Steam Deck: Designer rät Nutzern von SSD-Mod ab
Nachdem im Internet ein Umbau der Steam-Deck-Konsole mit einer anderen SSD aufgetaucht ist, hat sich einer der originalen Designer bei Valve zu Wort gemeldet. Er rät von der Modifikation ab, weil diese "signifikant die Lebensdauer [der Hardware] verringern" könne.
Aktuelle Konsolen wie die Playstation 5, aber auch Valves Steam Deck haben nach Meinung vieler Fans vor allem ein Problem: Die integrierte SSD bietet nicht genügen Speicherplatz für die eigene Spielebibliothek. Einige Besitzer der Steam Deck haben ihre Konsole deshalb jetzt mit einer größeren SSD modifiziert - doch das ist offenbar keine gute Idee.
microSD-Karte als Alternativlösung
Denn Lawrence Yang, einer der Designer der Konsole bei Valve, warnt Besitzer der Steam Deck explizit vor einem solchen Tausch der SSD:
Lawrence schreibt, dass die Energieversorgung der Konsole sehr heiß werde und man die Thermal-Pads auf keinen Fall entfernen solle. Außerdem benötigen die in der Mod verbauten SSDs mehr Energie und werden dadurch heißer als die Original-SSD, was die Lebensdauer der Konsole signifikant verringere.
Die Modder, die den Wechsel der SSD auf ein 2242-Modell durchgeführt haben, reagierten auf den Tweet von Lawrence und erklärten, dass jeder Besitzer der Steam Deck die Anpassung auf eigenes Risiko vornehme. Die Thermal Pads blieben aber ihrer Aussage zufolge weiterhin voll funktionsfähig und die eigenen Temperatursensoren hätten im Inneren der Konsole keine Schwankungen bei der Temperatur feststellen können.
Wer das Risiko, das durch die Modifikation der internen SSD unweigerlich besteht, nicht eingehen, aber auch nicht auf mehr Speicherplatz verzichten möchte, kann immerhin auf eine andere Lösung zurückgreifen. Die Redaktion von PCGamer hat nämlich festgestellt, dass eine microSD-Karte ebenfalls als Speicherplatzerweiterung funktioniert, ohne dass Nutzer einen Leistungsverlust befürchten müssten.
Quelle: PCGamer




Für das Steamdeck macht es eben keinen großen Unterschied, ob man die SSD oder eine sehr gute SD Karte nimmt.
Mögliche Ursachen:
1: Das Steamdeck ist nicht auf hohe Datenübertragungsraten angewiesen, der Flaschenhals sitzt woanders
2: Die SSD des Steamdecks ist langsam.
Man sollte nichts dazuerfinden, das macht PCGH leider schon in vielen News, da braucht es nicht noch mehr.
Und bei diesen Spielen ist die SD-Karten-Geschwindigkeit tatsächlich vollkommen ausreichend; bereits ein Vielfaches der PS3-, PS4-, Xbox360- und Xbox-One-HDDs.
Niemand von uns behauptet, dass SD-Karten pauschal immer vorzuziehen sind, insbesondere nicht im Desktop-Bereich oder bei Notebooks. Die Liste warum ist wohl so lang wie auch offensichtlich. Beim Steam Deck ist allerdings eine Speicherplatz-Erweiterung mit der Micro-SD-Karte deutlich sinnvoller und vor allem stressfreier.
Wir haben das Steam Deck noch vor Release in der Hinsicht selbst praktisch getestet und im erweiterten Plus-Artikel nochmal nachgesehen. Mit einer SanDisk Extreme (512 GB, A2, V30) konnten wir keinen großen Praxis-Unterschied ausmachen, auch wenn die SSD immer um wenige Sekunden schneller war. Ob man jetzt die 5 Sekunden in beispielsweise Witcher 3 wirklich braucht, lass ich mal dahingestellt.
Grobe Streaming-Ruckler konnten wir auch nicht feststellen und der Tausch der physisch kleineren M.2-SSD ist für Otto Normalverbraucher zu aufwendig, sodass die TLDR bleibt: Beim Steam Deck ist eine einigermaßen flotte Micro-SD-Karte der beste Weg zur schnellen Speichererweiterung.