Zehn Jahre alte Steam Machine im Test: Youtuber zeigt, was die alte Valve-Box heute noch kann

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Zehn Jahre alte Steam Machine im Test: Youtuber zeigt, was die alte Valve-Box heute noch kann
Quelle: ETA Prime via YouTube

Fast zehn Jahre nach dem Launch testet ein Youtuber die Zotac Nen Steam Machine mit Bazzite und dem neuen Steam Controller. Die betagte Hardware mit 3 GiB VRAM kann dabei durchaus noch etwas leisten.

Fast zehn Jahre nach dem Marktstart hat der Technik-Youtuber "ETA Prime" die Zotac Nen Steam Machine erneut unter die Lupe genommen. Dabei handelt es sich um eine der ursprünglichen Steam Machines aus Valves erstem Anlauf im Wohnzimmer-Gaming-Markt - offiziell als ZBOX-SN970-P gelistet und damals Teil des ersten Valve-Line-ups inklusive des ersten Steam Controllers.

Zum Launch kostete das Gerät 999 US-Dollar, was schon damals für die gebotene Hardware ein stolzer Preis war, der für Stirnrunzeln sorgte.

Alte Hardware, moderne Probleme

Das Herzstück ist ein Intel Core i5-6400T mit vier Kernen, 2,2 GHz Basistakt und bis zu 2,8 GHz im Boost. Als Grafikeinheit kommt eine Nvidia Geforce GTX 960 zum Einsatz - mit dem entscheidenden Haken von lediglich 3 GiB GDDR5-VRAM.

  • Der Arbeitsspeicher im Testgerät wurde auf 16 GiB DDR3 aufgerüstet; die originale 1-TB-HDD durch eine 250 GB fassende Samsung-860 Evo SATA-SSD ersetzt.
  • Laut dem Datenblatt beherrscht das System zwar den M.2-Formfaktor, allerdings ausschließlich über das SATA-Protokoll - neuere NVMe-Laufwerke werden nicht unterstützt.

Das originale SteamOS ließ sich laut ETA Prime im Test hingegen nicht korrekt wiederherstellen. Der aktuelle SteamOS-Zweig schied ebenfalls aus, da er auf AMD-Hardware ausgerichtet ist.

Als Lösung kam daher Bazzite zum Einsatz - dabei handelt es sich um eine auf Fedora basierende Linux-Distribution, die für Gaming-PCs und Steam-Deck-ähnliche Geräte optimiert ist.

In Verbindung mit Steams Big-Picture-Modus entstand so eine funktionierende Konsolen-Oberfläche. Dem YouTuber zufolge funktionierte auch der neue Steam Controller über seinen Wireless-Puck ohne Probleme.

GTX 960 im Jahr 2026: Was geht, was hakt

Ältere Titel liefen dem Test zufolge noch ordentlich: Skyrim erreichte laut dem Youtuber bei 1080p auf hohen Einstellungen durchschnittlich 54 Fps, Dirt 3 schaffte ebenfalls bei 1080p auf hohen Einstellungen sogar 93 Fps. Indie-Titel wie Hollow Knight: Silksong oder Hades 2 liefen ohne nennenswerte Probleme.

  • Bei anspruchsvolleren Titeln sah es deutlich anders aus. Red Dead Redemption schaffte auf niedrigen Einstellungen bei 900p weniger als 50 Fps, und das erst mit aktivierter dynamischer Auflösungsskalierung.
  • Im Test kam Cyberpunk 2077 selbst mit aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) bei 720p auf niedrigen Einstellungen kaum über die 30-Fps-Marke.
  • The Witcher 3 hielt sich auf dem Steam-Deck-Preset bei 720p mit einem Schnitt von 38 Fps noch etwas besser, blieb aber weit von flüssigem Spielen entfernt.
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Die 3 GiB VRAM der GTX 960 bleiben also (wie zu erwarten war) das engste Nadelöhr. Moderne Titel setzen selbst auf mittleren Einstellungen 8 GiB voraus - unabhängig davon, wie gut RAM und CPU aufgestellt sind.

Steam Machine und Proton: Linux hält die alte Hardware am Leben

Dass ein Gaming-PC aus dem Jahr 2015 überhaupt noch eine Handvoll moderner Spiele bewältigt, dürfte laut VideoCardz auch dem langfristigen Linux-Support und Valves kontinuierlicher Arbeit an Proton zu verdanken sein - der Kompatibilitätsschicht, die Windows-Spiele auf Linux lauffähig macht.

Für alle, die eine solche Steam Machine noch im Keller haben, gilt nach dem Fazit von ETA Prime also: Als Retro-Gaming-Station für ältere Bibliothekstitel ist das Gerät tatsächlich noch brauchbar.

Wer aktuelle AAA-Titel im Wohnzimmer spielen möchte, wird indes schnell an denselben Grenzen scheitern, die ETA Prime im Test dokumentiert hat - und dürfte mit Blick auf die kommende Steam Machine wohl lieber noch ein paar Monate warten.


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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Der Preis vom knapp 1000 $ war schon eine Hausnummer, für Hardware die damals schon viel teurer war als ein Selbstbau. Kann mich noch dunkel daran erinnern, das nicht nur Zotac Steam Boxen baute und die wenigen Hersteller, jeweils ihre eigenen Interpretationen auf den Markt brachten. Heute kann man sich so ein Ding aus alter Hardware preiswert und leistungsfähiger als das hier zusammen schrauben, sofern man den Speicher noch günstig findet.
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Der Preis vom knapp 1000 $ war schon eine Hausnummer, für Hardware die damals schon viel teurer war als ein Selbstbau. Kann mich noch dunkel daran erinnern, das nicht nur Zotac Steam Boxen baute und die wenigen Hersteller, jeweils ihre eigenen Interpretationen auf den Markt brachten. Heute kann man sich so ein Ding aus alter Hardware preiswert und leistungsfähiger als das hier zusammen schrauben, sofern man den Speicher noch günstig findet.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Klar, aktuelle Grafikkracher sind raus, spätestens alles, was RT voraussetzt. Dennoch kann man damit noch sehr viele Titel spielen. Ein Vorteil gegenüber Konsolen ist dabei, dass es keinen harten Cut gibt, ab dem neue Spiele einfach nicht mehr für das alte Gerät erscheinen. Ein Nachteil könnte sein, dass es kein geschlossenes System und somit abhängig von Unterstützung von außen ist. Aber mein Eindruck ist, dass das bei den aktuellen Konsolen auch zunehmend der Fall ist, wobei die Möglichkeit, DRM-freie Titel zu kaufen, die man gegebenenfalls selbst managen und dann auch auf einem nicht mehr von den Stores unterstützten Gerät noch spielen kann, fehlt.
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