Medienverband: 5,9 Millionen Menschen streamen illegal Fernsehen - 1,8 Milliarden Euro Schaden

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"Illegale TV-Nutzung verursacht weiterhin hohen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden", meldet der Verband der Privaten Medien, VAUNET und beziffert den Schaden auf 1,8 Milliarden Euro plus 380 Millionen Euro Steuer- und Sozialabgaben.

In Deutschland sollen 5,9 Millionen Menschen illegal Fernsehprogramme beziehen. Das hat der Verband der Privaten Medien, VAUNET, ermittelt und beziffert den wirtschaftlichen Schaden auf 1,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig würden dem Staatshaushalt und Sozialkassen 380 Millionen Euro fehlen, da auf die Summe keine Steuern anfällt.

Der Verband der Privaten Medien sagt, dass der illegale Konsum von Fernsehinhalten in der breiten Gesellschaft angekommen ist. 24- bis 33-Jährige würden die illegalen Angebote am häufigsten nutzen; zur Verdopplung der Zahlen seit 2018 hätten aber auch die Altersgruppen bis 63 maßgeblich beigetragen. Auch die konsumierte Zeit hat sich laut der Untersuchung deutlich erhöht - 72 Prozent sehen wenigstens einmal die Woche illegale Inhalte aus dem linearen Fernsehen; 2018 waren es noch 54 Prozent.

Gemessen wurden nur illegal konsumierte Inhalte des klassischen, linearen Fernsehen. Nicht eingerechnet sind illegales Streaming von Serien und Filmen, die auch im linearen Fernsehen stattfinden. Häufig sind es Live-Veranstaltungen, die noch so konsumiert werden, was sich auch darin widerspiegelt, dass 80 Prozent der Nutzer männlich sind. Die werden sich häufig für Sportarten interessieren - allem voran natürlich Fußball.

Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUNET: "Die Ergebnisse des Gutachtens zeigen eindeutig, dass die Nutzung illegaler Live-TV-Signale weiterhin ein Massenphänomen mit gravierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen ist. Wir wiederholen daher unseren Appell an Politik und Regulierung: Live-Inhalte benötigen einen Live-Schutz im Internet. Hier vermissen wir bisher sowohl aus Brüssel als auch national ein klares Signal der Unterstützung - und erwarten, dass sich das nunmehr zeitnah ändert."

Solche Gutachten, finanziert von Interessenverbänden, sind häufig ebenso umstritten wie die Angabe des wirtschaftlichen Schadens, der entsteht. Während die Geschädigten davon ausgehen, dass jeder illegale Nutzer ein zahlender Kunde ist, muss man aber realistisch gesehen damit rechnen, dass manche die Inhalte dann einfach gar nicht konsumieren würden. Ähnliche Argumentationen kennt man aus der Filesharing-Debatte.

Quelle: VAUNET

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Titanultra Software-Overclocker(in)
        Zitat von SilentHunter
        Als Netflix anfing gingen die illegalen TV/Filme/Serien ect. Filesharing Aktivitäten betreffend sehr stark zurück. Nur jetzt haben es alle wieder geschafft mit Dummheit und zusammen/gegeneinander ihren erst frisch etablierten Verdienstzweig dank Gierfragmentierung wieder abzusägen. Ich hab da kein Mitleid weil da jetzt wieder gejammert wird. Ja der böse Nichtkunde der jetzt wieder anfängt dem ganzen Schmock den Rücken zuzukehren weil es nicht mehr auszuhalten ist muss dann na klar wieder als Feindbild herhalten um sich sein eigenes Unvermögen nicht einzugestehen müssen.
        Es bleibt ein Verbrechen.
      • Von Titanultra Software-Overclocker(in)
        Zitat von SilentHunter
        Als Netflix anfing gingen die illegalen TV/Filme/Serien ect. Filesharing Aktivitäten betreffend sehr stark zurück. Nur jetzt haben es alle wieder geschafft mit Dummheit und zusammen/gegeneinander ihren erst frisch etablierten Verdienstzweig dank Gierfragmentierung wieder abzusägen. Ich hab da kein Mitleid weil da jetzt wieder gejammert wird. Ja der böse Nichtkunde der jetzt wieder anfängt dem ganzen Schmock den Rücken zuzukehren weil es nicht mehr auszuhalten ist muss dann na klar wieder als Feindbild herhalten um sich sein eigenes Unvermögen nicht einzugestehen müssen.
        Es bleibt ein Verbrechen.
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Zitat von Titanultra
        Für ein reiches Land wie Deutschland, wirklich ein Armutszeugnis.

        Ein Netflix Abbo kann sich ja wohl jeder leisten. Schande!
        Als Netflix anfing gingen die illegalen TV/Filme/Serien ect. Filesharing Aktivitäten betreffend sehr stark zurück. Nur jetzt haben es alle wieder geschafft mit Dummheit und zusammen/gegeneinander ihren erst frisch etablierten Verdienstzweig dank Gierfragmentierung wieder abzusägen. Ich hab da kein Mitleid weil da jetzt wieder gejammert wird. Ja der böse Nichtkunde der jetzt wieder anfängt dem ganzen Schmock den Rücken zuzukehren weil es nicht mehr auszuhalten ist muss dann na klar wieder als Feindbild herhalten um sich sein eigenes Unvermögen nicht einzugestehen müssen.
      • Von Sonmace Software-Overclocker(in)
        Den größten schaden verursacht wohl das fussball streamen und das ist auch gut so, evtl. findet ein umdenken statt.

        Früher hat man 2-5 sender reinbekommen über antenne und musste nix extra zahlen.

        Dann kam Kabel und GEZ.

        Wem das nicht genug war konnte dann Premiere noch obendrauf besorgen was damals schon nicht billig war.

        Heute kann man kaum noch was in kabel oder free tv finden auser evtl. Dokus.

        Wenn man in Deutschland fussball schauen will muss man tief in die Tasche greifen.
        Im Ausland sind die meisten Sportübertragungen immer noch in free tv.

        Deutschland wird immer zur kasse gebeten weil wir ja Schafe sind.
        Die bösen Wölfe die das System umgehen verursachen den miliardenschsden.
      • Von Bl4d3runn3r Freizeitschrauber(in)
        Na ja als Schaden kann man das wohl nicht beziffern... Eher potentielle Werbeeinnahmen... und 1,8 Milliarden auf alle TV Anbieter gerechnet ist jetzt auch nicht mehr so viel.
        Live Events kann man ja kaum noch gucken im live TV, siehe WM 2022, da gab es nicht mal alle Spiele frei im TV zu sehen.
      • Von pedi BIOS-Overclocker(in)
        das war doch damals mit den "raubkopierer" das gleiche.
        1 million "raubkopierer" gleich 1 million dvds weniger verkauft.
      Direkt zum Diskussionsende
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