OBS wirft Streamlabs Markenverletzung vor
Im Streaming-Markt wird es auch hinter den Kulissen kompetitiver. Das OBS-Projekt wirft dem kommerziellen Anbieter Streamlabs Markenverletzung vor. Es geht um den Zusatz OBS bei Streamlabs und die Verwirrung, die es stiftet. Beim zum Logitech gehörenden Streamlabs zeigte man sich wohl nicht kooperativ.
Zwischen dem Open-Source-Projekt OBS und der zu Logitech gehörenden Tochter Streamlabs bahnt sich Ungemach an. Das OBS-Team wirft Streamlabs vor, dass man mit der Marke Streamlabs OBS versucht, vom guten Ruf des OBS-Teams zu profitieren. Das Team hinter der Open Broadcaster Software hat sich nach eigenen Angaben zwar um Gespräche mit der Logitech-Tochter bemüht, aber dort sei man auf taube Ohren gestoßen. Wohl auch, weil man sich dort die Marke Streamlabs OBS hat eintragen lassen. Damit könnte das Thema eskalieren.
"Kurz vor dem Start von SLOBS, tritt @streamlabs an uns heran, um den Namen OBS zu verwenden. Wir baten sie höflich, dies nicht zu tun. Sie taten es trotzdem und meldeten daraufhin eine Marke an. Wir haben versucht, die Angelegenheit unter vier Augen zu klären, aber sie haben sich immer wieder unkooperativ gezeigt."
Das Kernproblem liegt wohl darin, dass es nicht nur uninformierten Nutzern schwerfällt, zwischen den Angeboten zu trennen. Mit OBS Studio verwendet und unterstützt man das Open-Source-Projekt, während Streamlabs OBS zu einem börsennotierten Konzern gehört, der aus Lausanne in der Schweiz agiert. Streamlabs ist wohl am ehesten als Fork von OBS zu bezeichnen, der sich an die GPL-Bedingungen hält, aber "wiederholt den Geist von Open Source sowie des Zurückgebens missachtet".
Streamer verwenden Streamlabs vor allem wegen der einfachen und nahtlosen Integration von Funktionen, die bei OBS mit mehr Aufwand realisiert werden müssen. Insbesondere das Spenden wird über Streamlabs stark vereinfacht - das Unternehmen übernimmt (gegen eine Beteiligung) den gesamten Zahlungsablauf und bietet maßgeschneiderte Alerts direkt in der Software, gibt Statistiken aus und dergleichen mehr.
Streamlabs war zuletzt auch immer wieder mal Mittelpunkt des umkämpften Streamingmarktes, in dem sich mehrere Wettbewerber um ein möglichst großes Stück des Kuchens bemühen. OBS, auf dem Streamlabs basiert, finanziert sich über Spenden und Sponsoren. Dass in diesem Geschäft viel Geld steckt, zeigt die Streamlabs-Übernahme von Logitech für 89 Millionen US-Dollar. Auf dem Markt tummeln sich zahlreiche Wettbewerber mit unterschiedlichen Angebotsumfängen Einer der bekannteren ist Streamelements, ebenfalls ein OBS-Fork. Wer OBS nicht mag, findet z.B. in Xsplit eine kostenpflichtige und in VokoscreenNG eine kostenlose Alternative. Der Markt für reine Casting-Software ist ohnehin recht voll. Bei Streamern geht der Trend hin zu einer integrierten Monetarisierung.
Quelle: Twitter

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