Steam Deck im Hands-on-Test: IGN zeigt Valve-Handheld in neuem Video
Valve hat das Geheimnis um den eigenen Handheld gelüftet und Steam Deck offiziell vorgestellt. Die Kollegen von IGN konnten die neue Konsole bereits vor der Ankündigung unter die Lupe nehmen. In einem neuen Video gibt es ein Hands-On mit dem Handheld und einige Fragen an die Entwickler.
Valve hat den eigenen Handheld Steam Deck vorgestellt. Nutzer sollen sich auf der kleinen Konsole bei ihrem Steam-Konto anmelden und ihre Bibliothek auch mobil spielen können. Steam Deck ist Linux-basiert und mit Zen 2 sowie RDNA 2 ausgestattet.
Noch vor der offiziellen Ankündigung hatten die Kollegen von IGN die Möglichkeit, den kommenden Handheld unter die Lupe zu nehmen. Bo Moore von IGN hatte gut zwei Tage Zeit, eine Handvoll Spiele auf dem neuen Gerät zu testen sowie mit den Entwicklern zu sprechen. Das Ergebnis lässt sich in einem neuen Video verfolgen.
Wie Moore sagt, sei das Erste, was einem an dem Handheld auffällt, das ungewöhnliche Controller-Layout. Die Analogsticks befänden sich in einer Reihe mit dem D-Pad. Die meisten Controller setzen jedoch auf ein versetztes Layout. Die beiden Analogsticks sind ebenfalls parallel zueinander angebracht.
Die Sticks würden sich sehr präzise anfühlen, das D-Pad sei jedoch nicht so "klickend" wie man es gewohnt sei. Auch die beiden Schulter-Trigger wären etwas schwammig. Doch der Autor gibt an, dass er an einer Hardware-Einheit spielte, die vermutlich nicht das finale Design wiederspiegelt und Valve vor dem Launch womöglich noch einige Änderungen vornimmt.
Auf der Rückseite des Steam Decks gibt es vier hintere Tasten, die sich frei anpassen lassen. Dazu gibt es unter den Analogsticks noch zwei Präzisions-Trackpads, die als Maus-Ersatz fungieren sollen. Bei den Trackpads handele es sich um eine Weiterentwicklung der Technologie, die etwa im Steam-Controller verwendet wird, so Pierre-Loup Griffais von Valve. Darüber hinaus besitzt das Steam Deck noch einen 7-Zoll-Touchscreen.
Während man Steam Deck wohl erst mit der Nintendo Switch vergleichen will, besteht Valve darauf, dass es sich bei ihrem Handheld eher um einen PC handelt. So lassen sich etwa Maus und Tastatur anschließen, Alt-Tab aus einem Spiel heraus und den Browser benutzen oder etwa auch Third-Party-Programme oder andere Spiele von Plattformen wie Origin, uPlay und Epic Games Store herunterladen. Valve gibt an, dass man das Betriebssystem Steam OS sogar gänzlich entfernen und eine frische Version von Windows installieren könnte, wenn man das wolle.
"Wir glauben nicht, dass die Leute auf eine bestimmte Richtung oder eine bestimmte Software, die sie installieren können, festgelegt werden sollten", so Valve-Designer Lawrence Yang im Gespräch mit IGN. "Wenn Sie ein Steam Deck kaufen, ist es ein PC. Sie können darauf installieren, was Sie wollen, Sie können beliebige Peripheriegeräte daran anschließen. Vielleicht sei es ein besserer Gedanke, dass es sich um einen kleinen PC mit angeschlossenem Controller handelt, anstatt einer Spielekonsole."
