Alienware: Steam Machines sind wegen Windows 10 im Hintertreffen
Alienware hat sich zur aktuellen Marktsituation der Steam Machines geäußert. Demnach habe das Konzept viel Moment verloren, weil sich Microsoft mit Windows 10 wieder stärker auf die Gaming-Gemeinde konzentriere. Steam Machine würden weiterhin eine Alternative darstellen, eine Notwendigkeit für das Steam OS gebe es aber nicht mehr.
Rührte Valve mit zahlreichen OEM-Herstellern Anfang Januar auf den ersten Steam Dev Days noch ordentlich die Werbetrommel für die Steam Machines, ist das ganze Konzept inzwischen ins Hintertreffen geraten. Auf den zweiten Steam Dev Days im vergangenen Oktober war der Konsolenersatz gar kein Thema mehr. Von der zu Beginn rund ein Dutzend umfassenden Liste an Anbietern von Steam Machines ist nur noch ein halbes übrig. Alternate - in Europa eine durchaus große Nummer - bietet nicht nur keine eigene mehr an, sondern hat gar keine Angebote mehr im Sortiment.
Alienware war bei der Vermarktung ganz vorne mit dabei, hat sich inzwischen aber auch weitgehend zurückgezogen. Die Webseite pcgamer.com hat mit Frank Azor, als General Manager für Dells Sparten Alienware und XPS zuständig, über die Gründe gesprochen. Demnach habe man zusammen mit Valve die Steam Machines voranbringen wollen, weil man das Gefühl gehabt habe, dass sich Microsoft mit Windows 8 von den Spielern abgewandt habe. Mit Steam OS auf den Steam Machines sollte es eine Alternative mit Gaming-Fokus geben. Mit Windows 10 sei das nicht mehr der Fall. Microsoft befinde sich mit der Xbox-Plattform inklusive dem Play-Anywhere-Konzept wieder auf dem richtigen Weg, wodurch Steam OS keine Notwendigkeit mehr darstelle. Azor gibt allerdings auch zu, dass Microsofts Ausführung "nicht perfekt" sei (Stichwort: UWP).
Valves Verzögerungen des Steam Controllers spiele eine große Rolle beim schwierigen Start der Steam Machines. Von der ersten Ankündigung bis zur Markteinführung der ersten Systeme dauerte es fast zwei Jahre. In der Zwischenzeit hat Microsoft eben Windows 10 veröffentlicht. Steam OS könne zwar immer noch an Bedeutung gewinnen, aktuell verkaufe sich eine Alienware Alpha mit Windows 10 statt Steam OS aber "signifikant besser". Hinzu kommt sicherlich die Problematik, dass es bis dato keine Steam Machines mit Pascal- oder Polaris-basierten Grafikkarten gibt, die Hardware also vom alten Schlag kommt. Am Ende sehe man Steam OS als "Arschtritt", um die Redmonder wieder auf den richtigen Weg zu bringen - manch einer möge sich an AMDs Mantle und DirectX 12 erinnert fühlen.

Auf der anderen Seite ist die Alienware Alpha mit Windows 10 letztlich ein Windows 10 Rechner. Ich weiß nicht wie da die Updates laufen. Unter Linux sind Updates sehr gut in den Systembetrieb integrierbar. Das ist schon bei normalen Distributionen wie Ubuntu für den Anwender kinderleicht. Ich würde erwarten, dass unter SteamOS der Anwender damit gar nicht mehr in Berührung kommt und das System das komplett im Hintergrund macht. In den seltensten Fällen ist ein sofortiger Neustart erforderlich.
Ich habe meinen Linux-PC quasi zu einer temporären Steam Machine ausgebaut. Ich wechsele einfach den Account und bin dann zumeist im Big Picture unterwegs. Das ist schon sehr komfortabel. Im Prinzip wie eine Konsole, nur mit (für meinen Geschmack) besserer Spieleauswahl. Und dass ich im Game jederzeit auf die Controller-Config umschalten kann, um die Einstellungen fein zu tunen, das ist schon genial. Ich mag das sehr.
Nichtsdestotrotz sind Steam Machines derzeit noch nicht massentauglich. Dazu bedarf es noch viel Arbeit. Aber sie können halt aus der Nische heraus wachsen. Vorteil einer Steam Machine kurz gesagt: Einfacher als Windows, abwechslungsreichere Spieleauswahl als bei den Konsolen. Momentan aber noch viele Probleme im Detail.
Langsame Hardware überteuert, das funktioniert nun mal nicht. Zotac mit der ZBox war ein gutes Beispiel. Kastrierteren i5-5200U (kein 4 Kerner), 8GB, GTX 960 3 GB für grob 900€... Ne is kla!
Ja, zunächst erinnert mich das Ganze Spielchen tatsächlich an Mantle vs. DX12.
Doch "auf den richtigen Weg" brachte das Microsoft nicht.
DX12 wurde angesichts der realen, ernstzunehmenden und WEIT BESSEREN Mantle-API mal kurz angekündigt und uns schmackhaft gemacht, damit man ja keinen Cent an AMD verliert. Toll!
Und bis zum heutigen Tage ist DX12 ein massivst lieblos hingeklatschter, hektisch fahrlässig programmierter und lächerlich Leistungsschwacher Spar-Witz!
Ich möchte da an euren eigenen Artikel der neuen PCGH-Ausgabe erinnern: "Das große DX12-Drama"...
Wo ist es hin, das tolle Gamer-Upgradeargument für die als "Windows 10" umschriebene Spionage-Wanze?
Ich sehe nach wie vor nicht den geringsten Grund, mir Windows 10 aufgrund der hochgelobten DX12-Exklusivität anzutun.
DX 12 ist Mist.
Möge Vulkan emporsteigen und die über drei Ecken initialisierte Bevormundung durch Microsoft enden!