Steam-Chef: Gabe Newell sieht Künstliche Intelligenz als Karriere-Cheat

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Steam-Chef: Gabe Newell sieht Künstliche Intelligenz als Karriere-Cheat
Quelle: Valve

Gabe Newell vergleicht den Einfluss von KI mit historischen Tech-Umbrüchen und sieht darin eine Chance, traditionelle Experten alt aussehen zu lassen.

In einem aktuellen Interview mit dem YouTuber Zalkar Saliev äußert sich Valve-Mitgründer Gabe Newell ausführlich über den Einfluss Künstlicher Intelligenz auf künftige Karrieren und findet dabei eine markante Analogie: Für ihn sei KI ein "Cheat-Code" für alle, die ihre berufliche Entwicklung beschleunigen möchten.

Der Steam-Chef sieht im Einsatz von Machine Learning und Large Language Models (LLMs) eine ebenso tiefgreifende Wende wie einst bei der Einführung des Computers oder des Internets. "Es gab eine Zeit vor und nach dem Computer. Eine Zeit vor und nach dem Internet. Und jetzt stehen wir vor einer vergleichbaren Transition mit KI", erklärt Newell.

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Dabei fällt auch ein Vergleich mit einer Software, die längst in Vergessenheit geraten ist: Lotus 1-2-3. In den frühen 1980er-Jahren ermöglichte das Tabellenkalkulationsprogramm erstmals breitere Automatisierung in Unternehmen und machte jene, die es früh beherrschten, zu gefragten Experten. Der Steam-Chef ist der Auffassung, dass viele Menschen damals schon allein deshalb erfolgreich gewesen seien, weil sie die Ersten waren, die wussten, wie man damit arbeitet. Wer damals als Finanzmitarbeiter Lotus 1-2-3 nutzte, galt rasch als "Supergenie" wegen des technologischen Vorsprungs.

Diese Dynamik sieht Newell nun auch bei KI: Wer frühzeitig versteht, wie man Tools wie Chat GPT, Code Interpreter oder bildbasierte Modelle wie Dalle oder Midjourney effektiv einsetzt, verschafft sich einen Vorsprung - unabhängig davon, ob man Anwalt, Buchhalter oder Entwickler ist. Entscheidend sei nicht der berufliche Hintergrund, sondern die Fähigkeit, mit den neuen Werkzeugen echten Mehrwert zu schaffen.

Dabei geht es dem Valve-Mitgründer nicht um eine technologische Elite. Im Gegenteil: Die Vorstellung, dass Menschen ohne Programmierkenntnisse durch geschickte KI-Nutzung effizienter arbeiten könnten als klassische Entwickler:innen, hält er für plausibel.

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Quelle: via PC Gamer

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    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wie ich Deutschland kenne:
        Sie darf gerne teilnehmen. Aber bei der Prüfung sind keine digitalen Geräte erlaubt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wie ich Deutschland kenne:
        Sie darf gerne teilnehmen. Aber bei der Prüfung sind keine digitalen Geräte erlaubt.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von MightySH33p
        Wenn jemand fachspezifische KI anbietet, dann bin ich dabei.
        Ich frage mich grade, ob man eine KI per Meisterprüfung oder so prüfen könnte.
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Ich bin da ganz bei dir [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das sieht beruflich bei mir genauso aus.

        Bei KI wird argumentiert das man sich früh damit beschäftigen muss...
        Ich hätte aber gerne ein fertiges Produkt mit dem man sich beschäftigen kann.

        Wenn jemand fachspezifische KI anbietet, dann bin ich dabei.
        Trainiert mal jemand eine KI mit teuren VDE-Normen, Elektro-Fachbüchern, Umweltgesetzen, Bedienungsanleitung, Vorschriften von TüV und DGUV, Brandschutz, Explosionsschutz, Beschreibungen von Spezialwerkzeugen und -maschinen und was es nicht alles gibt, einfach alle Fachbereiche und -themen und verkauft das als Elektroniker-KI für Elektroniker mit einer Zweitagesschulung. Jede Schulung trainiert natürlich auch die KI, weil jemand von seiner Arbeit und einem Problem erzählt.

        Und ganz wichtig! Die KI darf nicht mit Internetforen gefüttert werden.
        Besser gesagt, nur mit den Fragen der Themenerstellern.
        "Frag sechs Elektriker und du hast zehn Meinungen", aber Meinungen brauche ich nicht, sondern Fachwissen, dass mir bei der spezifischsten Frage sagt: "ja, kannst du so machen." Oder mir sagt wie.
        Bsp.: Ich habe noch nie eine Wallbox installiert und will eine im öffentlichen Raum installieren, nenne die Gegebenheiten und dann wird mir eine Materialliste erstellt mit der ich zum Großhandel gehen kann. Die Kabel werden berechnet, wie groß die Kabelrohre sein müssen, ein Wallbox-Modell wird bestimmt, welche Schutzmaßnahmen installiert werden müssen usw. ...
        Am besten so weit, dass ich nicht mal mehr eine Schulung benötige, um die Wallbox prüfen zu dürfen.

        Es soll keinen Ingenieur oder Techniker ersetzen (kann es meiner Meinung nach auch nicht), ich will mich nur nicht in jedes Thema einlesen und spezialisieren müssen, nur weil der Geschäftsführung irgendwas tolles einfällt.
      • Von Kelemvor Software-Overclocker(in)
        weckt mich wenn KI diese unoptimierten Programmcodes der heutigen Entwickler in optimierte
        Mnemonics umwandeln kann.
        So wie früher mal ein John Carmack programmiert hat.

        Bis dahin bleib mir weg mit den Münchhausen KIs
      • Von Bandicoot Volt-Modder(in)
        Zitat von xDave78
        Sorry, dass ich das jetzt mit Deinem Zitat argumentiere: aber das ist genau die "unwissende Einstellung" weswegen (A) Leute auf der Strecke bleiben werden (weil sie sich nicht an technische Gegebenheiten anpassen wollen) und (B) DAS im Prinzip die Dummen sind, über die sie sich selber beschweren, weil sie die Welt um sich herum überhaupt nicht mehr verstehen (no offense ¯\_(ツ)_/¯ ).

        Das der Jon Doe mit den KI Tools nichts anfangen kann, rührt nicht selten davon her, dass er sich damit nicht wirklich befasst oder "Angst" davor hat.

        Ein Beispiel: eine Freundin schrieb mich vor 6 Wochen an "Ja, Du meine Freund heiraten und wollen so eine Fotocloud einrichten auf die die Gäste dann per QR Code ihre Schnappschüsse hochladen. Weißt Du wie das geht?"
        Keine Ahnung wie das geht. Ich schrieb ihr dann, sie solle doch Mal ChatGPT befragen (nachdem ich es selber gepromptet hatte). Sie natürlich gleich "Oh...ach najaaa...ich weiß nicht...muss ich Mal sehen ob ich das hinbekomme". Ich hab ihr gut zugeredet und letztendlich könne sie nicht Dümmer dadurch werden es zu versuchen und dann wenn sie nicht weiter kommt, würde ich schon helfen. Mein Prompt hab ich ihr auch gleich mitgeschickt.
        Long Story short: nach der Hochzeit schrieb sie mir, wie genial dieser ChatGPT Tipp gewesen wäre. Sie hat die Cloud eingerichtet, die Zugänge konfiguriert und QR-Codes generiert, Kärtchen gebastelt und alles hat funktioniert.

        Anderes Beispiel: meine Partnerin wollte unbedingt einen Chevy Van zum campen. Wir haben ihn Anfang März ein bisschen auseindergenommen, weil irgendwo Wasser eindringt..naja ...und wenn man schonmal dabei ist, gleich neues Interieur und dabei noch so einige Baustellen (Elektrik) gefunden. Nun ist es so: ich habe keinen Plan von Autos, deren Elektrik und schon gar nicht von Mechanik. Handwerklich würd ich mir ne Note 2 oder 3 geben. Normal also ein Projekt für 2-3 Jahre. KI Tools haben mir sehr geholfen, einige Zusammenhänge zu verstehen, Sachen rauszufinden und die Fehler zu beheben. Wir sind jetzt zu 70% fertig mit dem Umbau und ich hab nur 2 Auto-Sicherungen geschmolzen 😬.

        Und genau DAS ist es, wozu diese Tools da sind: Sachen die man nicht weiß oder kann, zu einem gewissen Grad machbar und "könnbar" für jeden zugänglich zu machen ohne dass man sich mit technischen Details frustrieren muss. Sachen "geschissen" bekommen.
        Ist ein Argument, nur stirbt man nicht gleich dumm, nur weil man keine KI nutzt!
        Hab halt keine Verwendung dafür im momentanen Leben.
        Sage trotzdem, das es für vieles der Sargnagel wird!
        Vor allen Berufe wenn, alle nur noch KI Wissen nutzen und glauben dann, sie kenn sich mit z.B Strom aus ohne Elektriker zu sein.

        Evtl komm ich ja auch mal drauf, wenn eh alles mit KI verwanzt wird um zu "helfen"
        Ich mag Technik, nur muss ich nicht gleich alles nutzen was es gibt.
        Ich bin mittlerweile auch älter mit Familie, das ich nicht mehr wissen muss wie alles geht, Hauptsache es geht.
        Die Zeit ist knapp, da ändern sich auch mal Prioritäten.
        Wer damit besser Arbeiten kann, solls nutzen!

        Ich kenne mittlerweile genug Leute, die das schneller könn als ich, also lass ich mir helfen, früher war es andersherum! 😉
        Bei Hardwareproblemen komm sie trotzdem noch alle an, das kann die KI nicht, da muss der Alte ran, der noch mit Bleistift übertaktet hat...
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