Steam vs. Epic Games Store: Der Witchfire-Entwickler erklärt, warum Valve die Nase vorn hat
Steam ist die Nummer eins der Spieleplattformen. Zwar tritt Epic Games mit seinem Store seit Jahren gegen Valve an, ist aber nicht annähernd so erfolgreich. Der Entwickler des Roguelikes Witchfire hat dafür eine ganz einfache Erklärung.
Vermutlich fast alle, die Videospiele am Computer spielen, kennen Steam. Die Plattform von Valve, die im September 2003 online ging, ist der mit Abstand beliebteste Online-Store für Spiele. Mittlerweile tummeln sich dort über 200.000 Titel und buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Alleine 2025 kamen laut SteamDB bisher über 19.000 Neuveröffentlichungen dazu. Seit ziemlich genau sieben Jahren versucht auch Epic Games mit seinem eigenen Store, Nutzer zu gewinnen. Den Erfolg von Steam konnte man bisher aber nicht replizieren. Doch warum ist das so?
Adrian Chmielarz, der Entwickler und Creative Director des Indie-Roguelikes Witchfire, hat jetzt im Rahmen eines Interviews seine ganz eigene Theorie dazu aufgestellt, warum Epic trotz großer Investitionen wie wöchentlich kostenloser Spiele den Großteil der Steam-Nutzer nicht für sich gewinnen kann.
Steam ist das zu Hause
Chmielarz zufolge liegt das an der emotionalen Bindung, die Steam zu seinen Nutzern aufbaut. Denn Valves Plattform sei im Gegensatz zu Epics Angebot nicht nur ein reiner Store. Steam sei eine Community. Durch Funktionen wie Rezensionen, den Steam Workshop oder Community Hubs gehe das Angebot weit über das hinaus, was der Epic Games Store (EGS) biete.
"In den Community-Hubs passiert tatsächlich so viel für jedes einzelne Spiel, viel mehr, als ich mir jemals vorgestellt habe, und es ist kein Wunder, dass die Leute sich emotional an Steam binden. Und dann denken sie sich: 'Okay, hier ist mein Zuhause, also ist auch meine persönliche Bibliothek hier.'", meint Chmielarz. "Die Spieler nutzen EGS im Grunde genommen nicht als ihr Zuhause, es ist für sie kein Zuhause. [...] Dort gibt es nichts zu tun, außer etwas zu kaufen. Daher wird [der Epic Games Store] immer gegen eine Plattform verlieren, die obendrein emotional ist und auf der man sich grundsätzlich beschäftigen kann", ergänzt er.
Dazu kommt sicherlich noch, dass viele Spieler zu dem Zeitpunkt, als der Epic Games Store seine Pforten öffnete, schon über Jahre hinweg eine umfangreiche Spielbibliothek bei Steam aufgebaut hatten. Eine solche Sammlung 'zurückzulassen' bzw. auf einen anderen Store als Hauptplattform umzusteigen, wird dadurch noch weiter erschwert.
Trotz alledem ist Chmielarz ein Fan des EPGs. Denn dort erschien Witchfire als ein zeitlich begrenzter Exklusivtitel. Der damalige Deal sei essenziell für das Studio gewesen. "Epic hat uns erlaubt, unsere Unabhängigkeit zu bewahren, weil uns das Geld ausgegangen war", verriet der Entwickler. "Ich finde es sehr gut, dass es EGS gibt, denn ich denke, Wettbewerb ist immer gut. Es ist ganz einfach, und ich habe dadurch eine Menge kostenlose Spiele bekommen".
Ihre Meinung ist gefragt!
Was denken Sie? Fühlen Sie sich emotional mit Steam verbunden oder gibt es andere Gründe dafür, dass Valves Plattform so erfolgreich ist? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie auch bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: FRVR

Die haben natürlich einiges geleistet und nen echten Glückgriff mit diesem Proton-Kram getan und ja, deutlich besser als Epic und Co sowieso.
Aber Foren gabs schon immer, auch ohne Steam. Updatezwang hat mir mehr Arbeit bereitet als ohne.
Aber sonst wollen die auch nur mein Bestes 😉 Ich kauf immer beim günstigsten Anbieter.
Mittlerweile nutz ich einen dieser Plattform-Verwalter, der Übersicht halber.
Und Viva GOG. DRM frei und Updates aussuchen 👍🏻
Und obwohl Steam mit seiner Marktmacht ein Quasi Monopol hat, bauen sie immer weiter Nutzerfreundliche Funktionen usw. in den Client ein.
-Da wäre der Linux Support
-Das Steam Forum
-Das einfache verwalten von Backups
-Eine recht unkomplizierte Rückgabe von Spielen
-Das streamen von Spielen via Steam
-Installationen lassen sich von unterwegs aus vom Smartphone steuern.
-2FA per Steam App
-Steam Mods
-Breiter Support von Gamecontrollern, selbst für Spiele welche dies nicht nativ können
-VR Support für fast alle wichtigen VR Headsets
-Der Big Picture Modus für den Gaming PC im Wohnzimmer
-Eigene Hardware
-Insgesamt ein stimmiges Ökosystem
Klar, das musste alles erst wachsen!
Bei Epic Games sehe ich dennoch keine Bemühungen auch nur im entferntesten gleich zu ziehen.
Epic Games spielt gerne den goldenen Ritter.
Dabei könnte Epic Games so vieles relativ leicht selbst liefern. Das will man aber anscheinend nicht.
Wir sollen kaufen! Nicht mehr.
Das gleiche gilt sicherlich auch für jeden anderen Launcher. Ja auch explizit GOG. Auch die könnten wesentlich mehr liefern.
Steam ist auch kein goldener Ritter, aber bei dene fühlt sich die Reibung wenigstens nach Nestwärme an.
Eine Kunst die nur sehr wenige Unternehmen verstehen.
Bei Epic wundert es mich bis heute, wie absolut unambitioniert man den eigenen Shop betreibt und wie wenig man bereit ist, von der Konkurrenz zu lernen.
Und Zack… 22 Jahre später, stellt sich heraus: War doch nicht so schlecht.
Wenn ein Spiel Mod Support bietet ist der Workshop halt staupraktisch. Epic hat nichts dergleichen.
Auch Steam remote play (together) und co sind tolle Features. So kann ich wieder mal ein saupraktisches Feature Out of the box nutzen ohne auf externe Zusatzsoftware zurückgreifen zu müssen....
Ich bin emotional komplett ungebunden und nutze durchaus auch mal die anderen Stores beispielsweise wenn Preise günstiger sein sollten und die Spiele keiner dieser Features verwenden.
Aber ich bin halt rational gebunden. Warum sollte ich mir ein schlechteres Produkt kaufen, wenn das bessere Produkt bei meiner Plattform auch vorhanden ist?
Epic muss endlich begreifen. Spiele verschenken alleine bringt nichts wenn sie im Store selbst nicht mindestens gleichziehen....