Gen Z zahlt laut neuer Studie am meisten: Musik- und Gaming-Abos ziehen an Netflix und Co. vorbei
Abo-Müdigkeit? Nicht bei der Gen Z. Während viele Nutzer Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime längst hinterfragen, zeigen aktuelle Daten: Die jüngste Generation greift tiefer denn je ins Portemonnaie.
Die Gen Z (Jahrgänge 1997-2012) investiert mehr Geld in digitale Abos als jede andere Altersgruppe. Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen nutzt kostenpflichtige Gaming-Abos - doppelt so viel wie in der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig verlieren klassische Streaming-Dienste bei der jungen Zielgruppe an Relevanz. Statt Netflix oder Prime stehen zunehmend andere digitale Angebote im Fokus.
Das geht aus einem aktuellen Report des britischen Tech-Unternehmens Bango hervor, das Bezahllösungen für digitale Inhalte anbietet. Die Studie basiert auf einer Befragung von 5.000 Konsumenten in den USA und zeigt: Gen Z zahlt im Schnitt für 6,8 verschiedene Dienste pro Monat - 26 Prozent mehr als der US-Durchschnitt von 5,4 Abo-Diensten pro Monat. Das ergibt für Gen Z hochgerechnet jährliche Ausgaben von rund 940 US-Dollar (etwa 825 Euro) pro Person - allein für digitale Abonnements.
Gen Z hat Angst vor KI: Stehen ihre Jobs auf der Kippe?
Der beliebteste Abo-Typ unter Gen Z ist nicht etwa Video-Streaming, sondern Musik: 50 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe zahlen für mindestens einen Musikdienst wie Spotify oder Apple Music. Zum Vergleich: In älteren Generationen sind es nur 43 Prozent.
Klassische Streaming-Dienste wie Netflix, Max und Disney Plus landen mit nur 56 Prozent deutlich dahinter. Ein bemerkenswerter Unterschied zur Gesamtbevölkerung, bei der solche Dienste mit 75 Prozent deutlich stärker vertreten sind. Die Abo-Vielfalt wächst - und während Gen Z fleißig abonniert, streamen andere nur noch durchs Menü.
Auch Social Media wird zunehmend kostenpflichtig
Neben Musik- und Gaming-Abos geben viele junge Nutzer auch Geld für Funktionen in sozialen Netzwerken aus, etwa auf Plattformen wie Tiktok und Instagram. Ob für exklusive Inhalte oder Zusatzfunktionen: Auch hier steigt die Zahlungsbereitschaft deutlich an.
Trotz dieser Abo-Freude zeigt sich bei vielen Nutzern ein wachsendes Bedürfnis nach Struktur: 62 Prozent aller Befragten gaben an, lieber ein Abo-Bundle nutzen zu wollen, das mehrere Dienste kombiniert. 41 Prozent wünschen sich eine zentrale Verwaltungsstelle für ihre Abos. Besonders interessant: Jeder fünfte Gen-Z-Nutzer kann sich vorstellen, dass Plattformen wie Meta oder Tiktok diese Rolle übernehmen.
Game Pass, Musikstreaming oder Premium-Reactions bei Tiktok - worauf könnten Sie verzichten? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Nachher sperren die mich
Haben wir nicht gerade gemeinsam festgestellt, dass "Gen-Z" ein sehr sehr weites Feld umfasst?
Von 12 bis 17- jährigen bis hin zu -ja auch- jungen berufstätigen Erwachsenen.
Verallgemeinernd zu suggerieren, dass Gen-Z alles "junge" Erwachsene sind, wirkt befremdlich.