Steam vs. Epic Games Store: Der Witchfire-Entwickler erklärt, warum Valve die Nase vorn hat

16
News Felix Krauth Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Steam vs. Epic Games Store: Der Witchfire-Entwickler erklärt, warum Valve die Nase vorn hat
Quelle: Erstellt mit ChatGPT, Epic Games, Valve

Steam ist die Nummer eins der Spieleplattformen. Zwar tritt Epic Games mit seinem Store seit Jahren gegen Valve an, ist aber nicht annähernd so erfolgreich. Der Entwickler des Roguelikes Witchfire hat dafür eine ganz einfache Erklärung.

Vermutlich fast alle, die Videospiele am Computer spielen, kennen Steam. Die Plattform von Valve, die im September 2003 online ging, ist der mit Abstand beliebteste Online-Store für Spiele. Mittlerweile tummeln sich dort über 200.000 Titel und buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Alleine 2025 kamen laut SteamDB bisher über 19.000 Neuveröffentlichungen dazu. Seit ziemlich genau sieben Jahren versucht auch Epic Games mit seinem eigenen Store, Nutzer zu gewinnen. Den Erfolg von Steam konnte man bisher aber nicht replizieren. Doch warum ist das so?

Adrian Chmielarz, der Entwickler und Creative Director des Indie-Roguelikes Witchfire, hat jetzt im Rahmen eines Interviews seine ganz eigene Theorie dazu aufgestellt, warum Epic trotz großer Investitionen wie wöchentlich kostenloser Spiele den Großteil der Steam-Nutzer nicht für sich gewinnen kann.

Steam ist das zu Hause

Chmielarz zufolge liegt das an der emotionalen Bindung, die Steam zu seinen Nutzern aufbaut. Denn Valves Plattform sei im Gegensatz zu Epics Angebot nicht nur ein reiner Store. Steam sei eine Community. Durch Funktionen wie Rezensionen, den Steam Workshop oder Community Hubs gehe das Angebot weit über das hinaus, was der Epic Games Store (EGS) biete.

"In den Community-Hubs passiert tatsächlich so viel für jedes einzelne Spiel, viel mehr, als ich mir jemals vorgestellt habe, und es ist kein Wunder, dass die Leute sich emotional an Steam binden. Und dann denken sie sich: 'Okay, hier ist mein Zuhause, also ist auch meine persönliche Bibliothek hier.'", meint Chmielarz. "Die Spieler nutzen EGS im Grunde genommen nicht als ihr Zuhause, es ist für sie kein Zuhause. [...] Dort gibt es nichts zu tun, außer etwas zu kaufen. Daher wird [der Epic Games Store] immer gegen eine Plattform verlieren, die obendrein emotional ist und auf der man sich grundsätzlich beschäftigen kann", ergänzt er.

Dazu kommt sicherlich noch, dass viele Spieler zu dem Zeitpunkt, als der Epic Games Store seine Pforten öffnete, schon über Jahre hinweg eine umfangreiche Spielbibliothek bei Steam aufgebaut hatten. Eine solche Sammlung 'zurückzulassen' bzw. auf einen anderen Store als Hauptplattform umzusteigen, wird dadurch noch weiter erschwert.

Trotz alledem ist Chmielarz ein Fan des EPGs. Denn dort erschien Witchfire als ein zeitlich begrenzter Exklusivtitel. Der damalige Deal sei essenziell für das Studio gewesen. "Epic hat uns erlaubt, unsere Unabhängigkeit zu bewahren, weil uns das Geld ausgegangen war", verriet der Entwickler. "Ich finde es sehr gut, dass es EGS gibt, denn ich denke, Wettbewerb ist immer gut. Es ist ganz einfach, und ich habe dadurch eine Menge kostenlose Spiele bekommen".

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was denken Sie? Fühlen Sie sich emotional mit Steam verbunden oder gibt es andere Gründe dafür, dass Valves Plattform so erfolgreich ist? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie auch bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: FRVR

16
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JoeyTai Freizeitschrauber(in)
        Auf Epic kaufe ich nicht, auf Steam schon. Aber gog mag ich wirklich.. ein Ausbau von gog und der gog community würde mir daher sehr gefallen. Bin mir aber bicht sicher ob geössere Shares bei Game-Neuerscheiungen ausreichen um die Studios und Publisher davon zu überzeugen da exclusiv bzw. gleichzeitig mit steam zu veröffentlichen.
      • Von JoeyTai Freizeitschrauber(in)
        Auf Epic kaufe ich nicht, auf Steam schon. Aber gog mag ich wirklich.. ein Ausbau von gog und der gog community würde mir daher sehr gefallen. Bin mir aber bicht sicher ob geössere Shares bei Game-Neuerscheiungen ausreichen um die Studios und Publisher davon zu überzeugen da exclusiv bzw. gleichzeitig mit steam zu veröffentlichen.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Ich verstehe diesen Steam Hype nicht. Bin ich wohl zu alt zu🤷🏼‍♂️
        Die haben natürlich einiges geleistet und nen echten Glückgriff mit diesem Proton-Kram getan und ja, deutlich besser als Epic und Co sowieso.
        Aber Foren gabs schon immer, auch ohne Steam. Updatezwang hat mir mehr Arbeit bereitet als ohne.
        Aber sonst wollen die auch nur mein Bestes 😉 Ich kauf immer beim günstigsten Anbieter.
        Mittlerweile nutz ich einen dieser Plattform-Verwalter, der Übersicht halber.
        Und Viva GOG. DRM frei und Updates aussuchen 👍🏻
      • Von N3xtrem86 Komplett-PC-Käufer(in)
        Anders als Epic Games, liefert Steam einfach ab.
        Und obwohl Steam mit seiner Marktmacht ein Quasi Monopol hat, bauen sie immer weiter Nutzerfreundliche Funktionen usw. in den Client ein.
        -Da wäre der Linux Support
        -Das Steam Forum
        -Das einfache verwalten von Backups
        -Eine recht unkomplizierte Rückgabe von Spielen
        -Das streamen von Spielen via Steam
        -Installationen lassen sich von unterwegs aus vom Smartphone steuern.
        -2FA per Steam App
        -Steam Mods
        -Breiter Support von Gamecontrollern, selbst für Spiele welche dies nicht nativ können
        -VR Support für fast alle wichtigen VR Headsets
        -Der Big Picture Modus für den Gaming PC im Wohnzimmer
        -Eigene Hardware
        -Insgesamt ein stimmiges Ökosystem

        Klar, das musste alles erst wachsen!
        Bei Epic Games sehe ich dennoch keine Bemühungen auch nur im entferntesten gleich zu ziehen.
        Epic Games spielt gerne den goldenen Ritter.
        Dabei könnte Epic Games so vieles relativ leicht selbst liefern. Das will man aber anscheinend nicht.
        Wir sollen kaufen! Nicht mehr.

        Das gleiche gilt sicherlich auch für jeden anderen Launcher. Ja auch explizit GOG. Auch die könnten wesentlich mehr liefern.

        Steam ist auch kein goldener Ritter, aber bei dene fühlt sich die Reibung wenigstens nach Nestwärme an.
        Eine Kunst die nur sehr wenige Unternehmen verstehen.
      • Von shaboo BIOS-Overclocker(in)
        Schon interessant, wie die Leute damals bei Steam über Internetzwang, Accountbindung und DRM hergezogen sind, und es heutig heimelig als ihr "Zuhause" ansehen; so ändern sich die Zeiten. Aber gut, der Shop bietet mit seinen Features halt auch einen Mehrwert, den man im Laufe der Zeit vielleicht zu schätzen weiß.

        Bei Epic wundert es mich bis heute, wie absolut unambitioniert man den eigenen Shop betreibt und wie wenig man bereit ist, von der Konkurrenz zu lernen.
      • Von BlackyRay Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RandomGardener
        Ja, was haben wir damals alle rumgeheult, das CS:S und HL2 nur mit Steam Client zu spielen war/ist. Gängelung! Mein Spiel gehört mir! Ressourcenverbrauch! Gleicher, falscher, Weg wie EA und Ubisoft!

        Und Zack… 22 Jahre später, stellt sich heraus: War doch nicht so schlecht.
        Steam hat aber halt auch viel dafür getan, dass es nicht so schlecht war. Bei Epic gibt's nur stillstand.....
        Zitat von shaboo
        Die Gründe dürften wohl für alle offensichtlich sein; da spricht dieser Entwickler einfach nur das aus, was sowieso allen klar ist: Ohne Community-Features, wie Rezensionen, Foren und Workshops, kein Community-Gefühl und damit auch keine emotionale Bindung.
        Mir persönlich ist die emotionale Bindung sowas von egal, aber halt die Features nicht....

        Wenn ein Spiel Mod Support bietet ist der Workshop halt staupraktisch. Epic hat nichts dergleichen.

        Auch Steam remote play (together) und co sind tolle Features. So kann ich wieder mal ein saupraktisches Feature Out of the box nutzen ohne auf externe Zusatzsoftware zurückgreifen zu müssen....

        Ich bin emotional komplett ungebunden und nutze durchaus auch mal die anderen Stores beispielsweise wenn Preise günstiger sein sollten und die Spiele keiner dieser Features verwenden.

        Aber ich bin halt rational gebunden. Warum sollte ich mir ein schlechteres Produkt kaufen, wenn das bessere Produkt bei meiner Plattform auch vorhanden ist?

        Epic muss endlich begreifen. Spiele verschenken alleine bringt nichts wenn sie im Store selbst nicht mindestens gleichziehen....
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk