurden. The Tudors beispielsweise. Und dann sind da noch die Feature-Filme.
In Deutschland verändert sich der Markt auch
Jede Menge Stoff, der sich auf den ganzen Markt auswirken wird. Die Comcast-Gruppe hat die Inhalte bislang nämlich an Anbieter wie Netflix, Amazon und Co. lizenziert, die diese zeigten. Da werden sie langfristig wohl nicht bleiben, auch nicht in Deutschland. Peacock soll zwar nicht kurz- und mittelfristig nach Deutschland kommen, aber Comcasts Arm reicht weit - hierzulande in die Sky-Gruppe und über die dürften die Inhalte vertrieben werden. Denn Sky steht selbst vor Herausforderungen: Es droht mittelfristig der Verlust von HBO-Material (Game of Thrones, Die Sporanos), das der Konzern AT&T mit HBO Max selbst vermarkten will, und auch die Inhalte von Showtime (Californication, Dexter, Homeland, Masters of Sex, The Affair) drohen zu verschwinden, denn Showtime gehört zur CBS Corporation und da plant man ja den "CBS-Viacom-Merger". Bislang lizenziert man hier Inhalte Übersee auch an Dritte, in den USA dürften die aber langfristig bei CBS All Access unterkommen - bzw. dem Dienst, den Viacom-CBS dann auf die Beine stellt.
Sky muss also (wie Netflix und Amazon) zunehmend sehen, wo die Inhalte herkommen, und da kommt der Vorstoß von Comcast mit Peacock natürlich gelegen. Gleichzeitig will Comcast seinen Restanteil von Hulu 2021 verkaufen, womit das dann komplett in Disney-Hand wäre. Comcast-Inhalte gehen zu Peacock. Das Konzept von Peacock ist breiter aufgestellt als andere Dienste: Es soll einen werbefinanzierten Bereich geben und den werbefreien Abodienst. Zum Start im Frühjahr 2020 in den USA soll es nur Inhalte aus dem Katalog geben; bis Herbst jedoch will man die ersten Exklusiv-Inhalte produziert haben. Die dritte Staffel von Mr. Griffin etwa soll auf Peacock laufen; oder die neue Serien Dr. Death und Angelyn. Aber auch Battlestar Galactica soll wiederkommen.
Die Marktfragmentierung hält an
Der Markt in den USA wird also weiter stark fragmentieren und die ersten hoffen schon auf die Konsolidierungsphase, wenn die Übernahmen laufen. Derweil wirkt sich das natürlich auch auf den deutschen Markt aus, wo Lizenzen verschoben werden. Auch hier fragmentiert der Markt damit zunehmend. Für 2020 ist Disney Plus angekündigt, 2021 soll HBO Max kommen, Apple TV Plus startet noch dieses Jahr. Bei Erfolg werden dann auch AT&T (Warner Media mit HBO/DC), die künftige CBS-Viacom und gewiss auch Comcast versuchen, den eigenen Dienst zu etablieren. Manch einer erinnert sich noch an Watchever, wo Breaking Bad von AMC drei Tage nach Erstaustrahlung lief. Der schwer defizitäre Ausflug der Vivendi-Gruppe endete Ende 2016, nachdem kein Käufer gefunden wurde.
Quelle: NBC-Universal

Die große Hoffnung bleibt ja, dass die Dienste sich gegenseitig konkurrieren und die Preise sinken. Aber das ist vermutlich naiv.
Wartet nur ab irgentwann gibt es einen GoG Streaming Galaxy 2.0
Jop langweilt mich auch, bin Gerade geschäftlich uwegs und test die apps von Burning S etc. und musste feststellen,
kost nix, einfach und übersichtlich von der Bedienung und Auswahl is klar um einiges besser als Nflix Amazon und Sky zusammen,
und bei 90% ist die quali auch gut, und das für lau.
Also ich würd mich nicht soweit aus dem Fenster lehnen wenn ich Disney etc. wäre, sonst kanns ganz schnell nach hinten los gehn das gemelke
Muhhhh Muhhh macht die deutsche Kuhh hahahah
Macht nur so weiter mit den vielen Anbietern. Wenn ich bald für jede Serie die mich interessiert ein eigenes Abo benötige hole ihn mir einen Account von Share Online und die Anbieter bekommen garnix mehr. Wie entwickeln und wieder zurück zu den guten alten Download Zeiten habe ich das Gefühl.