Werbung auf Twitch - Agentur nutzt verbotenen Trick für Burger-King-Marketing
Die Kreativität der Werbeindustrie kennt keine Grenzen, um die eigenen Botschaften in die Köpfe der Konsumenten zu bekommen. Doch bei der neuesten "Idee" einer Werbe-Agentur ist man übers Ziel hinausgeschossen. Man nutzte die Donation-Readouts der Software Streamlabs, um für die Produkte von Burger King Werbung zu machen - doch das ist laut der Streamlabs-Nutzungsbedingungen gar nicht erlaubt.
Die sogenannten Donation-Readouts dürften eines der am häufigsten genutzten Features der Streaming-Software Streamlabs sein. Wenn sich Zuschauer dafür entscheiden, den Streamer mit einer kleinen Geldspende zu unterstützen, haben sie im Rahmen der Transaktion die Möglichkeit, eine kleine Nachricht für den Empfänger einzugeben. Diese wird anschließend live im Stream von einer Computerstimme vorgelesen. Der Streamer wird dadurch entlastet, weil er nicht alle Einsendungen selbst vorlesen muss, der Zuschauer freut sich über die Nennung seines Beitrags.
Vermeintlicher Geniestreich geht nach hinten los
So weit, so gut. Eine Marketing-Agentur nutzte dieses automatisierte Vorlesen nun jedoch, um unverhohlen Werbung für ihren Kunden zu machen - die Fast-Food-Kette Burger King. So spendete man etwa einen Dollar, um dann eine Nachricht rund um das Fünf-Dollar-Menü mit Burger, Pommes und Getränk vorlesen zu lassen. Dadurch erreichte man mit minimalen finanziellen Mitteln ein großes Publikum, immerhin wurde diese Aktion auch bei großen Streamern mit tausenden Live-Zuschauern betrieben.
Die positiven Reaktionen auf diese Kampagne wurden dann auch noch in einem zusammengeschnittenen Video auf Youtube veröffentlicht. Das bildet natürlich nicht die Realität ab - der Großteil der Streamer und Zuschauer reagierte sauer auf diese nervige Masche. Im Youtube-Video wurden die Gesichter und Namen von Streamer und Zuschauern zwar unkenntlich gemacht, dennoch fühlen sich viele von der Agentur benutzt. Man bekomme ein paar armselige Dollar, um von einem großen Konzern als Werbefigur missbraucht zu werden.
Noch dazu ist diese Art der Nutzung des Donation-Readout-Features von Streamlabs gar nicht erlaubt. In den Nutzungsbedinungen ist klar festgehalten, dass der Dienst nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden darf - auch nicht für Marketing. Ob die Agentur noch ein juristisches Nachspiel zu befürchten hat, ist unklar. Den Betroffenen dürfte der Appetit auf die Burger King-Produkte erst einmal vergangen sein.


Also ich habe in Göttingen sowohl an der Autobahnausfahrt als auch direkt an der Raststätte bereits gegessen ohne danach Verdauungsprobleme aufzuweisen.
Was nichts daran ändert, dass diese Form der Schleichwerbung zumindest in Deutschland eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen würde.
Tja, im Marketing und PR ist jedes, wirklich jedes Mittel Recht.
ist die Werbeidee wirklich geschmacklos.
Fast genauso geschmacklos wie Streamingmillionäre die um Spenden bitten/akzeptierern und sich damit das eigene Konto füllen.