PCGH-Plus Label Der optimale Streaming-PC: So streamt man Spiele auf Twitch & Co.

PCGH Plus: Immer mehr Nutzer übertragen ihr Spiel in den Äther und lassen so die Welt daran teilhaben. Wir zeigen, was Sie für ein vernünftiges Streaming-Setup für Twitch und Co. benötigen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2018.

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Der optimale Streaming-PC: So streamt man Spiele auf Twitch & Co.
Quelle: PC Games Hardware

Streaming-PC: Aller Anfang ist schwer - Worauf Sie achten müssen

Streaming erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit, seien es nun Film- oder Serien-Streams bei Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime Video oder Spiele-Live-Streams aus dem Wohnzimmer des Otto-Normal-Verbrauchers. Allein die führende Strea­ming-Plattform für Videospielinhalte Twitch zählt täglich circa 15 Millionen aktive Nutzer, die im Durchschnitt knapp zwei Stunden pro Tag anderen Leuten beim Spielen zuschauen. Laut den Analysten des Marktforschungsunternehmens­ Super Data Research schalteten seit 2016 fast doppelt so viele Menschen bei Live-Spiele-Streams ein, wie Leute auf dem Film- und Serien-Portal Netflix Inhalte konsumierten. Wir haben uns deshalb für Sie die Mühe gemacht, Hardware auf ihre Streaming-Tauglichkeit hin zu überprüfen, um Ihnen einen Leitfaden für einen erfolgreichen Stream an die Hand zu geben.

Entscheidende Parameter

Ein qualitativ einwandfreier Stream ist nicht nur von Ihrer Computer-Hardware abhängig, sondern kann auch von weiteren Parametern beeinflusst werden. Neben der Bitrate Ihres Uploads wirken sich die Auflösung, die Framerate und die Bildgenauigkeit auf die Qualität ihrer Übertragung aus. Je besser diese Faktoren aufeinander abgestimmt sind, desto besser wird Ihr Stream. Im Folgenden klären wir, wie sich diese Variablen auf Ihre Übertragung auswirken und an welchen Stellschrauben Sie drehen müssen, um ein ansehnliches Ergebnis zu erzielen.

Denn eine Sache ist sicher: Eine universell anwendbare, "perfekte" Einstellung gibt es nicht, stattdessen müssen die Settings indiviuell für jedes Spiel angepasst werden.

Bitrate: Bit für Bit Qualität. Um erfolgreich das eigene Spiel übertragen zu können, benötigt man natürlich eine gute Internetanbindung, denn Ihr Stream verbraucht ordentlich Bandbreite. Maßgeblich entscheidend ist hier vor allem die Geschwindigkeit Ihres Uploads, denn schließlich wird das aufgenommene Gameplay an einen Server gesendet, um dann über eine Plattform wie Youtube Gaming oder Twitch für Zuschauer zugänglich gemacht zu werden. Hier gilt: Je größer Ihr Upload ist, desto qualitativ hochwertiger ist in der Regel Ihr Stream. Prinzipiell können Sie Ihr Spiel aber auch mit 300-700 Kbit/s übertragen. Damit wird aber nur eine Auflösung von 240p möglich sein, was für heutige Anzeigegeräte eher ungeeignet ist. Empfehlenswerter ist ein Mindestupload von 6 Mbit/s, denn hiermit können Sie hochauflösende Bilder mit 720p beziehungsweise 1080p übertragen.

Zur Orientierung können Sie folgende Bitraten für 720p und 1080p heranziehen:

• 720p/30 Fps: ca. 3.000 kbps
• 720p/60 Fps: ca. 4.000 kbps
• 1080p/30 Fps: ca. 5.000 kbps
• 1080p/60 Fps: ca. 6.000 kbps

Bildauflösung: Weniger ist manchmal mehr. High-Definition-Gaming in 1080p ist mittlerweile zum Standard geworden, selbst auf den Konsolen und Rechnern der Spielerschaft halten UHD-Auflösungen immer häufiger Einzug. Beim Streaming sieht es dagegen etwas anders aus, denn hier fehlt die Möglichkeit für UHD nahezu gänzlich. Im Moment laufen die meisten Streams mit 720p oder auch mal in 1080p, mit variierenden Frameraten. Gründe dafür sind der Datendurchsatz und der eigene Prozessor, die dadurch erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden. Konkret bedeutet das: Wenn Sie eine zu schwache Leitung oder CPU haben, senken Sie die Auflösung.

Framerate: Mehr CPU-Power bedeutet mehr Fps. Im Hinblick auf Videospiele dienen oftmals die berühmten 60 Bilder pro Sekunde als Richtwert. PUBG und The Witcher 3 werden oft in 720p60 gestreamt, weil sich die 60 Fps hier durchaus lohnen; in 1080p60 macht die Bandbreite durch Bewegung und Vegetation oft ein matschiges Bild. Bei einem Strategiespiel kann man z. B. auch locker mit 1080/30p streamen. Eine hohe Framerate wie 60 Fps wirkt sich aber direkt auf die CPU-Last aus. Wenn Sie mit 1080p spielen und in 720p streamen, muss die CPU auch Zeit für das Herunterskalieren ausbringen. Wer nur mit 30 Fps streamt, spart sich bei einer schwächeren CPU dann geskippte Frames. Sollten Sie aber eine starke CPU und eine schlechte Internet-Verbindung haben, empfiehlt sich zunächst, 720p60 probieren.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
  • Einsteigertipps zum Streaming
  • Diese Hardware benötigt man als Streamer
  • Interview mit dem Streamer und Youtuber RalFingerTV
  • CPU-und GPU-Last: AMD Ryzen 5 1600
  • CPU-und GPU-Last: Intel Core i7-8700K
  • Kernskalierung Ryzen 7 1800X
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