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Steam Machine mit 8 GiByte VRAM: Valve erklärt Risiko, 4K-Verzicht und SteamOS-Notlösung
Valve erklärt, warum die Steam Machine nur 8 GiByte VRAM nutzt, wo 4K endet und wie SteamOS Speicherprobleme bei Spielen abfedern soll.
Dass 8 GiB Videospeicher heutzutage gerade von unserem GPU-Guru und -Fachredakteur Raff nicht mehr empfohlen werden, ist kein Geheimnis. Gerade bei aktuellen Spielen handelt es sich durchaus um eine kritische Grenze. Valve sieht das allerdings ein wenig anders. Im Gespräch mit PCGH hat das Unternehmen erklärt, warum man sich für 8 GiB entschieden hat.
Demnach sei die Entscheidung für VRAM sehr früh gefallen. Laut Valve habe sie nichts mit den aktuellen Preissteigerungen bei Speicher und SSDs zu tun gehabt. Stattdessen sei das Ziel gewesen, die Steam Machine möglichst preisaggressiv und für eine größere Nutzergruppe erreichbar zu gestalten. Mehr VRAM hätte das Gerät demnach in eine ungünstigere Kostenposition gebracht, zumal Speicherpreise zuletzt stärker gestiegen seien als erwartet.
Valve selbst hält 8 GiByte VRAM für ausreichend, sofern die Steam Machine mit realistischen Einstellungen genutzt wird. Genannt wurden im Gespräch 1.920 × 1.080 Pixel Renderauflösung mit mittleren bis hohen Einstellungen in den meisten Spielen. Auch 2.560 × 1.440 Pixel sollen je nach Titel möglich sein, allerdings eher in Verbindung mit Upscaling. Wenig überraschend hat Valve auch noch einmal bestätigt, dass die Steam Machine nicht für 4K nativ ausgelegt sein soll. Stattdessen sollen die Nutzer auf Upscaling zurückgreifen.
"We belive 8GB is sufficient for 1080p render resolution, high or medium settings for most games. [...] At high presets, you will be able to run out of VRAM."
- Yazan Aldehayyat (Ingeneur) und Lawrence Yang (Designer)
Gleichzeitig räumt Valve ein, dass hohe Presets den Videospeicher füllen können. In solchen Fällen könne es zu Problemen kommen, wenn ein Spiel mehr VRAM anfordert, als die Steam Machine bereitstellen kann. Der Hersteller arbeitet daher nach eigenen Angaben an einem aggressiveren VRAM-Management. Nicht spielrelevante Daten sollen stärker aus dem Videospeicher verdrängt und in den Arbeitsspeicher ausgelagert werden. Als Beispiel nennt Valve das Steam Overlay, das künftig eher im System-RAM liegen soll. Beim Öffnen könne es dadurch zwar kurz ruckeln, dafür bleibe mehr VRAM für das Spiel selbst verfügbar.
Darüber hinaus soll SteamOS besser reagieren, wenn der Videospeicher vollläuft. Valve spricht von einem robusteren Austausch zwischen VRAM und System-RAM, inklusive Swap-Mechanismen. Das dürfte die Leistung in solchen Szenarien nicht verbessern, könnte aber Abstürze oder Instabilitäten reduzieren. Einzelne Verbesserungen sollen bereits über eine SteamOS-Beta verteilt worden sein.
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