Dramatische Lage bei Steam: Tausende Spiele gehen komplett unter
Einer Analyse zufolge läuft eine alarmierend hohe Zahl an Steam-Spielen komplett unter dem Radar und schafft es nicht mal, die Valve-Gebühr von 100 US-Dollar wieder einzuspielen.
Dass Valves Plattform Steam bei Entwicklern sehr beliebt ist, ist kein Geheimnis. Dass ein sehr großer Anteil der Veröffentlichungen nahezu ohne Käufer bleibt, ist jedoch neu.
Dramatische Situation für Klein-Entwickler auf Steam
Wie die Webseite Gamesradar unter Berufung auf Zahlen der Analyse-Webseite Gamalytic berichtet, fordert die wachsende Zahl an Steam-Veröffentlichungen Opfer. Jedes Jahr steigen die Spielezahlen, von gut 1.700 Spielen im Jahr 2014 über 9.600 Spielen 2020 bis zu 18.600 Spielen im Jahr 2024. Auch 2025 dürfte sich der Trend fortsetzen. Das heißt aber nicht, dass alle Spiele auch erfolgreich sind, im Gegenteil.
Wie der Entwickler von Soulash auf X vorrechnet, haben gut 8 Prozent der Veröffentlichungen dieses Jahr mehr als 100.000 US-Dollar eingespielt. So weit, so gut. Auf der anderen Seite des Tisches sitzen aber 40 Prozent der Spiele, bei denen die Entwickler nicht einmal die Veröffentlichungsgebühr von 100 US-Dollar eingespielt haben. Diese Gebühr ist beim Einreichen auf Steam fällig und wird erst dann erstattet, wenn man einen Bruttoumsatz von 1.000 US-Dollar erzielt hat.
30 Prozent der Spiele schaffen der Analyse zufolge nur einen durchschnittlichen Umsatz von 37 US-Dollar. Gut zwei Drittel der Steam-Veröffentlichungen von 2025 haben den Daten zufolge weniger als 1.000 US-Dollar Umsatz erreicht. Das sind dramatische Zahlen, denn hinter den Spielen stehen teilweise Solo-Entwickler, die jahrelang an ihrem Herzensprojekt gearbeitet haben. Die Vielzahl an Spieleveröffentlichungen sorgt dabei auch dafür, dass die traditionelle Berichterstattung über Webseiten kaum hinterherkommt. 15.000 Spiele pro Jahr kann niemand sinnvoll redaktionell betreuen.
Eine Einschränkung muss man bei den Zahlen berücksichtigen: Gamalytic kann keine Zahlen direkt von Steam verarbeiten, ist sich aber sicher, mit einer geringen Fehlerquote zu arbeiten und valide Hochrechnungen liefern zu können. Schwieriger dürften die Schätzungen bei Free2Play-Spielen und Bundles sein, hier muss man von größeren Abweichungen ausgehen. Das ändert aber nichts daran, dass immer mehr Steam-Spiele untergehen und teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
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hat über eins der Spiele schon berichtet, wie ich gesehen habe:
Ich nehme mal 2 Spiele, die im Early Access sind und nicht gerade AA, oder AAA Titel sind.
Dann mal nach den Aufrufen schauen. Da kommen doch teils deutlich über 10K Aufrufe bei rum:
1. Beispiel:
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2. Beispiel SurrounDead:
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Ich weiß jetzt nicht wie groß die Publisher sind, aber groß sind sie sicher nicht (edit: 1 Person? ^^ ).
Auch ein kleines Magazin
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Ganz ohne Aufmerksamkeit kommen die Zahlen halt nicht nach oben.
Man muss schon irgendwie von einem Spiel erfahren, damit man es mal auf den Radar kriegt.
Edit2:
Oh ... schaut mal:
Der hat sogar über 1 Mio Abbonnenten und hat über das 1 Mann Spiel berichtet:
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Geht doch.
Der Aspekt des Henne-Ei-Prinzips. Würden Streamer auf solche Summen von Abos kommen, wenn sie so intensiv den Sohlenstaub in Steam gestreamt hätten, oder haben sie ihre Reichweite nur deshalb, weil sie Spiele streamen, welche die breite Maße interessiert?
Aufrufe über bekannte Titel sind viel wahrscheinlicher, weil die Videos sogar als Beifang unter den Vorschlägen landen.
Was ich in diesem Rahmen zu vermitteln versuche: Bei dieser Masse an Releases sind selbst Nischen ratzfatz überlaufen.
Der von dir verlinkte Youtuber hat zum Beispiel über 100.000 Abonnenten, was natürlich schon recht werbewirksam ist. Aber als jemand, der selbst mal bei einem 100k-Channel mitgemacht hat (jetzt ist es ein 200k-Channel
Kleinere Spiele gibt es, trotz 129 Videos alleine im letzten Monat, nur vier Stück. Ale Abbey sieht dabei nach Indy-Einzelentwickler aus, aber der Publisher dahinter ist locker B-Riege und der zu Menace https://store.steampowere... schon eher Double-A denn Single-A. Eriksholm kann ich gerade in seiner Bedeutung nicht einordnen, hat aber zumindest auch schon mal einen kleinen Publisher gefunden und die Teamseite listet 18 Vollzeitmitarbeiter, davon viele aus Microsoft- und EA-AAA-Teams. Der einzige echte Indie-Titel im Repertoire dieses Streamers ist Master of Command. Und dessen inhaltliche Schnittmenge mit Transport Fever, Bloodlines und Eriksholm ist ehrlich gesagt "alles, was kein Sci-Fi enthält". Da dürften pro Monat locker 500 Titel erschienen, die man mit gleicher Berechtigung hätte bringen können, aber 499 haben keine Chance erhalten.
Was ich damit sagen will: Deine Idee "erstmal bei den kleinen anklopfen" klingt gut. Aber der real vorliegende Maßstab entspricht ungefähr "wenn einen die großen Fußballvereine als Anfänger einfach ignorieren, soll man halt einfach mal zum VfL Bochum auf den Platz gehen und da mitkicken". Auf Motorsport übertragen "Wenn es mit der Formel 1 noch nicht klappt, beweist man sich halt erstmal in der DTM" respektive bei Musik "halt bei Rock im Park oder Wacken spielen, wenn einen keiner für eine Solo-Tournee bucht". Streamer wie der von dir vorgeschlagene sind für mindestens 99 Prozent aller veröffentlichten Titel komplett unerreichbar. Für das letzte Prozent ist es immer noch ein Glücksspiel, aus eigener Kraft Screentime auf diesem Level zu bekommen. Reelle Chancen hat ein 08/15 Solo-Entwickler drei Klassen tiefen, wo es dann 10 bis 100 Views gibt. Da kann man auch ebenso gut eine Freeware-Demo von Hand verbreiten; erreicht mehr Menschen.
Und denke nicht, dass da noch viel Luft für anderes nebenbei wäre.
Das war doch nur ein Beispiel, wie ich das meinte, dass man Streamer nach Themen raussuchen könnte (als Entwickler und "kleine Klitsche").
Ich hatte zuletzt jedenfalls irgendeinen Streamer gesehen, der von sich sagte, dass er sehr gerne Survival Aufbauspiele spielt. Da ich die Kanäle aber immer nur überfliege, weiß ich da grad nix. Aber so würde ich das machen, wenn ich Entwickler wäre. Da würde ich ja nicht nur eine Suche starten, sondern genauer recherchieren, welche Streamer sich anbieten würden, je nach Thema.
Die Zeit will ich jetzt nicht extra investieren. Will ja nicht 1 Tag jetzt wegen dieses postings suchen, um irgendein Beispiel zu erklären.
Ich denke das Prinzip is klar, was ich meine.
Du solltest natürlich nicht unbedingt einen Streamer mit 5 Abonnenten nehmen. Klar.
Eher viele (edit: Streamer), mit je 500, 1000, oder gern noch viel mehr Abos.
Und wenn sich das dann unter den Leuten rumspricht, werden die auch Bewertungen auf Steam dalassen und es wird vielleicht hier und da in einem Forum erwähnt. Das wäre auf jeden Fall besser, als wenn man gar keine Werbung macht.
Man muss natürlich am Ball bleiben und Energie investieren. Aber das ist Entwicklerarbeit und nicht jetzt meine, als einfacher Zocker.
Für deine obige Frage wäre vielleicht jemand wie "Steinwallen" geeignet, wobei ich da jetzt mal 1, 2 Spiele gecheckt habe.
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Aber zuletzt war ich auf irgendeinem englischen Kanal und die englischsprachigen haben normal mehr Abonnenten, da sie ja nicht so durch "deutsch limitiert" sind.
Aber stress' mich doch nicht so
Peace!
Geb' mich geschlagen. Hast Recht! (Und ich meine Ruhe
Und denke nicht, dass da noch viel Luft für anderes nebenbei wäre. Kurze Suche für 2025 auf Steam
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Ein Titel, dessen Designer Ansprüche in Richtung "Mittelalter Aufbaustrategie" anmelden, erscheint grob alle zwei Wochen. Heißt nicht, dass alle diese Spiele das versprochene auch bieten (ich habe nicht einmal reingeguckt), aber solange ein Entwickler der Meinung ist, dass behaupten zu können, wird er trotzdem die Anfragen rausspammen. Und das werden zusätzlich auch noch Entwickler versuchen, welche der Meinung sind, "sowas ähnliches" zu machen. Hier zum Beispiel mal die direkten Suchergebnisse ohne die Einschränkung "Aufbau" und mit "Fantasy" statt Mittelalter, was ja oftmals als vergleichbares Setting zusammengeworfen wird.
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Das sind rund 10 Veröffentlichungen jede Woche. Wann ist bei deinem "nur Mittelalter Aufbaustrategie"-Spezialisten die Grenze erreicht, aber der er eingehende "Teste mich!"-Angebote nur noch ungelesen in den Papierkorb schmeißt?
StutterStruggle hat, als letzter der sich in dieser Form geäußert hat, vollkommen recht wenn er sagt, dass niemand diesen Ansturm erfassen kann und somit viele hinten runter fallen müssen. Aus Spielersicht wäre es jetzt sinnvoll, wenn die sich stattdessen zusammentun würden, um weniger aber bessere Spiele zu machen. Aber die Realität sieht halt, aus naheliegenden Gründen, anders aus und das war auch schon immer der Fall. Früher, als die kommerzielle Veröffentlichung eines Spiels noch eine echte Investition war, standen halt die Publisher dazwischen und haben Perlen raus zu fischen versucht. Der (in Teilen ja durchaus spielbare) Trash wanderte auf die "2 Mark für 200 Spiele auf einer"-CDs.