Project xCloud und Google Stadia: Nur 15% der Europäer interessieren sich fürs Spielestreaming
Laut Gametrack-Studie im Auftrag von Gamesindustry.biz interessieren sich nur 15% der Spieler in Europa für Spielestreaming. Befragt wurden Kunden aus UK, Frankreich, Spanien und Deutschland. Doch gelten Abo-Modelle als fair eingepreist, sodass sich manche Spieler umstimmen lassen könnten. Aber Spiele in Retail-Verpackungen bleiben beliebt.
In der aktuellen Gametrack-Studie von Gamesindustry.biz wurden Spieler in Großbritannien, Frankreich, Spanien und in Deutschland befragt, wie sie ihre Spiele beziehen und beziehen wollen. Nur 15 % der Befragten sind demnach interessiert an einem Spielestreamingservice. 12 % gaben an, entweder unentschlossen zu sein oder bereits einen solchen Service zu nutzen.
Gründe gegen das Spielestreaming
Als ein möglicher Grund für das Desinteresse gaben 23 % der Befragten an, dass ihre Internetverbindung schlicht nicht schnell genug sei. Vor allem besteht die Befürchtung, dass ein temporärer Ausfall der Internetverbindung den Nutzer am Spielen hindert. 32 % der Spieler nannten dies als ihre Angst. Ein weiterer Grund ist, dass es nach wie vor beliebt ist, Spiele in klassischer Retail-Verpackung zu kaufen. 31 % ziehen dies dem Streaming vor.
Gründe für das Spielestreaming
Doch es gibt natürlich auch positive Aspekte. Zuerst nennen 22 % der Befragten, dass ein Abo-Modell einen fairen Gegenwert für das Geld bietet. Auch finden 41 % es als großen Vorteil, dass ein gestreamtes Spiel sofort startbereit ist und man eben nicht warten muss, bis ein Update des Spiels aufgespielt ist. Immerhin würden sich 27 % der Spieler umstimmen lassen, wenn man den Inhalt [Anmerkung: also die Spiele] direkt auf die eigene Festplatte herunterladen könnte.
Großbritannien größter potentieller Markt in der EU
Laut der Studie von Gametrack sind 23 % der Spieler in Großbritannien interessiert an einem Spielestreamingservice. Dies ist der höchste Wert unter den vier untersuchten Ländern. In Deutschland zeigen sich 10 % der befragten Spieler interessiert an einem Spielestreamingservice. 75 % hingegen können sich hierzulande keinen Streamingservice für Spiele vorstellen.
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Kritik an der Studie
Man sollte bitte bei der vorliegenden Erhebung nicht außer Acht lassen, dass lediglich aktuelle Spieler befragt wurden. Die Spielestreamingservices sollen jedoch dafür sorgen, dass viele neue Leute entdecken, wie viel Spaß man mit Videospielen haben kann. Dieses Potenzial aus den derzeit weltweit zwei Milliarden Spielern auf die Zahl von fünf Milliarden zu kommen, wird von der Studie nicht thematisiert. Immerhin leben 50 % aller Befragten in einem Haushalt, indem mindestens ein Streamingservice - wie beispielsweise Netflix (30 %), Amazon Prime (27 %), Spotify - abgeschlossen ist. Innerhalb der Gruppe der Streamingnutzer haben 27 % sogar zwei oder mehr Abos abgeschlossen.
Fakten zur Spielestreaming-Studie:
- Gamesindustry befragt in Gametrack-Studie in den vier europäischen Regionen UK, Frankreich, Spanien und Deutschland Spieler nach der bevorzugten Distributionsform von Videospielen.
- 15 % der Befragten zeigten sich "interessiert" an einem Spielestreamingservice. 12 % gaben an, bereits einen solchen Game-Streamingservice zu nutzen, beispielsweise Playstation Now.
- 27 % der interviewten Spieler würden einen derartigen Service nutzen, wenn man Spiele direkt auf die eigene Festplatte herunterladen könnte.
- Als Nachteil wird nicht nur die zu langsame Internetleitung genannt, sondern auch die Furcht davor, was passiert, wenn die Internetverbindung temporär einbricht. Es wird befürchtet, dass man dann nicht mehr spielen könne.
- Der größte Vorteil liegt in den Augen der Spieler dabei, dass man direkt ein Spiel starten kann, ohne warten zu müssen, bis ein Update fertig installiert ist.
- Auch halten die Spieler einen Abo-Service für sehr fair eingepreist. 22 % sehen einen fairen Gegenwert für die Abo-Gebühren.
- Die Studie von Gamesindustry bezieht den Fakt nicht mit ein, dass Spielestreamingservices vor allem dazu dienen sollen, neue Zielgruppen zu erschließen, die bisher nicht oder nur sehr wenig spielen.
Quelle: Gamesindustry

Also, irgendwie bevorzuge ich trotzdem den heimischen PC. Da weiß ich, was ich habe an Leistung. Klar können Lags auftreten aufgrund der Internetleitung, aber eben nur, wenn ich online zocke. Ich bevorzuge Singleplayer-Spiele oder Coops-Games.
Das ist so, als würde ich meiner Hardware fremdgehen... das könnte ich nicht
Ich gehöre jedenfalls zu den 15%.
Je weniger Leute die Server stressen, desto mehr FPS und Internet-Kapazität bleibt für mich übrig.
Wenn ich mir überlege wie viele Jahre ich diesen Service finanzieren kann für das Geld das meine Graka gekostet hat .... hört sich nach Lebenslang-Gold-Membership an.
Die nächste potentere Grafikkarte auf freier Wildbahn, und der Bestellfinger juckt ,und die Bastel u Ausprobiersucht bricht erneut aus
Die Studie zeigt doch eindeutig, dass die Befragung hier nicht ganz sachlich war, da hauptsächlich Gamer befragt wurden.
Stadia richtet sich aber nicht an Hardcore-PC-Gamer, sondern an die riesige Masse von Casual Gamer dahinter.
Stadia halte ich in der aktuellen Form aber auch nicht für erfolgreich, da man sich alle Games neu kaufen muss.
Hier muss Google wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, und mit Steam und Co. zusammen arbeiten, oder man wird scheitern.
Ich freu mich schon wenn die PC-Master-Race endlich für mich vorbei ist.
Je weniger Leute die Server stressen, desto mehr FPS und Internet-Kapazität bleibt für mich übrig.
Wenn ich mir überlege wie viele Jahre ich diesen Service finanzieren kann für das Geld das meine Graka gekostet hat .... hört sich nach Lebenslang-Gold-Membership an.