Kommando Retour: Twitch verbessert die Konditionen für Streamer
Twitch verbessert die Konditionen für Streamer, nachdem man denen 2023 unter alter Regie in die Tasche gelangt hatte. Das kam nicht gut und der neue CEO Dan Clancy rückt nun Dinge zurecht.
Twitch hat bekannt gegeben, dass man die Konditionen für Streamer wieder verbessert. Nachdem man unter alter Regie in den Topf der Streamer gegriffen und sich damit einigermaßen unbeliebt gemacht hatte, rudert der neue CEO, Dan Clancy nun zurück. Drei Maßnahmen wurden beschlossen, wie Twitch verkündet:
- Das "Partner-Plus-Programm" wird mit Inkrafttreten der Änderungen im Mai in "Plus-Programm" umbenannt.
- Twitch hebt die Obergrenze von 100.000 US-Dollar für die 70/30-Nettoumsatzverteilung auf. Das bedeutet, dass Streamer*innen, die mehr als 100.000 US-Dollar mit Abonnements verdienen, weiterhin einen Nettoumsatzanteil von 70 % erhalten können, anstatt auf 50 % zurückzufallen - was letztlich das Einkommens- und Wachstumspotenzial der Streamer*innen erhöht.
- Twitch ändert das Auszahlungsmodell für das Prime-Gaming-Abonnement auf einen festen Satz für jedes Land, um sicherzustellen, dass das monatliche Twitch-Abonnement für Prime-Mitglieder ein langfristiger, nachhaltiger Vorteil für die Twitch-Community ist.
"Diese Änderungen sind ein wichtiger Schritt in Richtung des Ziels, Streaming lohnender zu machen und das Feedback der Community zu berücksichtigen", so Twitch in der Pressemitteilung. Die unter Punkt 2 angesprochene und letztens eingeführte Maßnahme war höchst umstritten. Viele hatten zudem befürchtet, dass die Subventionierung über Prime gestrichen wird. Wie sich hier die Änderungen unter Punkt 3 auswirken, wird sich ab Juni zeigen. An den schon vor längerer Zeit eingeführten neuen Preisen wird sich nichts ändern. Twitch hatte die Preise angepasst, teils nach unten, und den Streamern versprochen, dass die Einbußen durch mehr Abos ausgeglichen werden - das hatte sich aber meist nicht eingestellt.
Twitch reagiert damit letztlich auch auf den verschärften Wettbewerb. Viele Streamer sagen, dass die Prime-Abos und der zweifelhafte Ruf von Kick sie dann doch auf Twitch halten, aber es gab auch hochkarätige Abgänge und seit dem Wegfall der Exklusivklauseln können Streamer auch anderswo ihr Geld verdienen. Mr. Beast hatte vor ein paar Tagen einen Testballon auf X (Twitter) gestartet und dadurch 100.000 US-Dollar erzielt. Kick lockt generell mit hohen Beteiligungen und große Streamer werden auch mit Deals auf die Seite geholt. Mittlerweile rangeln aber eine ganze Reihe Streaming-Dienste um Nutzer, wie Trovo, Huya, Douyu, Bigo oder Afreeca, die mitunter lokal stark aufgestellt sind, und international logischerweise auch Youtube, Tiktok und Odyssee. Twitch hatte sich aufgrund der hohen Kosten jüngst vom südkoreanischen Markt zurückgezogen und überlässt das Feld AfreecaTV, Youtube, Kick, TVING und CHZZK.
Richtig müsste es heißen
"Twitch verbessert die Konditionen für Streamer, die sowieso schon genug haben"
Die kleinen Streamer (Ich sag mal alle unter 500 Abos) werden noch immer genauso ausgenommen wie die mit 1000+ Abos
Ich finde, dass Twitch vor allem die kleinen Stream mal fördern sollte, indem sie ihnen nicht so viel wegnehmen
und durch die, teilweise mehr als 50%, reduktion der twitch prime auszahlungen sind kleine streamer die auf sowas angewiesen sind richtig gearscht. nen deutscher twitch prime sub ist nur noch ~$1.50 wert statt $2.50 für den streamer als beispiel.
edit: zahlendreher
Richtig müsste es heißen
"Twitch verbessert die Konditionen für Streamer, die sowieso schon genug haben"
Die kleinen Streamer (Ich sag mal alle unter 500 Abos) werden noch immer genauso ausgenommen wie die mit 1000+ Abos
Ich finde, dass Twitch vor allem die kleinen Stream mal fördern sollte, indem sie ihnen nicht so viel wegnehmen