Dr. Disrespect spricht über die Sperre auf Twitch und verdeutlicht die Abhängigkeit der Creator
Die Sperre auf Twitch von Dr. Disrespect ist bereits ein paar Tage her und der "Doc" sprach das Thema nun noch einmal an. Er weiß laut eigener Aussage immer noch nicht, wieso er gesperrt wurde und macht noch einmal deutlich, wie abhängig man als Content Creator von den Plattformbetreibern ist. Das zeigte sich jüngst auch in Fall von Markiplier
Dr. Disrespect hat noch einmal das Thema seiner Sperre auf Twitch angesprochen und dabei noch einmal klargestellt, dass es seitens Twitch weiterhin keine offizielle Angabe über den Grund gibt. Dazu muss man sagen, dass das stets die Vorgehensweise von Twitch war. Ob man das nun gut findet oder nicht, ist ein anderes Thema. Ganz interessant ist dabei, dass bei den Ausführungen der Eindruck entsteht, dass er nicht einmal ahnt, warum er gesperrt wurde. In der Regel braucht es ja keine Stellungnahme, weil man in etwa weiß, was schiefgelaufen ist.
In dem Fall aber stellt Herschel "Guy" Beahm IV, so der bürgerliche Name, die Situation so dar, dass er keine Ahnung habe, wie es dazu kam. Dabei führt er auch aus, dass er eine gewisse Sorge bei diesem Thema entwickelt hat, die er sonst unter Druck eigentlich selten aufgrund seiner generellen Persona verspürt hat. Mit Druck sei er eigentlich immer gut umgegangen, aber diese Ungewissheit habe ihn erstmals dieses Gefühl ernst erleben lassen. Er führt aus, dass diese Ängste nun in Wellen kommt und geht und er zuweilen Schwierigkeiten hat, damit umzugehen.
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Auslöser dabei ist gesamte Konstellation dieser Branche von Streaming, sei es Twitch, Youtube oder sonst wer. Die Content Creator sind von den Streaming-Plattformen vollkommen abhängig. Wenn diese den Stecker ziehen, können sie Jahre Arbeit und Mühe in einem kleinen Moment beenden. Und wenn man das einmal wie nun Dr. Disrespect erlebt hat, wird einem dieser Fakt sehr bewusst und schwebt immer über dem Projekt.
Das betrifft nicht nur Dr. Disrepect, sondern auch andere Content Creator, zuweilen mit exzellentem Ruf. Jüngst war Markiplier in den Schlagzeilen, der als einer der nettesten Youtube-Creator gilt. Youtube hatte ihm einen Kanal-Strike verpasst, weil man angeblich meinte, in einem Video Inhalte gefunden zu haben, dass gegen die Richtlinien verstoßen sollen haben. Erst ein mittelschweres öffentliches Drama auf Social Media bewegte Youtube dann dazu, die Inhalte abermals manuell zu prüfen und den Strike zu entfernen. Dabei gestand man auch ein, dass hier Fehler gemacht wurden. Der Haken ist nun, dass Markiplier und seine Community auf Social Media eine laute Stimme haben können - kleinere Content-Creator haben diesen Luxus nicht.
Wer sich für diese Laufbahn entscheidet, muss sich also im Klaren darüber sein, dass man im Zweifel sehr alleine dasteht gegen die Hausherren wie Twitch, Youtube, Facbook und Co. Und am Ende auch trotz diverser Erlöströme wie Patreon, Merchandising und Co. von diesen abhängig ist, weil sie die primäre Bindung zwischen Creator und Zuschauer herstellen.
So etwas in der Art hatte ich auch im Kopf!
Ansonsten war eigentlich schon immer klar, dass die komplette Abhängigkeit von einer Plattform auf Dauer nie gut sein kann, und man so schnell wie möglich weitere Standbeine schaffen sollte. Eigene Webseite (im besten Fall mit VoD), eigenes Merch, gesplitteten Content (Videos und Streams auf unabhängigen Plattformen) usw, was halt so möglich ist.
Klar, wer ausschließlich auf Twitch streamt, hat natürlich ein Problem wenn die einen mal eben wegstriken. Außer er heißt "Dr. Disrespect" oder ähnlich, und hat finanziell eigentlich schon laaaange ausgesorgt.