[04/04/2025] Steam & Co: Mein Passwort lautet ... anders als zuvor. Je mehr ich dazu schreibe, desto einfacher ist es, es zu knacken. Nach dem gemunkelten Daten-Leck bei Steam habe ich jedenfalls ein neues eingerichtet, schaden tut das ja eher selten (es sei denn, man vergisst es prompt). Ich nutze natürlich auch Steam-Guard und Co. Der Account ist also auch mehrfach gesichert. Das nervt zwar einerseits durch die ständigen Bestätigungsaufrufe, da ich auch relativ häufig die Systeme wechsle, allerdings erscheint mir das trotzdem ziemlich sinnvoll. Allerdings kann natürlich auch der E-Mail-Account geknackt werden, da hatte ich tatsächlich einmal einen Fall – ansonsten bin ich von Hax0r-Account-Klau bislang weitgehend verschont geblieben, die eine oder andere Wunder-Phallus-Wachstumspille oder ewig sprudelnden Abzocktipps für Crypto-Scam im E-Mail-Spam-Ordner beiseite.
Den geknackten Mail-Account habe ich nie wieder gesehen. "Bitte belegen Sie Ihre Identität". Na gut, schicke ich eben einen Scan meines Personalausweises an den Betreiber. "Reicht nicht". Wie "reicht nicht"? Reisepass vielleicht? "Nein, reicht auch nicht." Was soll ich da noch machen? Meine Geburtsurkunde mitschicken? Vielleicht noch das Grundschul- und Freischwimmerzeugnis? Den Angelschein? Das Pfadfinder- und Jugendsportabzeichen? Vielleicht auch noch notariell bestätigt? Wenn eines besonders bei der Digitalisierung in Deutschland vorangetrieben wird, dann offenkundig die Herüberrettung und möglichst umfassende Bewahrung der piefig-bräsigen Amtstuben-Bürokratie, die einem mit teilnahmslosem, passiv-aggressivem Desinteresse die Vitalität und Lebenszeit aus den Gliedern saugt.
Anyway. Den E-Mail-Account habe ich danach abgeschrieben. Es war eh mehr oder minder ein Wegwerf-Account. Allerdings muss man sich ja auch von denen ständig neue holen, wenn die alten vollmüllen. Und dann hängt man wieder an der Passwort-Eingabe. Und lässt sich bestenfalls was Neues einfallen, das einem obendrein nicht gleich wieder entfällt. Sonst muss man sich ja gleich wieder Bestätigungsaufforderungen, E-Mail- oder Smartphone-Sicherheits-Check durchlaufen. Und auch wenn man da eher nicht mit störrisch wieherndem, digitalisierten Amtsschimmel diskutieren muss, so ist es dennoch ein nerviger bürokratischer Vorgang. (Philipp "Wall of text returns" Reuther)