Netflix: Von den Wirren und Tücken des Konto-Sharings
Trotz großem Gegenwind von Kunden hat Netflix die Zusatzgebühren für das Teilen des Streaming-Kontos eingeführt. Das Prozedere selbst ist noch von Entscheidungen gepflastert, wie ein Golem-Bericht ausführt.
Seit Ende Mai geht der Streaming-Anbieter Netflix mit einer Zusatzgebühr gegen das Teilen von Konten vor: Wollen Personen aus verschiedenen Haushalten das gleiche Konto nutzen, muss der Hauptinhaber mit monatlich fünf Euro mehr pro Kopf rechnen; je nach gewähltem Tarif sind bis zu zwei Extra-Haushalte möglich. Wenn man Kunden nun schon mehr Geld für das "Feature" abverlangt, sollte aber wenigstens der Prozess problemlos vonstattengehen, sollte man meinen - einem Golem-Bericht zufolge sind hier jedoch viele Tücken und bestenfalls fragwürdige Design-Entscheidungen zu finden.
Netflix Konto-Sharing: Schon der Start macht stutzig
Konkret testet Golem das Eröffnen und Bedienen von Unterkonten bei einem existierenden Premium-Account. Während der Anmeldeprozedur erklärt Netflix hier, dass ein solches Unterkonto nur einen Stream zeitgleich laufen lassen kann. Im Gegensatz dazu können Premium-Nutzer bis zu vier Geräte zeitgleich mit Streams bespielen - solange diese im gleichen Haushalt sind. Immerhin lasse sich ein zuvor angelegtes Netflix-Profil in das neue Unterkonto überführen. Als problematisch wird allerdings die Formulierung "Zusatzmitglied starten" eingestuft, welche als Bestellbutton rechtlich gesehen möglicherweise nicht eindeutig genug beschriftet ist.
Kritisiert wird auch die unflexible Abbuchung zum geteilten Netflix-Account. Die anfallenden Zusatzgebühren können nicht vom Unterkonto aus bezahlt werden; stattdessen bekommt der Hauptinhaber die vollen Kosten berechnet. Auch eine Aufteilung in unterschiedliche Zahlungsmittel ist hier nicht möglich. Nach erfolgter Aktivierung via E-Mail hat das Unterkonto schließlich vollen Zugriff auf die gleichen Inhalte und Funktionen, die auch der Abo-Inhaber innehat - im konkreten Beispiel also Inhalte in 4K-Auflösung. Zudem wird das neu angelegte Konto dazu angehalten, ein eigenes Passwort festzulegen.
Wenigstens das Upgrade auf teurere Haupt-Abos funktioniert
Dass Netflix für Unterkonten einen Log-in vorschreibt, ist noch nachzuvollziehen - so richtig problematisch werde es aber, wenn sich dieses von einem Gerät abmelden möchte. Golem bemängelt die unintuitive Menüführung auf Smartphones und Tablets, wo das Ausloggen in der Profilverwaltung zu finden sei. Schlimmer seien die Umstände bei Streaming-Apps: Hier ist der Button zum Abmelden im Hilfebereich der jeweiligen App für Chromecast & Co. versteckt. Durchdacht sieht auch in unseren Augen anders aus.
Ein ähnlicher Gedanke tritt auf, wenn man das Unterkonto dann mal startet, denn hier fordert Netflix die Auswahl eines Profils. Dass diese Abfrage überhaupt erscheint, ist im Hinblick auf die Kontobeschränkungen sinnbefreit, schließlich können Unterkonten keine weiteren Profile anlegen. Das einzelne Profil kann zudem nicht als Kinderprofil festgelegt werden. Wenigstens macht Netflix beim für das Unternehmen wichtigsten Punkt alles so einfach und angenehm wie möglich: Wer vom zusätzlichen Account aus doch lieber ein eigenständiges (und effektiv teureres) Netflix-Abo haben will, kann dies mit nur wenigen Handgriffen bequem erledigen und alle Einstellungen des Profils mitnehmen.
Quelle: Golem

Bin mal gespannt.
Hab ich mit zwei Freunden gemacht.
Nun bin ich gewillt, sie auf meine Kosten weitergucken zu lassen.
Aber warum ist das so kompliziert?
Unnötig kompliziert?
Ich habe es bis jetzt nicht hin bekommen.
Über die App auf dem Tablet, dem Smartphone oder dem FireTV-Stick geht es garnicht.
Man muss sich im Browser einloggen, damit man irgendwas am Konto ändern kann.
Also oben rechts auf das Avatar-Bildchen klicken -> Konto auswählen
Unter "Sicherheit und Datenschutz" kann ich angeblich "Zugriff und Geräte verwalten" - tatsächlich kann ich hier nur Geräte ausloggen.
Unter "Profile und Kindersicherung" kann ich die Profile verwalten - aber ich finde keine Möglichkeit einem Profil ein Gerät zuzuweisen. Ich finde hier nur "Profiltransfer durchführen". Wenn ich das aber mache, dann muss derjenige aber einen neuen Account erstellen - das will ich ja nicht, es soll ja möglich sein, dass ich für meine Freunde weiterhin bezahle, also muss das ja über meinen Account laufen.
Und das Premium-Abo, wenn ich das richtig verstehe, erlaubt ja das hinzufügen von bis zu 2 Zusatzmitgliedern, was die Netflix-Beschreibung ist für Profile, die nicht bei mir wohnen.
Ich möchte einfach ein Gerät auswählen und dem einen Account zuweisen oder anwählen können, dass dieses Gerät einem Zusatzmitglied gehört.
Das kann doch nicht sein, dass Netflix mehr Einnahmen machen möchte und einem das so erschwert? Ich möchte Ihnen mein Geld hinteher werfen und sie wollen das nicht bzw machen das so kompliziert, dass sie erstmal nichts von mir bekommen, so gerne ich ihnen das auch geben möchte.
Verrückt.
Wir nähern uns immer mehr Idiocracy! Es ist wirklich erschreckend!
Der letzte Teil des Artikel schmeißt ein em regelrecht den Gedanken an den Kopf.
Würde Netflix das plump bewerkstelligen, wäre die Kundenzahl noch wesentlich rückläufiger.
Nervig, warum muß man eigentlich zig Streamingportale nutzen, jeden separat bezahlen, nur um einen gewissen Inhalt zu sehen, der nach einiger Zeit dann völlig entfernt wird.
Der Datenverkehr ist eigentlich der selbe, als würde ich den Inhalt kaufen und selbst örtlich speichern, damit ich diesen viel später nochmals konsumieren kann.
Der Pferdefuß ist die Technik, wo nach einigen Jahren plötzlich Standards geändert werden, so das auch langzeitgespeicherte Inhalte nicht mehr nutzbar sind.
Die Streamingpirtale gehen zwar mit der technologischeb Entwicklung schrittweise mit, aber deshalb braucht der Kunde weiterhin die notwendige Technik zum Konsumieren.
Ein Buch, kann jeder Lesen, sofern er die Sprache lesen und verstehen kann, auch noch in hundert Jahren sind diese Inhalte bei sorgsamer Lagerung noch nutzbar.
Weitergeben kann man das über Generationen und das einzige Hilfsmittel zum Zugang des Inhalt, beinhaltet ausreichend Licht und ggf. eine Lesehilfe für die Augen.
Die heutige Technik, ist schon nach einem Jahrzehnt kaum noch in der Lage in einer so simplen andauernden Art und Weise dies zu gewährleisten.
Als zunehmend alternder Mensch, wird das richtig zur Plage, das sich ständige Anpassen an technologische Neuerungen und das Interesse zur Nutzung sinkt rapide.
Ich selbst bin noch sehr neugierig, doch gehts mir lanngsam auf die Nerven, da eigentlich nur noch kleine Veränderungen als Überhype an den Menschen gebracht werden, die vom eigentlichen Nutzen, ein suchtgefährdendes Potenzial hervorbringen.
1 Jahr ohne Strom, zeigt die Wahrheit, in welcher massiven Abhängigkeit sich viele Menschen befinden und die Vorgehensweise von Netflix spiegelt nur einen Teil dessen, was Tag für Tag so offeriert wird.
Langsam sollte man den Menschen davor schützen, sich selbst zur Geisel zu machen und ihm die rosa Brille abnehmen.