[08/04/2022] Valves Steam Machine … ist für mich vorwiegend ein kompakter Gaming-PC fürs Wohnzimmer, dessen Nutzen ich persönlich kaum sehe. Ich will die Diskussion gar nicht allein an der Hardware aufhängen: Ob die Leistung für natives 4K-Gaming mit 60 Fps reicht, ob 8 GiB Grafikspeicher noch zeitgemäß sind und ob das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, ist nur ein Teil der Frage. Entscheidend ist für mich: Welches Problem löst dieses Gerät?
In meinem Fall keines. Auch wenn mir jemand eine Steam Machine schenken würde, wüsste ich kaum, wofür ich sie einsetzen sollte – abgesehen vielleicht von Assetto Corsa oder Assetto Corsa Evo am Fernseher. Genau das kann aber auch mein Gaming-/Racing-Rechner, der für UHD-Gaming ausreichend leistungsstark ist und per rund zehn Meter langem HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden ist. Alternativ könnte ich mir wie früher einen Mini-PC selbst zusammenbauen und darauf ein Linux-System wie CachyOS nutzen. Und wenn mir das zu umständlich wäre, bliebe immer noch die klassische Konsole – als Game-Pass-Ultimate-Nutzer würde ich dann ohnehin eher zu Microsoft tendieren.
Im Endeffekt ist die Steam Machine sicher für überzeugte SteamOS- und Valve-Fans interessant. Für viele PC- oder Konsolenspieler dürfte sie dagegen schwer zu rechtfertigen sein. Ich selbst werde das Thema jedenfalls nicht weiterverfolgen. Für rund tausend Euro würde ich eher meine Plattensammlung erweitern oder ein generalüberholtes Macbook mit M-Chip kaufen. (Frank Stöwer)