SteamOS: Valve und Arch Linux gehen Kooperation ein

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SteamOS: Valve und Arch Linux gehen Kooperation ein
Quelle: Sven Bauduin

Valve und die Entwickler von Arch Linux kooperieren und schaffen neue Synergien, die das freie Betriebssystem, auf dem auch SteamOS basiert, weiter und schneller voranbringen sollen. Im Fokus stehen Sicherheit und schnellere Updates.

Valve und die Entwickler der bekannten Linux-Distribution Arch Linux, welche unter der Federführung von Levente Polyak entwickelt wird, kooperieren und schaffen neue Synergien, die das freie Betriebssystem, auf dem auch SteamOS basiert, weiter und vor allem schneller voranbringen sollen. Im Fokus dieser Zusammenarbeit werden insbesondere eine "höhere Sicherheit sowie schnellere Updates" stehen. Wie der Projektleiter Levente Polyak über die offizielle Mailingliste von Arch Linux kommuniziert hat, geht es um die Umsetzung zweier kritischer Projekte.

Wir freuen uns, ankündigen zu können, dass Arch Linux direkt mit Valve zusammenarbeiten wird. Valve bietet eine großzügige Unterstützung für zwei kritische Projekte, welche eine äußerst große Bedeutung für unsere Verteilung haben werden: Eine neue Build-Service-Infrastruktur und eine sichere Secure Signing Enclave. - Levente Polyak, Arch Linux -

Im ersten Schritt soll deshalb eine neue Build-Service-Infrastruktur eingeführt werden, welche die Arbeit der Betreuer ("Maintainer") der Softwarepakete in den jeweiligen Paketquellen ("Repositories") erleichtern und so wiederum zu schnelleren und zuverlässigeren Updates führen soll. Die neue Secure Signing Enclave soll sicherstellen, dass die Integrität und Sicherheit von Paketen steigen.

Diese Gelegenheit ermöglicht es uns, einige der größten noch ausstehenden Herausforderungen anzugehen, mit denen wir schon seit geraumer Zeit konfrontiert sind.

Die Zusammenarbeit wird den Fortschritt beschleunigen, der uns sonst viel länger gedauert hätte, um ihn zu erreichen, und wird uns letztendlich davon befreien, endlich einige unserer geplanten Vorhaben zu verfolgen.

Wir sind unglaublich dankbar, dass Valve dies möglich gemacht hat und für ihr ausdrückliches Engagement, Arch Linux zu helfen und zu unterstützen. - Levente Polyak, Arch Linux -

Wie der Linux-Entwickler Campbell Jones, seines Zeichens Mitarbeiter von Valve und verantwortlich für die Zusammenarbeit für die Paketierung von Arch Linux, gegenüber GamingOnLinux mitgeteilt hat, wird die Secure Signing Enclave jedoch nicht dazu beitragen, die Kompatibilität von Linux und Anti-Cheat-Engines zu erhöhen.


Anmerkung des Autors: Bekannte Anti-Cheat-Engines wie BattlEye und Easy Anti-Cheat werden bereits vollumfänglich von Proton unterstützt, die Entwicklerstudios müssen diese Option für die Linux-Kompatibilität aber explizit freigeben, was allerdings leider immer noch viel zu selten passiert. Spieler, die sich eine Übersicht über unterstützte Spiele mit Anti-Cheat-Engine verschaffen wollen, sollten vorab immer die Website areweanticheatyet.com konsultieren.


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Quelle: Arch Linux Mailingliste via GamingOnLinux

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Sehe da nur was von vereinheitlichte Zertifikatssignatur für Pakete, sonst steht da überhaupt nichts von Zusammenarbeit oder dem Anpassen von SteamOS allgemein an PCs mit beliebiger Ausstattung...
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Sehe da nur was von vereinheitlichte Zertifikatssignatur für Pakete, sonst steht da überhaupt nichts von Zusammenarbeit oder dem Anpassen von SteamOS allgemein an PCs mit beliebiger Ausstattung...
      • Von wanderfalke1988 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von BikeRider
        Solang es dann bedeutet, dass Spiele auf/mit allen Linux Distrus laufen/funktionieren, sicherlich gut.
        Dafür ist ja am ende Proton/WIne zuständig.
        Aber auch hier gibt Valve die Errungenschaften zurück an das eigentlich Projekt bzw ist ja eh Open Source und jeder darf sich bedienen.
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Zitat von Kerplunk
        klingt unwahrscheinlich, weil warum sollten Anti-Cheat-Engines Anbieter ein Opt-In für einen schlechten Schutz anbieten?

        Und als Publisher würde man diese schwäche als Grund nennen, anstatt die kleine Zielgruppe um keinen Linux support anzubieten
        Das sind solche Schnittstellen wie sie auch von CrowdStrike genutzt wurden. Werbung macht man damit vielleicht eher nicht. Siehe zum Beispiel:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Viele AC-Systeme haben im Grunde ähnliche Eigenschaften wie Root-Kits. Siehe Vanguard. Die Publisher vermeiden dieses Thema so gut es geht, denn mit sauberen Mitteln wird dort nicht gearbeitet. So mein Eindruck.
      • Von Gast1727989802
        Zitat von 1xok
        Die Frage ist vielleicht wie hoch die (theoretische) Schutzwirkung unter Proton ist. Vielleicht ist es unter Proton leichter das System zu umgehen (reine Spekulation, hab keine Ahnung). Diese AC-Syteme der Konkurrenz klinken sich ja tief in den Kernel ein. Unter Linux funktioniert das so nicht.
        klingt unwahrscheinlich, weil warum sollten Anti-Cheat-Engines Anbieter ein Opt-In für einen schlechten Schutz anbieten?

        Und als Publisher würde man diese schwäche als Grund nennen, anstatt die kleine Zielgruppe um keinen Linux support anzubieten
      • Von sophocles Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Als Windows Nutzer beinahe der ersten Stunde (mein erstes Windows war 3.0) habe ich Linux zwar oft genug getestet, bin aber am Ende doch immer wieder bei Windows gelandet.

        Wie dem auch sei - bei dem Mist, den MS derzeit veranstaltet, bin ich schwer geneigt, endgültig umzusteigen. Von daher kann ich die Kooperationen und eigenen Investitionen von Valve in dem Bereich nur gutheißen. Je früher Linux zur vollwertigen Alternative zu Windows auch für Gamingbedürfnisse wird, desto besser!
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