Steam Machine: Streicht Valve satte Gewinne ein oder zahlt selbst zu viel?
Die Steam Machine kostet über 1.000 Euro. Nun wird diskutiert, ob Valve hohe Gewinne einstreicht oder selbst unter gestiegenen Einkaufspreisen leidet.
Die Steam Machine bleibt auch nach der offiziellen Preisnennung ein Reizthema. Das liegt nicht nur daran, dass Valves Wohnzimmer-PC mit 512-GiByte-SSD bei 1.039 Euro startet. Problematisch ist auch, dass in derselben Preisregion inzwischen mehrere Build-Vorschläge vorhanden sind, die auf dem Papier teils mehr leisten oder zumindest flexibler aufgerüstet werden können.
In der Diskussion steht damit eine zugespitzte Frage: Nimmt Valve bei der Steam Machine eine hohe Marge mit, oder zahlt der Hersteller selbst einen ungünstigen Preis für seine Komponenten? Eine eindeutige Antwort gibt es darauf nicht, denn Valve legt seine Einkaufspreise und Margen nicht offen. Entsprechend bleibt nur eine Einordnung über bekannte Preise, technische Eckdaten und die Aussagen des Unternehmens.
Laut 3DCenter werde in der Debatte teils übersehen, dass Valve bei Speicher und Massenspeicher derzeit nicht zwingend die Konditionen großer Konsolenhersteller oder etablierter PC-OEMs bekomme. Dazu kommt ein zeitlicher Faktor: Händlerangebote, die aktuell günstiger wirken, können noch auf Lagerware beruhen, die vor Monaten zu niedrigeren Preisen eingekauft wurde. Valve muss die Steam Machine dagegen als neues Produkt zur aktuellen Kostenlage kalkulieren.
Diesen Punkt hat Valve auch im Interview mit PCGH und PC Games betont. Yazan Aldehayyat, Hardwareentwickler bei Valve, verweist auf stark gestiegene Kosten bei Speicher und SSDs. Lawrence Yang, Designer bei Valve, erklärte zudem, dass der Anspruch einer aggressiven Preisgestaltung geblieben sei, die tatsächlichen Kosten aber deutlich gestiegen sein sollen. Gleichzeitig räumt Valve ein, dass der finale Preis manche Käufer ausschließt.
Damit ist Valves Argumentation nachvollziehbar, aber nicht vollständig entlastend. Denn Käufer vergleichen am Ende nicht Einkaufspreise, Lieferketten und Produktplanung, sondern konkrete Geräte. Genau hier steht die Steam Machine unter Druck, wie auch der PCGH-Test zur Steam Machine zeigt.
Mitmachen und kommentieren
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.
Quelle: via 3DCenter

Valve macht sich mit dem Ding lächerlich. Lieber hätten die es komplett sein lassen, als so ein unverschämter Preis. Schlag ins Gesicht für alle Fans, wer kauft sowas?
Naja egal, das wird ein Megaflop.
Ist vielleicht ganz gut, dass bei Valve nicht alles klappt, sonst haben wir irgend wann nur noch Steam Software und Steam Hardware und Steam Store und wehe man spielt nicht über Steam.
Sony, Nintendo und Microsoft konnten die Preise für ihre Konsolen doch auch wenigstens noch eine Zeit lang stabil halten, weil sie eben noch feste Bestellmengen zu offensichtlich festen Preisen hatten. Danach wurde es teurer.
Hatten sie schon bei der Konzeptionierung und eben ihren Aufträgen bei AMD keinerlei Handlungsspielraum mehr bei anderen Herstellern?
Naja, erfahren werden wir es wohl nie, aber merkwürdig kommt es mir schon vor, dass da scheinbar nicht wenigstens etwas vorgesorgt wurde.