[26/11/2021] Valves Steam Machine … macht es einem leicht, Kritikpunkte zu finden: Die GPU relativ zur CPU zu schwach, der VRAM zu klein für das nominelle UHD-Einsatzgebiet, die Leistung insgesamt schon für heutige Spiele in FHD teils nur "ausreichend", lindernde Features wie FSR zum Start, trotz mehrfacher Verschiebungen und alter Architekturbasis, Patch-bedürftig, die Arbeitsspeicherperformance eine Lotterie, der Verkauf ebenfalls, der Preis zu hoch. Vieles davon ist eine Frage der Perspektive. Aber Fürsprecher müssen doch sehr viele Eigenschaften gleichzeitig zum Must-have deklarieren, ehe alle konkurrierenden Gaming-Angebote ausgeschlossen sind und der GabeCube als beste, weil einzige Option strahlt. Wie groß der Markt für Nicht-zu-laute-mit-HDMI-CEC-fertig-vorkonfigurierte-und-weit-aber-nicht-ungeingeschränkt-kompatible-Mini-Gaming-PC-mit-offener-aber-nicht-zwingend-universeller-Software-und-Wohnzimmer-tauglicher-Front-für-unter-1.500-Euro wohl ist? Klingt für mich nach einer kleinen Nische; die meisten Zocker dürften in einem Teil der Punkte flexibler sein und einen konventionellen PC, bestehende Mini-Angebote oder Konsolen in Betracht ziehen. Wenn die letztgenannten durch die weitere Preisentwicklung nicht an Attraktivität verlieren, könnte die "Steam Machine" genauso floppen, wie es die "Steam Machines" vor etlichen Jahren gemacht haben – aus ähnlichen Gründen. (Torsten Vogel)