Paramount Plus: Wo ist der Content-Nachschub beim Streaming?
Eine Analyse des Streaming-Marktes in den USA stellt fest, dass insbesondere Paramount Plus auffällig viel Film-Content binnen Jahresfrist verloren hat. Noch macht sich das nicht in Abonnements bemerkbar, aber es zeigt, wie hart umkämpft der Streaming-Markt und wie schwer Profite für die Anbieter sind.
Im Rahmen des Black Friday bietet Paramount Plus in Deutschland noch bis 27.11. 50 Prozent Rabatt auf 3 Monate Abo, doch es macht sich auch Kritik breit. Streaming-Dienste hatten ihren Zenit wohl in der Corona-Pandemie, als Ausgangsbeschränkungen die Freizeit dominiert haben. Nun suchen die zahlreichen Anbieter in einem gesättigten Markt nach Gewinnmargen. Das fällt nicht nur Paramount Plus schwer.
Ein Problem könnte der mangelnde und schwindende Content sein. Ein Audit von Reelgood zur Entwicklung des Kataloges stellt fest, dass Paramount Plus 2023 in den USA nur noch rund halb so viele neue Filme auf seinem Streaming-Dienst angeboten hat als noch 2022. Gemessen wurde jeweils von Oktober zu Oktober. Immerhin hat Paramount Plus das bisher nicht bei den Abonnenten geschadet, so Reelgood, die offenbar das Serienangebot zu schätzen wissen.
Für Filme jedenfalls scheint Paramount Plus trotz des umfangreichen Backkataloges nicht die beste Adresse zu sein. Im Audit für den US-Markt ist man mit rund 800 Filmen weit vom Spitzenreiter Amazon weg, wo es rund 12.000 Filme zu sehen gibt. Netflix hat immerhin noch 4.000 Filme im stark fragmentierten US-Markt in Programm. Keiner außer Paramount und Max verlieren aber Filme; die WB-Tochter Max hatte von rund 2.600 auf rund 2.100 abgespeckt. Das war sogar mehrfach in den Medien, weil die Konzernmutter WB Discovery Kosten senken will, indem man Steuervorteile nutzt und Tantiemen spart. Disney hatte nachgezogen, kommt aber netto nicht ins Minus bei der Menge der Inhalte.
Paramount ein Übernahmekandidat?
Der stärker umkämpfte US-Markt könnte dabei ein Vorbote für Europa sein (in Deutschland hat Paramount Plus laut justwatch.com 846 Filme im Programm; Disney 1.849), wo die Zusammensetzung und die Lizenzierung der Inhalte etwas anders zusammengestellt ist. NBC-Universal und WB-Discovery lizenzieren Inhalte weiter an Dritte und sind in Deutschland gar nicht unter einer Flagge unterwegs. Apple hat gerade erst Preiserhöhungen angekündigt. Paramount und Peacock sind darauf angewiesen, die Nutzerzahlen zu vergrößern, wollen sie rentabel werden. Bei Paramount geht das laut Nutzerberichten soweit, dass Kunden, die in der Probewoche kündigen, zuweilen schon mal zwei Monate kostenlos angeboten werden. Das reicht dann meist bis zum nächsten Quartalsbericht und erhöht die Chance, dass das Abo vom Nutzer weiterläuft.
Zum letzten Quartal beliefen sich die Verluste im Streaminggeschäft von Paramount auf 238 Millionen US-Dollar, was tatsächlich eine Verbesserung der Lage war. Die Bilanz war in schwierigen Zeiten mit Streiks dennoch gut, weil man Sonderposten wie Simon und Schuster sowie Real Estate veräußerte. Das befeuerte aber Spekulationen um eine Übernahme.

TNG ist qualitativ eine andere Liga.
Mich wundert es sowieso wie schlecht die Fernsehqualität vor HD war, von den 80er und 90er Jahren ganz zu schweigen
Was ich meinte (Voyager und DS9) ist zumindest so gut das man es sich (wieder) anschauen kann ohne Augenkrebs zu bekommen.
Ist wie bei den Games - Fanprojekte können schon kleine Wunder bewirken
TNG ist qualitativ eine andere Liga.
aber die Betonung liegt bei "findet man"