Steam Machine: Hohe Bildraten mit Raytracing werden schwierig
Zumindest mit Blick auf die GPU darf man bei Valves neuer Steam Machine keine Wunder erwarten. Ganz im Gegenteil: Raytracing kann man wohl weitgehend abschreiben, und auch abseits davon wird nicht alles reibungslos laufen.
Zehn Jahre nachdem Valve das erste Mal versucht hat, mit "Steam Machines" auf den Gaming-Markt zu drängen, startet das Unternehmen einen neuen Anlauf. Im ersten Quartal 2026 kommt die Steam Machine zurück, und zwar dieses Mal als von Valve selbst konzipiertes System. Viel ist dabei schon im Vorfeld bekannt, die Ankündigung lässt aber auch Spielraum für Spekulationen. Das gilt unter anderem auch für die Hardware, denn hier wurden nur grobe Eckdaten veröffentlicht. Zumindest mit Blick auf die GPU sieht es aber so aus, als ob statt eines sorgenfreien Gaming-Erlebnisses eher ein günstiger Preis im Fokus steht.
Zu alt, zu schwach
Digital Foundry hat die bislang bekannten Eckdaten der neuen Steam Machine in einem Video analysiert und eingeordnet. Mit Blick auf die GPU spricht Valve demnach von einem Custom Design mit 28 CUs auf Basis von RDNA 3, die mit bis zu 2,45 GHz betrieben werden und maximal 110 Watt verbrauchen dürfen. Gegenüber Digital Foundry wurde aber angeblich ein Verbrauch von bis zu 130 Watt genannt.
Gleichzeitig ist "Custom Design" laut Digital-Foundry-Videoproduzent Oliver Mackenzie wohl ein Euphemismus. Vermutlich handelt es sich schlicht um eine nach Valves Bedürfnissen beschnittene Navi-33-GPU, die auch in der Radeon RX 7600 zum Einsatz kommt. Dort sind allerdings vier zusätzliche CUs aktiviert, und auch der Takt ist mit bis zu 2,755 GHz ein gutes Stück höher. Dadurch fällt zwar auch der Verbrauch deutlich höher aus - die Radeon RX 7600 hat eine TDP von 190 Watt. Dass Valve auf eine alte, beschnittene GPU aus dem Einstiegssegment setzt, hat aber vermutlich einen anderen Grund: den Preis. Die neue Steam Machine soll sich wohl eher an Spieler richten, die neu in die Welt des PC-Gamings einsteigen.
Im Vergleich zu den Konsolen werden Neulinge dabei aber wohl einigen Komfort vermissen. Raytracing mit hohen Bildraten ist mit einer kleinen RDNA-3-GPU ohnehin kein Thema, aber zusätzlich dürfte auch der Speicher zum Problem werden. Denn Valve wirbt nur mit 8 GiB VRAM, das ist heute selbst in 1080p schon manchmal zu wenig. Laut Alex Battaglia von Digital Foundry meinte zwar ein Valve-Ingenieur, dass der Speicher für die meisten Spiele ausreicht. Oft wird man aber wohl doch Details reduzieren müssen - und auch speicherbedingte Ruckler sind nicht auszuschließen.
Auch spannend: Steam Machine: Valve-Techniker sieht Potenzial für neues SteamOS-Desktop-Ökosystem
All das muss aber natürlich nicht bedeuten, dass die Steam Machine kein Erfolg wird. Ganz im Gegenteil: Langjährige PC-Spieler haben sich längst an Hardware-Preise gewöhnt, die für Neulinge oft mehr als abschreckend wirken. Ein vereinheitlichtes Gerät und günstiges Gerät, das auf den vollen Steam-Katalog zugreifen kann, könnte hier durchaus seinen Platz finden. Und falls das der Fall sein wird, wird Valve womöglich auch ein schnelleres Modell nachlegen, das dann auch für etwas höhere Ansprüche infrage kommt.
Würden Sie eine Steam Machine kaufen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.
Quelle: Digital Foundry (Youtube)

Ein vereinheitlichtes Gerät und günstiges Gerät, das auf den vollen Steam-Katalog zugreifen kann, könnte hier durchaus seinen Platz finden.
Einfach mal die Top 50 der Steam Spiele anschauen und dann weist auch du wofür Valve die Steam Maschine macht.
die Unternehmen möchten schon auch noch Geld verdienen.
Lies meinen Kommentar genau durch: ich habe nirgends gefordert, dass Valve eine Konsole für 2000€ herstellen soll.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie viele Konsoleros abwerben können. Vllt. einige, die kein Bock mehr auf kostenpflichtiges Online-Gaming und teure Spiele haben.
Spieleangebot - schwierig. Alles aktuelle mit den üblichen Anticheat-Tools kriegste nicht zum laufen. Dafür gibt es drölftausend Indies und VR als Option zum dazukaufen.
Preis? Werden wir sehen. Preis alleine verkauft aber keine Produkte.
Marketing? Damit sieht es bei Valve teils mager aus. Wobei dies auch oft nicht gebraucht wird, das meiste läuft direkt über Steam.
Technischer Fortschritt? Fehlanzeige. Steam Frame kommt mit interessanten Lösungen (aber auch nichts weltbewegendes), bei der Machine haben die nichts zu melden. SteamOS ist offen und kein Argument, das kann man praktisch überall reinkleben wo auch sonstige Linux-Distros reinpassen.
Besondere Langlebigkeit/Konnektivität out of the box? Nö.
Wenigstens ist der Speicher (M.2 und RAM) nicht verlötet, ansonsten wäre das ne Vollkatastrophe.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie viele Konsoleros abwerben können. Vllt. einige, die kein Bock mehr auf kostenpflichtiges Online-Gaming und teure Spiele haben.