Dazn: Verbraucherschützer wollen wegen Preiserhöhung klagen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband möchte gegen den Streaming-Dienst Dazn klagen. So soll die Preiserhöhung rechtswidrig sein.
Bereits seit 01. Februar 2022 müssen Neukunden und wiederkehrende Dazn-Abonnenten monatlich 29,99 Euro statt 14,99 Euro bezahlen, wenn sie die Option auf eine monatliche Kündigung haben wollen, bei einjähriger Mitgliedschaft sind es 24,99 Euro monatlich. Bestandskunden zahlen seit August 2022 die neuen Preise. Zum Marktstart im Jahr 2016 kostete Dazn monatlich nur 9,99 Euro. Nun bereiten Verbraucherschützer eine Klage gegen den Streaming-Dienst vor, wie Sebastian Reiling vom Verbraucherzentrale Bundesverband der Kreiszeitung erklärte.
Sammelklage soll Rückzahlungen ermöglichen
Laut den Verbraucherschützern soll die zugrundeliegende Klausel in den AGB von Dazn intransparent sein. Folglich wäre die Preiserhöhung für Bestandskunden rechtswidrig. Mit einer Sammelklage soll es zu Rückzahlungen an die Bestandskunden kommen, damit diese finanziell entschädigt werden. Wer den Verbraucherzentrale Bundesverband bei der Klage unterstützen möchte, kann sich auf einer Webseite anmelden. Nutzer beschweren sich, dass der erhöhte Preis ohne Vorankündigung einfach abgebucht wird. Zudem halten nicht wenige Nutzer den Monatspreis für zu hoch.
Laut Dazn sollen etwa Übertragungen direkt aus dem Stadion und Analysen von Michael Ballack zusammen mit einer - schrittweise - auf Full-HD erhöhten Auflösung die Verdoppelung des Preises rechtfertigen. Bislang strahlt Dazn seine Inhalte nur in 720p aus. Mit dieser Auflösung hatte der Sport-Streaming-Dienst eine niedrigere Auflösung als Konkurrent Sky mit Wow, bei dem es zukünftig sogar Inhalte in 4k-UHD geben wird. Zudem überträgt Dazn die meisten Spiele der UEFA Champions League, nur eine Partie pro Spieltag wird bei Prime Video ausgestrahlt. Dazn gilt als eines der Tech Unicorns aus Großbritannien und gehört zur Perform Group, die wiederum mehrheitlich zur Beteiligungsgesellschaft Access Industries gehört. Der in der Ukraine geborene Milliardär Leonard Blavatnik verdient sein Geld mit Öl- und Aluminiumfirmen und besitzt die Perform Group, zu der u. a. die Webseite Goal.com gehört.
Ebenfalls lesenswert: Sky-Konkurrent: Dazn wird für Bestandskunden doppelt so teuer und bekommt Shitstorm
Sammlung zu möglicher Klage gegen Dazn:
- Der Verbraucherzentrale Bundesverband hält die Preiserhöhung von Dazn für Bestandskunden für rechtswidrig.
- Mit einer Sammelklage soll es zu Rückzahlungen an die Bestandskunden kommen, damit diese finanziell entschädigt werden.
- Im August 2022 hatte Dazn angekündigt, dass alle Bestandskunden monatlich 29,99 Euro bzw. 24,99 Euro (bei einem 1-Jahres-Abo) zahlen müssen. Zuvor lag der Monatspreis lediglich bei 14,99 Euro.

Also seit August 2022 zahlen Kunden dafür, das irgendwann mal 1080p kommen soll.
Na was denkt ihr wann das kommen wird?
Nie, denn Leistung muss sich ja lohnen!
1080p sollte Standard sein, Aufpreis können sie für UHD bzw. UHD-2 (alias 8K) verlangen.
2008 ist ja auch nur 15 Jahre her und selbst Internet war ja in D laut Merkel 2013 noch "Neuland", da kann man natürlich nicht erwartet, dass (F)HD bereits zum Standard geworden sind, denn das dauert ja mindestens 25 Jahre...
1080p sollte Standard sein, Aufpreis können sie für UHD bzw. UHD-2 (alias 8K) verlangen.