Steam Deck: Weitere Details zur Hardware und zu AMDs Aerith-SoC
Valve hat in einem Livestream weitere Details zur kommenden Handheld-Konsole Steam Deck veröffentlicht. Unter anderem gibt auch neue Informationen zur Hardware und zum Herzstück des Steam Deck: Dem AMD-SoC, der laut Valve den Codenamen Aerith trägt.
In einem gestern abgehaltenen Entwickler-Livestream hat Valve einige neue Details zu der Handheld-Konsole Steam Deck verraten. Unter anderem ging es dabei um die Hardware der Konsole und damit auch um den verbauten SoC. Dieser wurde von AMDs Semi-Custom-Abteilung speziell für Valve entwickelt.
Aerith-SoC mit 4 Kernen, 8 Threads und 512 Shader
Konkret hat Valve der Hardware des Steam Deck einen eigenen Zeitabschnitt im Livestream gewidmet: Ab 1:26:05 geht es um die verbaute Elektronik. Gezeigt wird dabei zunächst ein Blockschaltblid, das schematisch die Hardware des Steam Deck aufführt. Im Zentrum steht dabei der AMD-SoC, der als "Aerith SoC" bezeichnet wird. Damit dürfte der Codename des Chips nun offiziell sein.
Quelle: Valve (Youtube)
Hardware-Struktur des Steam Deck
Quelle: Valve (Youtube)
Die Aerith-APU setzt auf vier Kerne und 512 Shader.
Auch ein paar Eckdaten zu AMDs Aerith-SoC hat Valve parat. Konkret ist die Rede von einem Zen-2-Chip mit vier Kernen und acht Threads, die mit 2,4 bis 3,5 GHz laufen und dabei im besten Fall 448 GFlops erreichen sollen. Dazu verfügt der Chip über eine GPU, die laut Valve aus acht RDNA2-Compute-Units und damit 512 Shadern besteht. Diese sollen mit 1,0 bis 1,6 GHz laufen und dabei bis zu 1,6 TFlops erreichen. Die TDP reicht dabei von 4 bis 15 Watt, wobei Valve betont, dass die gesamte Konsole darauf ausgelegt ist, um eine möglichst konsistente Leistung zu erzielen. Falls das beispielsweise wegen zu hoher Temperaturen nicht möglich ist, dann soll außerdem die GPU gegenüber anderen Komponenten priorisiert werden.
Zudem betont Valve in dem Livestream auch die Effizienz des Chips: Angeblich gibt es kein fertiges Produkt, das so effizient rechnet wie der Aerith-SoC. Allzu lange dürfte diese Aussage aber vermutlich nicht gelten, denn nächste Jahr, wenn das Steam Deck erscheinen soll, will AMD die Rembrandt-APUs veröffentlichen. Diese setzen ebenso auf eine RDNA2-GPU und zusätzlich Zen-3+-Kerne, die vermutlich etwas effizienter sein dürften.
Quelle: Valve (Youtube)
Der von Valve eingesetzte LPDDR5-Speicher soll bei der Energieeffizienz helfen.
Weitere Effizienzvorteile erhofft sich Valve außerdem durch den verwendeten Arbeitsspeicher: Hier soll das Steam Deck auf 16 GB des neuen LPDDR5-Speichers setzen und damit 88 GB/s erreichen. Der Arbeitsspeicher wird dabei zwischen CPU und GPU aufgeteilt, wobei für letztere ein Gibibyte reserviert werden soll. Ob dieser Wert manuell angepasst werden kann, wie es bei handelsüblichen APUs der Fall ist, ist bislang nicht bekannt.
Passend zum Thema: Steam Deck: AMD und Valve arbeiten seit Jahren an der Hardware
Zuletzt ging es in Valves-Hardwarepräsentation außerdem noch um den verbauten Speicher. Das Steam Deck wird wahlweise mit einer verbauten SSD oder mit eMMC-Speicher ausgeliefert, und zudem steht ein SD-Slot zur Erweiterung zur Verfügung. Je nach verwendeter Schnittstelle soll es dabei laut Valve durchaus Geschwindigkeitsunterschiede geben. Eine schnelle SD-Karte soll beispielsweise 18 Prozent länger zum Laden von Spielen brauchen als die SSD, und das Hochfahren mit eMMC-Speicher soll 25 Prozent länger dauern.
Quelle: Valve
Laut Valve ist der eMMC-Speicher des Steam Deck langsamer als die verbaute SSD.
Quelle: Valve (Youtube) via Videocardz

Ich bin auf Tests gespannt, hört sich jedenfalls sehr interessant an.
Oder eine Pro Version noch nachlegen ...
MfG Föhn.
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MfG Föhn.