Darum sieht Netflix Fortnite als größte Konkurrenz an
Netflix hat eben erst in den USA Preiserhöhungen angekündigt und experimentiert auch in Ländern wie Deutschland mit höheren Abo-Preisen. Gegenüber Investoren hat der Streaming-Dienst nun in einem Brief überraschend auch Fortnite zu einem Konkurrenten im Kampf um die Zeit genannt, die Kunden vor einem Bildschirm verbringen.
Netflix hat seine aktuellen Quartalszahlen bekanntgegeben und verweist in einem Schreiben an Investoren (via Engadget) darauf, dass das Unternehmen den Umsatz im gesamten Jahr 2018 um 35 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar steigern konnte. Der operative Gewinn lag bei 1,6 Milliarden und wurde fast verdoppelt.
Netflix: Kampf um die Screentime der Nutzer
Die Zufriedenheit der Kunden
habe dafür gesorgt, dass es nun 139 Millionen Abonnenten gibt, 9 Millionen mehr als beim Start des letzten Quartals und 29 Millionen mehr als Anfang 2018. Der Mehrjahres-Plan sieht vor, immer mehr Inhalte zu bieten und den Umsatz noch schneller zu steigern. Bei dem Vorhaben sollen auch Eigenproduktionen für regionale Märkte helfen.
Sehr interessant ist ein Absatz zur Konkurrenz von Netflix, die das Unternehmen über die Screentime misst, also der Zeit, die ein Kunde insgesamt vor einem Bildschirm verbringt. In den USA habe man 10 Prozent der TV-Screentime und etwas weniger bei mobilen Geräten erreicht. Aber man müsse sich diese Screentime gegen andere Konkurrenten verdienen und dazu zählt Netflix auch das beliebte Battle-Royale-Spiel Fortnite von Epic Games. Man konkurriere mehr mit und verliere mehr Nutzer an Fortnite als beispielsweise HBO.
Mehr zum Thema: Netflix: Erneute Preiserhöhung steht an
Daher konzentriere sich Netflix darauf, den Kunden eine möglichst gute Erfahrung zu bieten, und konzentriere sich nicht auf andere Dienste wie Disney+ oder Amazon, sondern auf die eigenen Kunden. Der Hinweis auf Fortnite ist bemerkenswert, denn er zeigt, wie stark Videospiele nun zum täglichen Leben gehören. Wenn der größte Streaming-Dienst Fortnite als Konkurrent ansieht, an den man Screentime verliert, dürfte sich zumindest Epic Games darüber sicher freuen.

Wenn du nun selten Netflix schaust, weil du beispielsweise viel Fortnite spielst, dann könntest du ja auf die Idee kommen, dein Abo zu kündigen - um dir vielleicht für das Geld Skins in Fortnite zu kaufen.
Wenn du jetzt aber viel Netflix schaust, weil das Angebot groß ist und du viel findest, das dir zusagt, dann ist es unwahrscheinlich, dass du kündigst.
Somit je mehr Screentime, desto unwahrscheinlicher, dass ein Kunde kündigt.
Fortnite ist aktuell das meistgespielte Spiel und daher der stärkste Konkurrent zu Streamingportalen wie Netflix.
Um am Ball zu bleiben, investiert Netflix nun eben Unmengen an Geld in neue Produktionen - ergo wird der Abopreis höher.
Mit Fortnite nimmt Epic auch viel Geld ein. Wenn der Hype abgeflacht ist, müssen diese das dann darauf verwenden, entweder Fortnite wieder attraktiver zu machen, oder ein neues Spiel entwickeln.
Munter bleiben!
Fortnite ist aktuell das meistgespielte Spiel und daher der stärkste Konkurrent zu Streamingportalen wie Netflix.
Um am Ball zu bleiben, investiert Netflix nun eben Unmengen an Geld in neue Produktionen - ergo wird der Abopreis höher.
Mit Fortnite nimmt Epic auch viel Geld ein. Wenn der Hype abgeflacht ist, müssen diese das dann darauf verwenden, entweder Fortnite wieder attraktiver zu machen, oder ein neues Spiel entwickeln.
Wenn ich das richtig verstanden habe, sollen also Fortnite-Spieler zu Netflix gelockt werden bzw. dort ein Abo abschließen. Und ich dachte immer, wenn Zwölfjährige Netflix schauen, dann mit dem Account von Mama und Papa.
Munter bleiben!
1,3 Milliarden Gewinn für ein Quartal klingt nicht schlecht, aber man sollte das Bild schon als Ganzes betrachten, bevor man hier vorurteilt.