Steam Deck ... - Das sagen die PCGH-Redakteure dazu

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Steam Deck ... - Das sagen die PCGH-Redakteure dazu
Quelle: PC Games Hardware

Die Redakteure der PC Games Hardware kommentieren aktuelle Ereignisse oder Entwicklungen aus der Welt der PC-Hardware, IT-Branche, Spiele, Technik oder Unterhaltung. Lesen Sie die wirklich persönlichen Meinungen der PCGH-Redakteure, heute zum Thema "Steam Deck ..."

Das Format "Redaktion intern" gibt Ihnen Einblicke in die Redaktion fernab einer Webcam oder einer Heft-Kolumne. Jeder PCGH -Redakteur gibt hier seinen persönlichen Kommentar zu einem aktuellen Thema ab. Dabei behandeln wir nicht nur die ganze Welt der PC-Hardware, sondern auch Spiele inklusive aktueller Konsolentitel, Filme und ganz allgemein der Technik - welche in mannigfaltiger Art und Weise unser tägliches Leben beeinflusst. Redaktion Intern erscheint regelmäßig am Wochenende. Das Thema diesmal:

Steam Deck ...

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Hintergrund zum Steam Deck

Vor einigen Monaten wurde im Steam-Client der Name "Steam Pal" gefunden, weshalb man davon ausging, dass die Konsole diesen oder einen ähnlichen Namen tragen wird. Valve hat sich aber anscheinend anders entschieden und nennt die Kreation "Steam Deck". Damit soll sich (mehr oder weniger) die gesamte Steam-Bibliothek mobil spielen lassen.

Die technischen Details wurden von Valve in Zusammenarbeit mit AMD entworfen. Die Konsole ist Linux-basiert (genauer gesagt: Steam OS 3.0) und mit Zen 2 und RDNA 2 ausgestattet. Die Custom-APU setzt CPU-seitig auf eine 4c/8T-Konfiguration, die zwischen 2,4 und 3,5 GH taktet. GPU-seitig werden acht RDNA-2-CUs zwischen 1,0 und 1,6 GHz. Das verbaute LCD löst mit 1.280 x 800 Pixel auf, ist 7 Zoll groß und bietet 400 Nits bzw. 60 Hz Refreshrate. Der 40-Wattstunden-Akku soll laut Valve zwei bis acht Stunden Gameplay ermöglichen. Im Bereich Audio meldet Valve Stereo mit eingebautem DSP, ein Doppelmikrofon-Array, eine 3,5-mm-Stereo-Kopfhörerbuchse und Multikanal-Audio via DisplayPort über USB-C, Standard-USB-C oder Bluetooth 5.0. Die Abmessungen lauten 298 mm × 117 mm × 49 mm, das Gewicht liegt bei 669 Gramm. Eine Switch OLED mit Joy-Cons wiegt 420 Gramm.

Nutzer können sich mit Steam Deck bei ihrem Steam-Konto anmelden und hätten so ihre gesamte Bibliothek zur Verfügung. Zum Spielen stehen dann Analogsticks sowie Trackpads bereit. Bei einem Detail hat sich Valve anscheinend ein wenig bei der Hybridkonsole von Nintendo bedient: Steam Deck soll wie die Nintendo Switch eine Dockingstation erhalten, die jedoch separat erworben werden muss. Dazu hat die Valve-Konsole auch einen USB-C -Anschluss.

Das Steam Deck soll in drei verschiedenen Varianten erscheinen, die sich jedoch hauptsächlich im Speicher unterscheiden sollen. Das günstigste Modell ist mit einem eMMC-Speicher mit 64 Gigabyte ausgestattet und soll 419 Euro kosten. Das zweite Modell besitzt eine NVMe-SSD mit 256 Gigabyte und schlägt bereits mit 549 Euro zu Buche. Das letzte Modell kommt mit einer NVMe-SSD mit 512 Gigabyte sowie einem hochwertig entspiegeltem und geätztem Glas. Das macht sich auch im Preis bemerkbar, denn Valve ruft 679 Euro für diese Variante aus.

Steam Deck kann ab sofort vorbestellt werden und soll bereits im Dezember 2021 ihre neuen Besitzer erreichen.

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Du kannst auch Windows einfach in Stand-By versetzten, wenn du später an der gleichen Stelle weiterspielen willst. Die restlichen Umstände sind nur bedingt nachvollziehbar – "Hardware starten" wird bei Steam Deck ebenfalls nötig sein. "in Steam Account wechseln" und "Steam starten" muss nicht einmal ich als DRM-Hasser; die meisten Steam-Fans haben Steam genauso im Autostart mit Perma-Login, wie es auf Steam Deck läuft. "Controller starten" erfordert bei Funk-Gamepads einen Tastendruck, alles andere geht beim PC einfach mit an. Bleibt "Spiel starten" und auch wenn Valve Steam-Nutzer sehr weitreichend überwachen kann, so zweifle ich doch daran, dass Steam Deck ohne Tastendruck ermittelt, was man spielen möchte.

        Ich kann nachvollziehen, dass Leute die nicht am Schreibtisch, sondern im Bett spielen wollen, eher was zum in der Hand halten suchen, denn einen Big-Tower. Aber die gibt es eben wie gesagt schon länger (auch mit 720p-Bildschirmen bzw. beim Win Max mit 1.280 × 800), auch in Steam-OS-kompatibler-Form, und bislang konnten sich scheinbar ähnlich wenig Leute für Desktop-Spiele-im-Bett begeistern, wie ich auch für Steam Deck erwarte.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Du kannst auch Windows einfach in Stand-By versetzten, wenn du später an der gleichen Stelle weiterspielen willst. Die restlichen Umstände sind nur bedingt nachvollziehbar – "Hardware starten" wird bei Steam Deck ebenfalls nötig sein. "in Steam Account wechseln" und "Steam starten" muss nicht einmal ich als DRM-Hasser; die meisten Steam-Fans haben Steam genauso im Autostart mit Perma-Login, wie es auf Steam Deck läuft. "Controller starten" erfordert bei Funk-Gamepads einen Tastendruck, alles andere geht beim PC einfach mit an. Bleibt "Spiel starten" und auch wenn Valve Steam-Nutzer sehr weitreichend überwachen kann, so zweifle ich doch daran, dass Steam Deck ohne Tastendruck ermittelt, was man spielen möchte.

        Ich kann nachvollziehen, dass Leute die nicht am Schreibtisch, sondern im Bett spielen wollen, eher was zum in der Hand halten suchen, denn einen Big-Tower. Aber die gibt es eben wie gesagt schon länger (auch mit 720p-Bildschirmen bzw. beim Win Max mit 1.280 × 800), auch in Steam-OS-kompatibler-Form, und bislang konnten sich scheinbar ähnlich wenig Leute für Desktop-Spiele-im-Bett begeistern, wie ich auch für Steam Deck erwarte.
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich oute mich mal: Ich sehe nicht nur keine Marktaussichten, sondern finde das Steam Deck auch technisch nicht übermäßig spannend. Was macht das schon revolutionär anders, was diverse GPD-Produkte nicht seit Jahren bieten? "Die Tastatur weglassen" und "Steam OS statt Windows nutzen". Gäääähhhhn....
        Der GPD ist ein 1000 Euro teurer ergonomischer Albtraum. W11 wird sich darauf gar nicht mehr installieren lassen, weil Bildschirme dieser Größe nicht mehr unterstützt werden. Windows liefert seit Jahren keine mobile Gaming-Erfahrung. Microsoft weiß das und tut exakt nichts dagegen. Dabei wäre eine mobile PC-Plattform, mit der man seine Spiele wie auf einer Konsole spielen kann, so unendlich wichtig.

        Ich gebe Dir mal ein Beispiel: "Middle-earth: Shadow of War". Ich wollte das Spiele wirklich spielen, da ich schon den Vorgänger gespielt habe. Ich spiele also bis zu einem Part, wo ich erstmal nicht weiter komme. Okay, irgendwann habe ich erstmal genug und gehe raus aus dem Spiel. Bei der nächsten PC-Session (PC starten, in Steam Account wechseln, Steam starten, Controller starten, Spiel starten) stelle ich fest, dass ich einen ganzen Teil nochmal spielen muss, um wieder an die Stelle zu gelangen, an der ich gescheitert bin. Das hab ich zweimal gemacht und seitdem das Spiel nicht wieder gestartet. Konnte mich nicht aufraffen, obwohl ich das Spiel immer noch spielen möchte. Die Steam Deck kann ich an so einer Stelle einfach zur Seite legen und an der Stelle, wo ich aufgehört habe, einfach weitermachen, wenn mir wieder danach ist. Die Hemmschwelle das Spiel wieder aufzunehmen sinkt dadurch drastisch.

        Das ist nur ein Beispiel von (sehr) vielen. Auch wenn ich mich durch den Anfang durchkämpfe (wie bei Nier: Automata), ist das Spielen an PC oder Laptop doch einfach extrem umständlich geworden. Ich setze mich als fast 50-Jähriger Mann nicht mehr stundenlang vor einen Rechner und spiele solche Spiele. Auch nicht, wenn ich wie jetzt Urlaub habe. Ich habe bereits einen Job, bei dem ich den ganzen Tag am PC sitze. Der Aufwand eine PC-Session zu beginnen, muss sich rechtfertigen. Bei Elite: Dangerous oder CS:GO ist das definitiv der Fall, bei den meisten anderen Spielen nicht.
        Zitat

        Und was spannend ist?
        Ich denke, Du hast die Tragweite noch ganz erfasst. Der PC zieht bei uns (alten) PC-Gamern inzwischen zunehmend den Kürzeren. Nicht durch die Playstation, die Xbox oder die Nintendo Switch, sondern durch Amazon Kindle. Wir gehen der Gaming-Industrie als Gruppe nach und nach verloren. Ich spiele genauso wenig auf der Switch wie ich Harry Potter lese. Ist einfach nicht mein Fall. Und wenn mir meine Plattform (PC) eben kein mobiles Erlebnis bietet, dann wechsle ich nicht die Plattform, sondern schlicht das Hobby. Mein Gaming-PC läuft bei mir wahrscheinlich erst wieder zum Ende des Jahres, wenn ich mir das fertig gepatchte Elite: Dangerous Oddysey ansehe.

        Ich habe oft noch nicht einmal mehr Lust Abends eine Runde Oxigen not included zu spielen, weil ich dazu mein Laptop umständlich im Bett platzieren muss.
      • Von atarivcs PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        ...

        Abgesehen davon, dass man wegen mangelnder Übersicht und Touch-Steuerung einfach nur Opfer wäre, dürften die meisten Online-Multiplayer-Games wegen fehlendem nativem Linux-Support ausfallen. Wrapper sind zwar nett, wenn sie funktionieren, werden aber bei sämtlichen Anti-Cheat-Systemen die Alarmglocken läuten lassen.
        Also nachdem ich eine Zeit mal unter Linux aktiv gespielt habe (WoW, CS:GO...) muss ich sagen, dass die Wrapper zumindest bei "Mainstream"-Titeln sehr gut funktionieren und dort auch die AntiCheat Maßnahmen bei mir keine Probleme gemacht haben.
        Ich weiß aber auch, dass z.B. Blizzard schon mal alle auf Linux laufenden Clients gekappt hat, weil da irgendwer nette DDoS Attacken mit gefahren hat. Insofern ist das tatsächlich ein mögliches Thema.

        Bei Titel die auf Steam direkt auch für SteamOS/Linux angeboten werden, sollte dies natürlich immer funktionieren.

        Gegenüber GPD und Co hätte Valve zumindest die Möglichkeit, aufgrund Ihrer riesigen Plattform, Entwicklungen für das Steam Deck zu optimieren bzw. optimierte Produkte gut zu kennzeichnen.
        Leider war Valve bei Hardware bislang ja immer wankelmütig, daher scheidet das Gerät für mich erstmal aus.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Ich bin ein bisschen irritiert warum hier von mehreren Leuten Redakteure die Betriebswirtschaftliche Bedenken am Steam Deck äußern zu Technikfeinden ernannt werden.
        Man kann Technik auch interessant finden und trotzdem hinterfragen ob sie sich verkauft oder ob man sie selbst nutzen wird.
        Ich oute mich mal: Ich sehe nicht nur keine Marktaussichten, sondern finde das Steam Deck auch technisch nicht übermäßig spannend. Was macht das schon revolutionär anders, was diverse GPD-Produkte nicht seit Jahren bieten? "Die Tastatur weglassen" und "Steam OS statt Windows nutzen". Gäääähhhhn....

        Zitat von Dulindor
        Quellen? Bzw. woher nimmst du deine Information. Nicht das ich mich in China und co. gut auskennen würde, aber soweit ich weis ist mobile Gaming im asiatischen Raum tatsächlich eine größere Sache als hier bei uns, allerdings fast ausschließlich auf dem Smartphone, vor allem in China. Mikrotransaktionen sind dort deutlich besser angekommen als bei uns ....
        Es gibt außer der Switch ja auch quasi keine Handhelds mehr, die Kickstarterprodukte, die ja fast alle aus Fernost kommen, haben nicht mal ansatzweise genug Produktion um irgendwas in Mainstreambereich zu versorgen.
        Oder meinst du so extrem kleine Geräte, wo man Fake-Retrogames drauf zocken kann?
        Die von dir genannten Spiele kann ich mir einfach nicht auf einem Handheld vorstellen, ich meine LoL und Dota? PoE noch am ehesten, aber das ist doch viel zu unübersichtlich auf kleinem Screen und im überfüllten Zug/Bus. Man darf auch nicht vergessen, dass keines der Spiele für das SteamDeck optimiert wird, Steuerung eingeschlossen. LoL überhaupt zum laufen zu bekommen dürfte auch schwierig werden, das ist genau das Gegenteil von einfachem Plug&Play, was schon immer die Essenz von mobile Gaming war, wie ich finde.
        Abgesehen davon, dass man wegen mangelnder Übersicht und Touch-Steuerung einfach nur Opfer wäre, dürften die meisten Online-Multiplayer-Games wegen fehlendem nativem Linux-Support ausfallen. Wrapper sind zwar nett, wenn sie funktionieren, werden aber bei sämtlichen Anti-Cheat-Systemen die Alarmglocken läuten lassen.
      • Von atarivcs PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von mylka
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ich habe keine ahnung was du mir jetzt sagen willst?
        du bestätigst doch eigentlich nur, dass valve respekt verdient hat nicht exkluiv zu sein und andere sich nicht anders zu helfen wissen als exklusiv zu werden

        für mich ist das grund genug, dass ich nur bei valve kaufe (bzw sehr selten bei itch) und bei den anderen stores die gratisspiele mitnehme, aber nie 1 cent ausgeben werde. und wie gesagt nintendo komplett ignoriere. ich will meine spiele auf PC spielen und wenn mir das nicht ermöglicht wird, dann spiel ich eben was anders.
        Meine Aussagen beziehen sich darauf, warum das Gerät für _mich_ uninteressant ist. Das Steam Deck ist eine offenere Plattform als eine Switch oder Konsolen - ja. Wenn dass ein wichtiges Entscheidungs-Kriterium für jemanden persönlich ist, dann verstehe ich natürlich, warum man dieses Gerät haben möchte. In sofern hat Valve da sicher einen guten Ansatz - zumal Sie ja auch andere Hardware-Hersteller mittlerweile motivieren, selber Steam Decks zu bauen.

        Ich wollte nur verdeutlichen, dass im Spielemarkt generell die Offenheit einer Plattform (leider) kein Kriterium ist. Für mich persönlich habe ich ja schon einen PC zum zocken und wenn ich mir ein weiteres Gerät kaufen würde, dann eher für die Games, die es auf dem PC nicht gibt (Uncharted, Zelda, ...)
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