Gamer Girl: Trailer des FMV-Spiels massiv unter Beschuss, Ankündigung zurückgenommen

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Gamer Girl: Trailer des FMV-Spiels strittig, Ankündigung zurückgenommen
Quelle: Wales Interactive

Das Entwicklerstudio Wales Interactive hat kürzlich ihr nächstes Projekt - einen Full-Motion-Video-Thriller mit dem Namen Gamer Girl - angekündigt. Schlussendlich musste jedoch die gesamte Ankündigung zurückgenommen werden, da der vorgestellte Trailer kritisch aufgenommen wurde.

Der FMV-Thriller Gamer Girl handelt von der fiktiven Streamerin Abicake99, die von dem Spieler als Moderator des Streams unterstützen werden soll. Als Moderator soll man also Kommentare moderieren, für ein gutes Stream-Klima sorgen, nervige Internet-Trolle bekämpfen und der Streamerin zu mehr Abonnenten verhelfen. Dabei wird man immer mehr auch in ihr privates Leben involviert und trifft auch Entscheidungen für ihr reales Leben. Ihre Freundin Becky verschwand unter mysteriösen Umständen und so muss der Spieler sie vor einem Unbekannten mit bedrohlichen Absichten beschützen.

Gamer Girl: Ein Kontroverser Trailer

Auch wenn die Prämisse von Gamer Girl als Thriller vielleicht vielversprechend klingen mag, so ist die Umsetzung des Trailers beileibe als problematisch zu bezeichnen. In einer Zeit, in der innerhalb der Gaming-Branche Missbrauch und sexuelles Fehlverhalten vermehrt angesprochen wird, kommt Gamer Girl weniger als sensibles und empathisches Spiel daher, sondern mehr als Exploitation-Machwerk im Stile des berüchtigten und peinlichen Night Trap aus den 90ern. Auf Twitter mehrte sich demnach auch die Kritik an dem vom offiziellen Playstation-Konto veröffentlichten Trailer. So wurde kritisiert, dass das Spiel für Betroffene traumatisierend sein könne und der Titel lediglich toxische männliche Machtfantasien bedienen würde.

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Gamer Girls: Statement des Entwicklerstudios

Wales Interactive erwiderte, dass Gamer Girl das Bild einer starken Frau zeichnen würde, die sich gegen Trolle im Chat verteidige. Dabei würde das Problemfeld toxisches Verhalten verstärkt in den Vordergrund gerückt. Des Weiteren erklärte das Entwicklerstudio: "Die Recherchen zu den Streaming-Inhalten von Gamer Girl dauerten vier Jahre und das Entwicklerteam von FMV Future interviewte Dutzende von weiblichen Streamern, von denen die meisten Online-Missbräuche verschiedener Art erlebt haben - einige haben ihre Erfahrungen sogar während Interviews innerhalb des Spiels mitgeteilt. Online-Missbrauch ist real und geschieht immer noch jeden Tag - Gamer Girl versucht, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen."

The Last of Us Part 2 wird zum Mahlstrom für kontroverse Diskussionen
Wales Interactive machte sodann jedoch einen Rückzieher und löschte den Trailer, sonstige dazugehörige Informationen und sämtliche Pressematerialien, die sie zuvor veröffentlichten. Die Veröffentlichung von Gamer Girl war für September 2020 für PC, Playstation 4, Nintendo Switch und Xbox One angedacht. Es bleibt abzuwarten, ob das Spiel überhaupt noch erscheinen wird oder lediglich die Vermarktung überdacht wird.

Quelle: PCGamer

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von eclipso
        Zitat von latiose88
        Echt schade was da so einige Gewisse Menschen,das ganze schöne zu nichte machen können.
        Es sind vor allem die "echten" Streamerinnen. Das Spiel soll grundsätzlich auf das toxische Umfeld im Internet aufmerksam machen, dass durch Anonymität entsteht. Letztlich bedient es auf Seite der Krikiterinnen und Kritiker (die echte Streamer sind), aber zu viele Klischee's und war schon während der Entwicklung (intern) umstritten.

        Trifft also auch das von dir kritisierte Umfeld zu, wobei dies derzeit durch covid (Regeln, Abstand halten) sicher noch verstärkt wird und (jedenfalls wie du beschreibst) nicht grundsätzlich Absicht (absichtliches Verhalten) sein muss, bei Fehlen sozialer Kompetenz. Abstand halten schützt derzeit.
      • Von eclipso
        Zitat von latiose88
        Echt schade was da so einige Gewisse Menschen,das ganze schöne zu nichte machen können.
        Es sind vor allem die "echten" Streamerinnen. Das Spiel soll grundsätzlich auf das toxische Umfeld im Internet aufmerksam machen, dass durch Anonymität entsteht. Letztlich bedient es auf Seite der Krikiterinnen und Kritiker (die echte Streamer sind), aber zu viele Klischee's und war schon während der Entwicklung (intern) umstritten.

        Trifft also auch das von dir kritisierte Umfeld zu, wobei dies derzeit durch covid (Regeln, Abstand halten) sicher noch verstärkt wird und (jedenfalls wie du beschreibst) nicht grundsätzlich Absicht (absichtliches Verhalten) sein muss, bei Fehlen sozialer Kompetenz. Abstand halten schützt derzeit.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        also das mag schon sein,wäre allerdings mal was anderes als der Mainstraim gewesen.Ich hätte es zu gerne gespielt.Aber das wird ja leider doch nix mehr.Ich unterstüze innovative games oder welche nicht dem standard dazu gehören.Und ich gehöre wohl zu der minderheit.Denn ich stehe auf lan,lokal und splittscreen games.Leider gibt es in der hinsicht ja echt nicht viele in dieser Richtung.Und lan scheint ja eh wohl seid jahren fast ausgestorben zu sein.Nun ich werde es wohl hinnehmen müssen,auch wenn es mir nicht passt.Denn ewig drauf zu warten das mal einer kommt ,der das erfüllt,dauert sehr lange.Ich bin es ja eh nicht anders gewöhnt.Und wenn ich so in der großstadt mich umsehe,weis ich auch warum.
        Es liegt an den Menschen.Wenn man mit den Menschen reden will,dann hören sie es nicht weil sie kopfhörer im Ohr haben,weil man igroniert wird.Zum teil werde ich nicht mal angeschaut.Man fühlt sich so als ob man unsichtbar wäre oder ein geist.Und wenn man angeschaut wird,wird man schräg angeschaut.Als ob man ein Alien wäre,also nicht von dieser Welt oder irgendwas anderes nicht stimmt.Oder noch schlimmer man wird angestart,anstatt das man diese Person anspricht.Die Menschen haben also das Soziale Miteinander verlernt.Sieht man ja auch teilweise an den Chefs in so eingigen Firmen.Einen echten zusammenhalt also Teamwork gibt es auch nicht mehr wirklich.Da wird man dann entweder weil so einiges Sachen an einer Person nicht passt,dann versucht raus zu eckeln.Also so bösartige Sachen gesagt,man solle den Job doch endlich Kündigen.Da wo ich ne Ausbildung gemacht hatte,da hetzten 2 Menschen andere herum und sich gegenseitig auf sich los.
        Für die Gesellschaft sehe ich also in Zukunft keine Zukunft mehr.Viele sind handy Süchtig,also schon junkies.Merkt man ja bei Pokemon Go sehr deutlich wie stark die Menschen beinflussbar sind.Solche Menschen wird man also egal was man macht ,niemal erreichen können.Auf solche Menschen reagieren die Puplisher dann und streichen dann solche Games dann lieber gleich ganz anstatt dem eine Chance zu geben.Echt schade was da so einige Gewisse Menschen,das ganze schöne zu nichte machen können.
      • Von dw71 Freizeitschrauber(in)
        Ich hätte keine Probleme mit dem Spiel, aber ich stelle es mir als Aneinanderreihung von Videoclips vor und ab und zu hat man die Möglichkeit, die Handlung zu beeinflussen und je nachdem, was man wählt, wird ein anderer Videoclips abgespielt.

        Nicht sehr aufregend...
      • Von Basileukum Software-Overclocker(in)
        Zurück in die Geisteskrankheit, Willkommen im Jetzt!

        Das Moralistengesindel, was sonst keine Moral und Rückgrat kennt, nichts weiß, nix darstellt was edel und sittlich ist, jeder Ideologie und jedem Führer sofort in Arsch kriecht, nur weil man bei der Masse dabei sein kann und somit "gut" ist, arbeitet sich dann an irgendwelchen Kleinigkeiten ab. EKELHAFT! Das ist so ein widerliches Volk, man kann als Mensch nicht mehr.

        Politik, Medien, Gesellschaftsdeformierung, Wirtschaftssystem etc. werden natürlich immer gekonnt ausgenommen. Da es hier an Geist und Mannhaftigkeit fehlt, diese zu hinterfragen. Es kommt gelinde der Verdacht auf, daß solche Aktionen nur noch kasperhafter Natur sind, um den Aspekt "Moral", in einem vollkommen abgewirtschafteten Kulturkreis, zu heucheln. Könnte was dran sein.
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Hmm... mal ganz im ernst, ob man das obige "Machwerk" oder das Thema an sich nun interessant findet oder nicht sei mal dahingestellt.

        Aber ich finde es langsam echt "bedenklich", dass insbesondere Spiele Studios und Publisher sich, sobald sie mit oder in ihren Titeln "kontroverse Themen" ansprechen, mit Shitstorms,
        Reviewbombing oder massenhafter, völlig unsachlicher Kritik zu kämpfen haben... Und das obwohl das endgültige Produkt oft noch nicht einmal auf dem Markt ist.

        Das Auseinandersetzen mit kontroversen Themen ist meiner Meinung nach integraler Bestandteil in den meisten Medien. Egal ob Romane, Musik, Filme, TV Serien oder heutzutage eben vermehrt Computerspiele...

        Aber ein derartig ausartendes "Niedergemache" wie bei The Last of us 2 oder hier bei Gamer Girl kann ich schlicht weder nachvollziehen noch ernsthaft akzeptieren. - Ja ich geb es zu, bei mangel an Tolleranz bin ich intollerant!
        Das geht ja heute schon so weit dass, Spiele Studios schon beim vorab präsentieren von Game-Features aufpassen müssen, nicht n' Shitstorm auszulösen...

        (Achtung Sarkasmus)
        Wenn das so weitergeht, spielen wir bald nichts mehr außer Tetris, denn Angry Birds, Dokey Kong, Lemmings und Co. könnten ja "Tierliebhaber" verstören...

        Anstatt alles runter zu machen das man nicht mag oder vermeintlich nicht akzeptieren kann, sollten viele heutzutage einfach mal "mehr chillen" und sich bewusst machen,
        dass die eigene Meinung weder der Gradmesser der Welt ist, noch zwingend für jedermann zutrifft oder für jedermann von Interesse ist...

        Aber einfach mal zu sagen "Hey Ok, das Spiel ist wohl nichts für mich..." kommt den meisten wohl gar nicht mehr in den Sinn.
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