Ryzen Threadripper 7000: Übertaktung brennt eine versteckte Sicherung durch

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Ryzen Threadripper 7000: Übertaktung brennt eine versteckte Sicherung durch
Quelle: PCGH

Das Übertakten von Ryzen Threadripper 7000 brennt eine versteckte Sicherung durch. Dadurch kamen Gerüchte auf, AMD würde generell Garantiefälle mit übertakteten Prozessoren ablehnen. Dies ist aber nicht der Fall.

Kürzlich wurde entdeckt, dass beim Übertakten der neuesten Threadripper-Prozessoren (Storm Peak) eine Sicherung durchbrennt, wenn der Chip übertaktet wurde. Das hat zu Behauptungen geführt, dass dadurch automatisch die Garantie der Chips für jede Art von Fehler erlischt. AMD betont, dass dies explizit nicht der Fall ist. Es wirft aber die Frage auf, warum überhaupt eine E-Fuse verbaut wird. Darauf ging AMD aber nicht ein.

"Threadripper-Prozessoren der Serie 7000 enthalten eine Sicherung, die durchbrennt, wenn die Übertaktung aktiviert ist. Um das klarzustellen: Das Durchbrennen dieser Sicherung führt nicht zum Erlöschen der Garantie. Aussagen, dass die Aktivierung einer Übertaktungs-/Überspannungsfunktion die Prozessor-Garantie zum Erlöschen bringt, sind nicht korrekt. Gemäß den Standard-Verkaufsbedingungen von AMD schließt die Garantie jegliche Schäden aus, die durch Übertaktung/Überspannung des Prozessors entstehen. Allerdings könnten andere, nicht damit zusammenhängende Probleme immer noch für eine Reparatur/einen Austausch im Rahmen der Garantie infrage kommen", so ein AMD-Vertreter gegenüber Tom's Hardware.

Damit ist die E-Fuse in erster Line dafür da, dass AMD feststellen kann, ob die CPU übertaktet wurde oder nicht; AMD hatte bereits bei Chagall E-Fuses eingesetzt. Spielern sind die vor allem aber aus Zeiten der Xbox 360 bekannt. Für Garantiefälle bei AMD gilt, dass diese durch Übertakten nicht erlischt. Schäden, die aber direkt mit rigorosem Übertakten in Verbindung stehen, werden nicht per Garantie abgedeckt. Es schadet sicher nicht zu wissen, dass AMD Übertakten feststellen wird.

Das Thema nahm auch deshalb Fahrt auf, weil verschiedene Mainboard-Hersteller unterschiedliche Warnungen im BIOS verwenden. Oft wird genau die kopiert, die auch das PBO (Precision Boost Overdrive) zeigt. Im besagten Fall kam vom ODM eine weitere Warnung (via X/Twitter): "Der Übertaktungsmodus wird nun dauerhaft für diesen Prozessor aktiviert und die Garantie erlischt, wie bereits erwähnt."

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Zitat von T-MAXX
        Mich würde als E-Bastler interessieren ob man die Sicherung erneuern kann. Manchmal sind diese kleinen Teile auf dem PCB der CPU verbaut.
        Man stelle ich nur vor, eine dieser CPUs wo die Sicherung durch ist und für ein paar €uro zu ergattern, im Endeffekt wieder flott zu machen.
        Nein, diese "kleinen Teile" sind nicht manchmal auf dem PCB verbaut. Das sind keine SMD-Sicherungen. Es sind keine einzelnen Teile. Eine eFuse ist im integrierten Schaltkreis des Silizium-Mikrochips, also im Die.

        Du brauchst keine CPU "wieder flott machen", weil die eFuse hier absichtlich durchbrennt, wenn die CPU übertaktet wurde. Sie protokolliert nur, dass eine Übertaktung stattfand. Nichts weiter. Die CPU läuft mit der durchgebrannten eFuse ganz normal weiter und Du merkst davon gar nichts.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Zitat von T-MAXX
        Mich würde als E-Bastler interessieren ob man die Sicherung erneuern kann. Manchmal sind diese kleinen Teile auf dem PCB der CPU verbaut.
        Man stelle ich nur vor, eine dieser CPUs wo die Sicherung durch ist und für ein paar €uro zu ergattern, im Endeffekt wieder flott zu machen.
        Nein, diese "kleinen Teile" sind nicht manchmal auf dem PCB verbaut. Das sind keine SMD-Sicherungen. Es sind keine einzelnen Teile. Eine eFuse ist im integrierten Schaltkreis des Silizium-Mikrochips, also im Die.

        Du brauchst keine CPU "wieder flott machen", weil die eFuse hier absichtlich durchbrennt, wenn die CPU übertaktet wurde. Sie protokolliert nur, dass eine Übertaktung stattfand. Nichts weiter. Die CPU läuft mit der durchgebrannten eFuse ganz normal weiter und Du merkst davon gar nichts.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von SFT-GSG
        Jetzt geht die CPU beim Kunden X nach 13 Monaten kaputt....und jetzt? Er hat kein OC betrieben, wer soll da wem was beweisen?
        Du sagst, dass beim Kunden X nach 13 Monaten die CPU kaputt geht, fragst dann wer soll da wem was beweisen! Klare Aussage in dem Fall; AMD bekommt per RMA die CPU und sagt E-Fuse durch, Garantie gebrochen, Fall erledigt (rechtlich betrachtet; ob AMD das tut ist was anderes).

        Wem soll Kunde X jetzt auf die Nerven gehen? Dem Lieferanten? Der wird in dem Fall sogar zweierlei sagen, denn erstens muss du als Kunde jetzt (nach 12 Monaten) nachweisen, dass der Mangel schon zum Zeitpunkt der Auslieferung vorlag. Wie willst du das als Kunde X tun? Mir fällt da keine Möglichkeit ein.

        Zweitens, hier wird es viel schwieriger. Denn selbst wenn du innerhalb der zwölf Monate bist und nicht nachweisen muss, dass der Fehler schon bei Auslieferung vorlag, wird die durchgebrannte E-Fuse (die AMD ja festgestellt hat) dafür sorgen, dass der Händler dir sagt, du wärst es gewesen und in dem Moment landet das Ding vor Gericht und da kannst du gerne mal ein paar Urteile lesen, schwierig bis unmöglich.

        Die einzige Chance die du hast, ist nach Lieferung einen Widerspruch zu machen, in dem du eben erklärst, dass die CPU gebraucht ist, anderenfalls führt der Weg zu Gericht und hier wird am Ende die Zeit dein größter Feind sein, denn nach 13 Monaten sehe ich 0% Chance auf einen gesetzlichen Anspruch!

        Zitat von SFT-GSG
        Glauben ist übrigens das selbe wie nicht wissen.
        Ich weiß, das sollst du mir nur glauben

        Zitat von SFT-GSG
        Auch ist es für den Endkunden erstmal egal was der Hersteller sagt.
        Grds. korrekt.

        Zitat von SFT-GSG
        Der Vertrag ist zwischen Verkäufer und Käufer geschlossen.

        Zitat von SFT-GSG
        Vor Gericht zerreißt Ihn jeder Anwalt der das BGB lesen&abschreiben kann...
        Dem widerspreche ich auch nicht, nur vergisst du dabei eben, dass der Händler sich mit der RMA Diagnose "OC" eben auf den gleichen Standpunkt stellen kann, wie AMD! Denn auch wenn der Vertrag zwischen dem Lieferanten und dir zu Stande gekommen ist, gelten die Herstellerbedingungen als akzeptiert!

        Zitat von SFT-GSG
        Wer gebrauchte Ware als neu verkauft, täuscht den Kunden und ist sowieso haftbar.
        Wenn du dies nachweisen kannst, stimme ich dir 100% zu.

        Zitat von SFT-GSG
        Wenn du auf die Beweistlastumkehr anspielst, die greift erst nach 12 Monaten.
        Dein Fall war 13 Monate; wie gesagt, braucht es diese aber nicht. Denn der theoretische Weg ist in meinen Augen etwas für Lehrbücher. Die Realität wird aber eben sein, du wirst eine RMA an AMD schicken und wenn die (was sie ja nach den Angaben nicht vorhaben) die Diagnose stellen, "nö, E-Fuse durchgebrannt, daher OC" wirst du keine Chance haben! Wie gesagt, du musst in dem Moment nachweisen, dass du eine "gebrauchte" CPU bekommen hast und der Händler hat ja den ersten Anschein (und nur um den geht es innerhalb der 12 Monate) faktisch durch die durchgebrannte E-Fuse widerlegt.
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Im Ursprungspost leider eine Menge.
        Immernoch: Nein. Sachlich belegt hast du Sie nicht.
        Zitat von BigBoymann
        Spätestens jetzt solltest du über deine Aussagen nachdenken, im deutschen Recht ist nahezu nichts einfach, glaubst mir
        Was? Ich glaube du solltest überdenken was du ausdrücken möchtest. Glauben ist übrigens das selbe wie nicht wissen.
        Zitat von BigBoymann
        1.) Nichts anderes habe ich gesagt, AMD ist raus
        Ich auch nicht.
        Zitat von BigBoymann
        2.) Hier wird es problematisch, du als Endkunde kannst natürlich die Ware zurückschicken, aber wenn AMD die Fuse als Defekt bezeichnet, wird der Händler den ersten Anschein damit wohl widerlegen und dich in die Beweislast schieben. Dazu gibt es dann die wildesten Urteile, erinnert mich dann sehr an Gebrauchtwagenhandel und den versteckten Mangel
        Neuware ist keine Gebrauchtware. Auch ist es für den Endkunden erstmal egal was der Hersteller sagt. Der Vertrag ist zwischen Verkäufer und Käufer geschlossen. Natürlich wird ein Händler versuchen sich dadurch vor der Reklamation zu drücken. Vor Gericht zerreißt Ihn jeder Anwalt der das BGB lesen&abschreiben kann...
        Zitat von BigBoymann
        Wenn du Neuware kaufst und dann nicht erkennst, dass es Gebrauchtware ist und hinterher 6 Monate später damit ankommst, schwierig sowas nachzuweisen im CPU Bereich.
        Für Neuware gibt es Definitionen wenn auch gerne von Verkäufern weit ausgelegt. Wer gebrauchte Ware als neu verkauft, täuscht den Kunden und ist sowieso haftbar. Wenn du auf die Beweistlastumkehr anspielst, die greift erst nach 12 Monaten.
        Zitat von BigBoymann
        Das will ich nicht abstreiten, aber du vergisst die NaNachweisthematik.
        Nachweisen kann man das eigentlich einfach über einen Kaufvertrag welcher bei Gebrauchtwagen üblich ist. Wer ein Fahrzeug ohne kauft oder verkauft ist selber schuld. In deinem speziellen Fall mit dem Motor ist es aber sowieso ein Fall für den Gutachter vor Gericht.

        Ich werde dazu auch nichts mehr schreiben, da wir dahingehend wohl unterschiedliche Auffassungen haben und es sonst oftopic wird.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Mich würde als E-Bastler interessieren ob man die Sicherung erneuern kann. Manchmal sind diese kleinen Teile auf dem PCB der CPU verbaut.
        Man stelle ich nur vor, eine dieser CPUs wo die Sicherung durch ist und für ein paar €uro zu ergattern, im Endeffekt wieder flott zu machen.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von SFT-GSG
        Nein, ich verwechsel da gar nichts.
        Im Ursprungspost leider eine Menge.

        Zitat von SFT-GSG
        Doch, im deutschen Recht sogar sehr eindeutig und einfach, wenn man Sie den kennt.
        Spätestens jetzt solltest du über deine Aussagen nachdenken, im deutschen Recht ist nahezu nichts einfach, glaubst mir

        Zitat von SFT-GSG
        Das Problem wird dann der Händler haben wenn AMD die RMA ablehnen würde.
        1.) Nichts anderes habe ich gesagt, AMD ist raus
        2.) Hier wird es problematisch, du als Endkunde kannst natürlich die Ware zurückschicken, aber wenn AMD die Fuse als Defekt bezeichnet, wird der Händler den ersten Anschein damit wohl widerlegen und dich in die Beweislast schieben. Dazu gibt es dann die wildesten Urteile, erinnert mich dann sehr an Gebrauchtwagenhandel und den versteckten Mangel

        Zitat von SFT-GSG
        Gebrauchtware ist wieder was ganz anderes als der Kauf von deklarierter Neuware.
        Wenn du Neuware kaufst und dann nicht erkennst, dass es Gebrauchtware ist und hinterher 6 Monate später damit ankommst, schwierig sowas nachzuweisen im CPU Bereich.

        Zitat von SFT-GSG
        Falls nicht kannst du den Verkäufer für den Schaden haftbar machen ggf. sogar den kauf rückabwickeln
        Das will ich nicht abstreiten, aber du vergisst die Nachweisthematik.
      Direkt zum Diskussionsende
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