Paramount Plus wird teurer und dringt in den Bereich von Disney Plus und Netflix vor
Auch Paramount Plus wird teurer - zunächst in den USA. Die Erfahrung zeigt aber, dass solche Preiserhöhung über kurz oder lang auch Europa erreichen.
Paramount Plus ist in Deutschland noch gar nicht lange verfügbar, da droht bereits die erste Preiserhöhung. Im Heimatmarkt der USA hat man eine Erhöhung um 2 US-Dollar im großen Abo von 9,99 US-Dollar auf 11,99 US-Dollar angekündigt sowie im kleinen Abo um 1 US-Dollar von 4,99 auf 5,99 US-Dollar. Die Erfahrung zeigt, dass solche Preiserhöhungen mittelfristig auch immer nach Europa kommen. Bei der Umsetzung bleibt es für den Moment vage: Im dritten Quartal kommt die Erhöhung voraussichtlich in den USA und ist auch für andere Länder vorgesehen, in denen Paramount Plus verfügbar ist.
Hintergrund für die Preiserhöhung dürften die enttäuschenden Quartalszahlen sein, die Paramount vorgelegt hat. Primär geht das darauf zurück, dass man 2022 auf einigen "Gegenwind" gestoßen ist, wie es Paramount Global CEO Bob Bakish nennt, und 2023 kein Jahr für hohe Profite wird. Dabei hatte man letztes Jahr Blockbuster wie Top Gun: Maverick im Programm. Mit dem Ausklingen der Coronamaßnahmen tun sich Medienunternehmen aber zunehmend schwer. Disney hatte gerade erst einen Sparkurs verkündet.
Showtime geht es ans Leder
Paramount global will aber weiter in seinen Streaming-Service investieren und geht in den USA einen Schritt, der in Europa vom Start weg vollzogen war - die Integration von Showtime in Paramount Plus. Das soll einerseits die Preiserhöhung in den USA rechtfertigen, andererseits 700 Millionen US-Dollar langfristig einsparen. Das bedeutet aber auh satte Abschreibungen auf Showtime im Bereich von 1,3 bis 1,5 Milliarden US-Dollar.
In Deutschland sind in Paramount Plus bereits Showtime-Inhalte wie Californication oder Dexter enthalten, die zuvor an Dritte lizenziert waren. Das Programm startete im Dezember 2022 für 7,99 Euro, ist allerdings im Umfang auch wesentlich kleiner als in den USA und hat auch hier nur ein paar bekanntere Showtime-Inhalte. Mehr störte wohl viele Nutzer, dass es bei Paramount Plus nur 1080p maximal gibt sowie Stereo-Ton. Das ist gerade für neue Produktionen wie Star Trek: Strange New Worlds und 1883 schade. Immerhin: Das Upgrade soll angeblich im Laufe des Jahres 2023 kommen - möglicherweise mit einem zweistufigen Abo, wie es in den USA bereits der Fall ist.
Quelle: Paramount Global, via Variety

Paramount liefert meiner Meinung so wenig Inhalt, wie kein anderer Möchtegern-Streaming-Dienst, dass es gerade maximal für 2,50€(also 30€ im Jahr) reicht. Mehr sind ein oder zwei Kino-Filme und ne Star Trek Serie nun mal nicht wert!
Disney hat alles, was nicht niet- und nagelfest war, geschluckt. Da könnte ich schon fast heulen, wenn ich sehe, wielange eine Star Wars Folge dauert - gute 25 Minuten und 10 bis 15 Minuten Abspann...wenn es dann wenigstens 20 Folgen insgesamt geben würde... Das ist der reinste Trauerfall!
Mit dieser Entwicklung werden die Kunden zurück in die Illigalität getrieben und dann geht das Gejammer wieder von vorne los!!
Meiner Meinung nach überschätzen die Streaming-Dienste erheblich was Kunden in Europa bereit sind zu zahlen.
Die Berichte über illegales Streaming zum Festpreis bei allen Anbietern gehen überall aktuell rum. Wundert mich auch ehrlich gesagt weniger. Angenommen man gibt das Geld für 10 Abos aus, wer soll da den Überblick behalten?
Wir haben nur "noch" Netflix im Abo (Disney nach der Preiserhöhung weg, Sky/Wow weg), Amazon wegen Prime gibt's "gratis" dazu. Genutzt werden vielfach wieder Discs, einfach weil man auch den Tag über mal darüber redet, statt abends stumm durchzuklicken.
Und warum das alles? Weil keiner den Mund voll genung bekommt. Bei Spielen haben sich die Fronten zum Glück einigermaßen normalisiert, von Epic und Steam mal abgesehen. Bei den Konsolen zahlt jeder Publisher brav seine Gebühren und keiner kommt auf die Idee, selber eine Konsole/Plattform rausbringen.