Corona-Krise: EU und Netflix wollen über Sparmaßnahmen beraten
Um die Auslastung der Netzwerkinfrastruktur im Rahmen zu halten, hat die EU das Gespräch mit Netflix gesucht. Gesprochen wurde über die Senkung der Datenraten und welche Optionen man hat. Bislang ohne offiziell bekanntes Ergebnis, weil das Thema gerade bei Netflix auch nicht ganz einfach ist.
In Zeiten der Corona-Krise werden zunehmend die Kapazitäten bei den Internetdienstleistern knapp. Erste Meldungen aus Italien, Spanien und der Schweiz gab es bereits. Besonders datenintensive Anwendungen wie Streaming-Dienste sollten daher gemieden werden. Die Empfehlung ist natürlich gerade für die, die unter Quarantäne stehen, eher wenig hilfreich. Daher verhandelt die EU nun mit Netflix darüber, die Bandbreiten zu beschränken.
EU-Kommissar Thierry Breton hat sich mit Netflix-CEO Reed Hastings darüber unterhalten, wie man die Lasten von den Netzen nehmen kann, um sicherzustellen, dass unter anderem das Home Office störungsfrei genutzt werden kann, wo möglich. Das oberste Ziel der Politiker ist es aktuell, den wirtschaftlichen Gesamtschaden zu begrenzen.
Diskutiert wurde wohl, dass Netflix die Auflösung von UHD und HD auf SD herunterfährt, wenn die Netze überlastet sind. Dabei gibt es zwei Probleme: Netflix müsste aktuelle Netzauslastungsdaten von den Dienstleistern bekommen und Netflix müsste konsequenterweise den Kunden Kosten rückerstatten, denn für UHD und HD muss man bei Netflix mehr zahlen als für SD. Wenn dann nur SD ausgeliefert wird, könnte es Ansprüche seitens der Kunden geben.
Sowas lässt sich möglicherweise politisch abfangen, in dem man sich auf einen Notstand beruft, aber ob sich Netflix in die rechtliche Ecke treiben lassen will, muss sich erst noch zeigen. Andere Dienste sind hier weniger angreifbar, da die Preise nicht nach Qualität gestaffelt sind. Naheliegend wäre es auch, die Bitraten der Inhalte zu reduzieren, aber das ist nicht so einfach, denn das Material muss entsprechend auf dem Server verfügbar sein - und wenn nicht, neu encodiert werden.
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Generell kann sich die Mehrheit wohl damit anfinden, wenn sie vorübergehend auf UHD-Inhalte verzichtet, bei denen die benötigte Bandbreite doch deutlich ansteigt. Letztlich wird man bei einer solchen Maßnahme aber alle Anbieter ins Boot holen müssen und das sind alleine in Deutschland durchaus ein paar.
In Deutschland ist die Lage bisher relativ entspannt an der Internetfront. Die Deutsche Telekom hatte gemeldet, dass man für die Notlage gerüstet sei. Frankfurts Internetknoten DE-CIX meldet zwar Rekorde beim Datenverkehr, kann den aber bislang bewältigen. Auch Engpässe bei den Routingkapazitäten sind wohl derzeit kein Thema. Vereinzelt waren Server von Anbietern überlastet, was bislang aber schnell gelöst wurde.
Quelle: Politico
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Welche Garantie hast du dafür?
Würden wir hier so handeln wie er schreibt hätten wir mit Sicherheit auch italienisce Verhältnisse, das kann nun wirklich keiner wollen.
MfG
Welche Garantie hast du dafür?
Menschen müssen nicht immer 100% rational denken und sich vor jeder Gefahr verstecken - sonst gäbe es keinen Extremsport z.B.
Also wozu die Aufregung?
Welche Garantie hast du dafür?