Steam Deck: Valve-Entwickler sprechen über Zukunfssicherheit und künftige Generationen des Handheld
Mit dem Steam Deck bringt Valve einen leistungsstarken Gaming-Handheld auf den Markt. Laut den Entwicklern soll das Gerät auf absehbare Zeit in Sachen PC-Gaming mithalten können, gleichwohl man sich bereits Gedanken um die weitere Entwicklung in der Sparte macht.
Zwar ist der Begriff der Zukunftssicherheit in der schnelllebigen Hardwarebranche eine durchaus vage Zuschreibung, doch bei Valve ist man zuversichtlich, dass Endverbraucher mit dem Steam Deck auf absehbare Zeit eine brauchbare Gaming-Gerätschaft in ihren Händen halten. Das gilt zumindest unter der Prämisse, dass der vornehmliche Hang von Spielern und Entwicklern zu hohen Frameraten und Auflösungen erhalten bleibt und nicht in Richtung Bildqualität umschlägt.
Steam Deck zukunftssicher, solange auf hohe Framerates und Auflösung gesetzt wird
So erklärt Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais gegenüber IGN, dass es in Sachen "Zukunftssicherheit" ganz gut für den Handheld aussehe. Aktuelle Spiele-Releases dieses Jahres, die man intern auf dem Steam Deck testete, liefen bislang problemlos. "Ich denke, dass die Trends innerhalb der Industrie ein durchaus großer Faktor sind", erklärt Griffais. "Wenn die Leute weiterhin hohe Framerates und hohe Auflösungen auf unterschiedlichen Plattformen schätzen, denke ich, dass diese Inhalte auf unser Target von 800p und 30Hz wirklich gut skalieren. Sollten die Leute jedoch anfangen, die Bildqualität vorzuziehen, könnten wir in eine Position geraten, wo Abstriche nötig werden. Noch sind wir aber nicht an diesem Punkt angelangt."
In Sachen theoretischer Performance steht Valves Steam Deck auf einer Stufe mit den Last-Gen-Spielekonsolen von Microsoft und Sony, hat im Gegensatz zu PS4 und Xbox One logischerweise jedoch neuere Technik verbaut und verfügt somit über einige aktuelle Features, die mitunter dabei helfen können und sollen, den Handheld in Sachen Leistung über Wasser zu halten. Abseits der aktuellen GPU und CPU von AMD, die ein großer Faktor bei der Performance seien, nutzt Valve für das Steam Deck zudem LPDDR5-Speicher. Da es sich hier um brandneue Hardware handelt und das Steam Deck eines der ersten Produkte ist, die den neuen Speicher nutzt, entstehe hier mehr oder weniger das Gefühl von Zukunftssicherheit.
AMDs FidelityFX soll helfen, Raytracing theoretisch möglich
Ferner soll auch AMDs FidelityFX dabei helfen, das Steam Deck in Sachen Frameraten über Wasser zu halten. Auch wenn, wie Griffais erklärt, eng mit AMD bei dieser Technologie zusammengearbeitet wird, obliegt es letzten Endes den Entwicklern, die Supersampling-Technik in ihre Spiele zu integrieren. Allerdings ist man bei Valve zuversichtlich und zumindest in der eigenen Spiele-Bibliothek wurde FSR bei Dota 2 bereits nachgereicht. Raytracing beherrsche das Steam Deck aufgrund der verbauten RDNA 2-GPU übrigens auch, allerdings ist das Feature nicht für die Nutzung freigeschaltet. Ausschließen, dass die Nutzung von Raytracing in einigen Spielen in der Zukunft möglich sein wird, will Griffais nicht.
Auch wenn das Steam Deck noch nicht einmal im Markt angekommen ist und erst im kommenden Jahr ausgeliefert werden soll, macht man sich bei Valve bereits Gedanken um die Zukunft der Plattform und möglichen Nachfolgegeräten. Wie Designer Greg Coomer gegenüber IGN offenlegt, betrachte man bei Valve das Steam Deck lediglich als eine neue Geräteklasse innerhalb des PC-Marktes. "Vorausgesetzt, dass Kunden ebenfalls der Meinung sind, dass dies eine gute Idee ist, gehen wir davon aus, dass nicht nur wir in der Zukunft mit neuen Iterationen folgen werden, sondern auch weitere Hersteller den Markteintritt in diese Nische wagen."
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Zuletzt betont indes Lawrence Yang von Valve, dass man einen offenen Ansatz in Sachen Software verfolge und anderen Hardware-Herstellern mit SteamOS 3 eine einsatzbereite Plattform für die eigenen Handhelds bereitstellt. "Wir wollen sicherstellen, dass die Leute wissen, dass SteamOS 3 kostenlos für jeden Hersteller verfügbar ist, der ein ähnliches Produkt machen möchte", so Yang abschließend.

Und 30 fps sind Standard bei Spielkonsolen. Fällt keinem auf....
"...was Spieler explizit nicht wollen", wie der Satz selbst aussagt?