Netflix: Blockiert im Kampf gegen VPNs wohl auch echte Endkundenanschlüsse
Netflix geht derzeit verstärkt gegen VPN- und Proxy-Nutzer vor. Damit sollen Kunden davon abgehalten werden, geografische Einschränkungen zu umgehen. Als Nebeneffekt melden sich jetzt zahlreiche Endkunden, deren Anschlüsse von Netflix geblockt wurden. Sie können nur noch auf die Eigenproduktionen des Streamingdienstes zugreifen.
Der Streamingdienst Netflix geht wieder einmal gegen die Nutzung von VPNs und Proxys vor. Mit diesen Tools umgehen einige Kunden die geografischen Beschränkungen. Sind Inhalte von Netflix beispielsweise nicht in Deutschland verfügbar, gaukelt man dem Dienst mithilfe von VPNs und einfach vor, sich in einem anderen Land zu befinden. Schon kann man die gewünschten Medien ansehen.
Netflix hat jedoch etwas dagegen und blockiert derzeit wieder rigoros IP-Adressen, die mit diesen Tools in Verbindung gebracht werden. Dabei soll es jedoch auch unschuldige Endverbraucher treffen, berichtet die Webseite Torrentfreak. Einige VPN-Anbieter würden die Beschränkungen von Netflix und anderen Diensten umgehen, indem sie private IP-Adressen als Proxys verwenden. So etwa der Anbieter WeVPN, der darauf aufmerksam gemacht hat, dass seine verwendeten IP-Adressen gesperrt wurden.
In den sozialen Medien, wie etwa auf Twitter, meldeten sich bereits einige "echte" Kunden, die von dem Problem betroffen sind. Auch auf Reddit gibt es immer wieder Beiträge von Nutzern, die von dem Dienst blockiert werden. Sie können nur noch auf die Eigenproduktionen von Netflix zugreifen, andere Inhalte sind für sie gar nicht mehr sichtbar. Laut WeVPN könnte es sich um Hunderttausende Nutzer handeln, die nun von Netflix unabsichtlich blockiert wurden.
Netflix gibt nicht an, welche IP-Adressen gesperrt werden und aus welchem Grund. Die jüngsten Maßnahmen scheinen jedoch umfassender auszufallen, als jemals zuvor. Netflix hat vor sechs Jahren damit begonnen, Nutzer von ihrem Dienst auszuschließen, die VPNs oder andere Mittel gegen das Geo-Blocking einsetzen.
Netflix hat sich bis jetzt noch nicht offiziell zu den Sperrungen geäußert. Das Unternehmen hat jedoch Kenntnis von den Problemen durch die Blockierungen. Als sich ein gesperrter Nutzer über Twitter an den Streamingdienst wandte, wurde ihm von Netflix geraten, sich in der Sache mit seinem Internetprovider in Verbindung zu setzen.
Quelle: Golem

Einige VPN-Anbieter würden die Beschränkungen von Netflix und anderen Diensten umgehen, indem sie private IP-Adressen als Proxys verwenden. So etwa der Anbieter WeVPN, der darauf aufmerksam gemacht hat, dass seine verwendeten IP-Adressen gesperrt wurden.
In den sozialen Medien, wie etwa auf Twitter, meldeten sich bereits einige "echte" Kunden, die von dem Problem betroffen sind.
Lizensierung bei Filmen und Serien ist leider ein komplexes Thema.
Ich finde es im Jahr 2021 traurig, dass Inhalte immer noch regional und zeitlich begrenzt lizensiert werden müssen. Gerade wenn man einen globalen Anbieter wie Netflix oder Prime Video hat.
Aber das ist auch einer der Gründe, warum die Streaming Anbieter immer mehr selber produzieren wollen. Bloß weder Netflix noch Prime Video kommen wirklich gegen die Hollywood Macht an. So tief sind die Taschen dann doch nicht.
Mich erinnert der Quatsch an die Zeiten wo Filme in einem Land früher auf VHS oder im Kino gekommen sind. Das ist alles BS! Ich bin gerne bereit für Streaming Anbieter zu bezahlen, aber dann gebt mir auch das volle Sortiment. Anstatt den dicken US Katalog, bekomme ich ein auf die Schweiz abgestimmtes Programm. Da fehlt so vieles und die extra für die CH eingekauften Serien/Filme interessieren mich nicht.
Was mich auch ärgert ist, dass viele Anbieter wie Amazon oder MS einfach mal davon ausgehen, dass wir in der CH alle Französisch sprechen. Bei Amazon Prime bekomme ich x-fach Filme oder Serien mit französischer Sprache vorgeschlagen. Im MS Store genau so.
Wie gesagt, ich verstehe wenn man gegen Geoblocking vorgeht aus wirtschaftlicher Sicht. Aber für uns Konsumenten ist dies einfach nur scheisse und der Streaming Markt wird künstlich unattraktiver gehalten. Aber ja, die Masse der Konsumenten interessiert dies nicht.