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Steam Machine: Valve sieht trotz hoher Kosten eine aggressive Kalkulation
Valves Steam Machine soll den PC wieder stärker ins Wohnzimmer bringen. Beim Preis lässt Valve allerdings kaum Verhandlungsspielraum und verteidigt diesen mit aggressiver Kalkulation.
Die Steam Machine soll Valves Brücke zwischen PC und Wohnzimmer werden. Beim Preis verlässt das System allerdings klar den klassischen Konsolenbereich. Laut aktueller Preisangabe startet die Einstiegsvariante mit 512-GByte-SSD bei 1.039 Euro. Mit Steam Controller steigt der Preis auf 1.108 Euro. Die größere Ausführung mit 2-TByte-SSD kostet 1.359 Euro ohne Controller und 1.428 Euro im Paket.
Damit wird die Steam Machine nicht nur an Spielkonsolen gemessen, sondern zwangsläufig auch an Gaming-PCs. Genau dort beginnt die schwierige Einordnung. Valve betont im PCGH-Interview, dass sich der eigene Anspruch bei der Preisgestaltung nicht verändert habe. Die Steam Machine sei weiterhin aggressiv kalkuliert. Verändert hätten sich vor allem die Kosten. Komponenten seien teurer geworden, weshalb der Preis höher ausfalle, als Valve es sich selbst gewünscht hätte.
"If you're somebody looking to buy a gaming PC, we think it compares very favorably on price, feature set, quality and performance. If you're looking in the market for a gaming PC, I think it compares really favorably. Obviously, if you just don't have the budget for it, you don't have the budget for any real gaming PC at that point."
- Valve
Diese Erklärung ist aus Herstellersicht nachvollziehbar. Sie beantwortet aber nur einen Teil der Frage. Eine Beispielrechnung mit Bazzite als SteamOS-nahem Betriebssystem zeigt das Problem. Ein AM4-System mit Ryzen 5 5600, Radeon RX 9060 XT 16 GiByte, 32 GiByte DDR4, 1-TByte-SSD, Mini-ITX-Mainboard, Netzteil, Kühler und Gehäuse landet bei rund 1.010 Euro. Eine AM5-Konfiguration mit Ryzen 5 7500F, 16 GiByte DDR5 und ähnlicher Grafikkarte kommt auf etwa 1.145 Euro.
Man beachte vor allem die Grafikkarten, denn die Beispielsysteme setzen auf eine Radeon RX 9060 XT mit 16 GiByte Grafikspeicher. Die Steam Machine nutzt dagegen eine proprietäre RDNA-3-GPU mit 28 Compute Units, 2,45 GHz, 110 Watt TDP und 8 GiByte VRAM. Valve argumentiert, 8 GiByte seien für 1.920 × 1.080 Pixel mit mittleren bis hohen Einstellungen in den meisten Spielen ausreichend. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass hohe Presets den Grafikspeicher füllen können. Verbesserungen am VRAM-Management sollen immerhin bereits in Arbeit sein.
Valve selbst betont, Hardware nicht primär als Margenprodukt zu verstehen. Ziel sei es, mehr Möglichkeiten für Steam-Spiele zu schaffen. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass einige potenzielle Käufer durch den Preis ausgeschlossen würden. Sollte sich die Kostensituation künftig verbessern, wolle man prüfen, was möglich sei. Eine konkrete Preissenkung stellt Valve damit aber nicht in Aussicht.
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Oder ein "Steam Premium Spiele Abo" über X Jahre einführen und das Ding "Gratis" dazu....