Was macht einen HTPC zur Steambox? Der höhere Preis! - Ein Kommentar von Tom Loske
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat. Zum Abschluss dieser Woche äußert sich Tom Loske über das merkwürdige Konzept der Steamboxen.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat. Zum Abschluss dieser Woche äußert sich Tom Loske über das merkwürdige Konzept der Steamboxen.
Ich werfe mal ein paar Buzzwords in die Runde: Valve, DRM, Steam OS, Digital Distribution, Steambox, Lord Gaben … Die Liste ließe sich noch eine ganze Weile fortführen, aber ich habe weder die Zeit, noch die Muse, mich über alle Themen in diesem Dunstkreis auszulassen, außerdem würde das den Rahmen dieser Kolumne bei Weitem sprengen. Daher picke ich mir einfach ein "rein zufälliges" Thema heraus, dass mir in letzter Zeit im Kopf herumgespukt ist: Steamboxen.
Gabe Newell oder auch "Lord Gaben", wie ihn einige seiner Fans gerne nennen, hat uns im vergangenen Jahr mit der Ankündigung des eigenen Steam-Betriebssystems und der dazugehörigen Hardwareplattform Steambox, eingeladen, ihm in das gelobte, garantiert Microsoft-freie Gaming-Paradies zu folgen. Das Linux-basierte Steam OS werde uns von allen Zwängen, die uns Windows auferlege, befreien und uns in das gelobte Land voller Freiheit führen. Der ideale Partner hierzu sind laut Valves Chef die sogenannten Steamboxen, welche ab 2014 bei diversen Distributoren wie etwa Alienware zu teils horrenden Preisen von über 1.000 Dollar erhältlich sein sollen. Um das Paket abzurunden, gibt es auch noch einen eigenen Controller für die Steam-Konsole, ab wann und zu welchem Preis dieser erhältlich sein soll, steht noch nicht final fest.
Jetzt stellt sich mir folgende Frage: Was genau unterscheidet eine Steambox eigentlich von einem stinknormalen HTPC? Beide sollen kompakt, leistungsstark und stylisch sein – der ideale Rechner fürs Wohnzimmer eben, perfekt zum Mediengenuss und Spielvergnügen. Das können HTPCs bereits seit einigen Jahren, sie sind mittlerweile weit verbreitet und von vielen Herstellern zu bekommen, oft zu günstigen Preisen. Kaum prangt aber ein Steam-Logo auf den Rechenzwergen, scheint der Preis ins Astronomische zu steigen, ein Schelm, wer da Parallelen zu Apple erkennen mag.
Aber ich will mich ja gar nicht aufregen. Ich habe ja schon eine Steambox, die hieß bis vor Kurzem zwar noch HTPC, aber seitdem ich Steam samt Big-Picture-Modus in den Autostart-Ordner von Windows geschoben habe, darf ich den kleinen PC mit gutem Gewissen Steambox nehmen. Worauf ich eigentlich hinaus will: Zum Glück wird niemand gezwungen, sich eine fertige Steambox von einem großen Distributor zu kaufen (und das bisherige Feedback der Leser war ja auch eindeutig), sondern kann die eigene persönliche Box selbst zusammenbasteln. Da stimmen dann auch wirklich alle Komponenten mit den persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben überein. Übrigens: Am 16.04. erscheint ein neues PCGH-Sonderheft, in dem wir Ihnen unter anderem zeigen, wie Sie sich eine solche Streambox ganz einfach selbst bauen.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Na ja, ein HTPC kommt mit den einfachsten Sachen aus. Da zählt nur flüssiges HD für die Filmchen. Das kann selbst mein altes C2D E4300 mit GT610 Grafikkarte. HD SPIELE spielen ist da ein ganz anderes Kaliber. Ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ich glaube der Autor hat das Konzept der Steambox nicht ganz verstanden.
Um die Frage des Artikels zu beantworten: "Was macht einen HTPC zur Steambox?" Antwort: "SteamOS". Sonst nichts.
Die Plattform ist ja mit Absicht offen, damit man seine eigene Konfiguration zur Steambox machen kann. Die Modelle der Partner sollen lediglich für eine schnelle Verbreitung sorgen indem Sie in direkte Konkurrenz zu Spielekonsolen treten (fertige Hardware, einfach Installation -> anschließen, spielen).
Momentan hapert es lediglich daran, dass kaum Publisher ankündigen SteamOS bzw. Linux zu unterstüzen.
Warum muss eine Steambox teurer sein? Ob ich nun einen PC baue der als HTPC verwendet werden soll oder als Steambox ist bei gleichen Komponenten doch Schnuppe. Was macht die Steambox teurer? Und OEM PC sind immer teuer, auch bei HTPCs.
Der Kommentar ist wenig sinnig. Ja, der Preis unterscheidet durchaus einen HTPC von einer Steambox ... denn die Steambox muss wesentlich mehr leisten denn nur als Streaming-, Surf- und Mediaclient im Wohnzimmer herzuhalten, die Kleinigkeit "Spielen" zieht nun mal unwesentlich mehr Leistung, will man gescheite Auflösungen und Details fahren. Und Leistung in kompakter Bauform kostet ausserdem nochmal ein wenig extra. Einen HTPC der alles (ausser zocken) kann kostet im schicken Case um die 500€, für den Preis baut man halt keinen PC mit dem man alles spielen kann, da wird der doppelte Betrag fällig. Die Aussage, dass eine Steambox nur ein teurerer HTPC ist halte ich daher für falsch.
Und es heisst einfach "Gaben". Man sagt ja auch nicht "Lord Gott".
Habe mal spaßeshalber eine "Steambox" per Geizhals zusammengestellt, fürs zocken zwischendurch reicht das.
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