Asus ROG Ally: Mit diesen Spezifikationen und Preisen soll der Handheld-PC das Steam Deck angreifen
Der Asus ROG Ally ist ein Handheld-PC, welcher auf Basis von Zen 4 und RDNA 3 zum Angriff auf das Steam Deck von Valve ansetzen soll. Nach und nach kristallisieren sich Details zu den voraussichtlichen Spezifikationen und den dafür vom Hersteller aufgerufenen Preisen heruas.
Als der Hersteller am 1. April erste Informationen zu dem kommenden Handheld-PC Asus ROG Ally über seinen Twitter-Account teilte, glaubten viele der Beobachter noch an einen durchaus gelungenen Aprilscherz. Doch schon kurz darauf bestätigte Asus, dass es sich bei der tragbaren 7"-Spielkonsole, welche mittlerweile bereits beim Onlineshop Best Buy gelistet ist, um ein echtes Produkt handeln würde.
AMD Ryzen 7040U ("Phoenix") als Custom-APU
In der Zwischenzeit herrscht auch etwas mehr Klarheit in Bezug auf die verbaute Hardware des Handheld-PCs, welcher schon bald mit dem Steam Deck um die Gunst der Spieler konkurrieren soll. Nachdem Asus bereits bei der Ankündigung der tragbaren Spielkonsole eine um 50 Prozent höhere Leistung bei 15 Watt TDP sowie die doppelte Leistungsfähigkeit bei 35 Watt Verlustleistung in Aussicht gestellt und die ersten YouTuber nach einem Hands-On Zen 4 und RDNA 3 bestätigt hatten, wussten Beobachter, es handelt sich hierbei um AMD Ryzen 7040 ("Phoenix").
Quelle: Asus
Der Asus ROG Ally vereint Zen 4, RDNA 3, Windows 11 und den Game Pass von Microsoft
Radeon 780M und LPDDR5X mit bis zu 7.500 MT/s
Wie schon beim Steam Deck, dem AMD die maßgeschneiderte Aerith-APU auf Basis von Van Gogh spendiert hatte, soll aller Voraussicht nach auch im Asus ROG Ally eine Custom-APU auf Basis von Phoenix zum Einsatz kommen. Die von Asus genannten maximal 35 Watt TDP könnten zwar auch auf einen angepassten Phoenix-HS hindeuten, sprechen aber dann doch am ehesten für einen Phoenix-U.
Flankiert wird die CPU in der APU, die auf Zen 4 basiert, von einer GPU auf Basis von RDNA 3. Während Phoenix-HS wahlweise auf eine Radeon 780M mit 12 CUs oder eine Radeon 760M mit 8 CUs setzt, steht die Ausbaustufe für Phoenix-U noch nicht fest. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich um die Radeon 780M handelt, was jetzt auch erste Einträge im PCGH-Preisvergleich verraten. Auch in Sachen Arbeitsspeicher erwartet Spieler ein großer Sprung, da Phoenix jetzt LPDDR5X mit hohen Speichergeschwindigkeiten von bis zu 7.500 MT/s unterstützt.
Quelle: PCGH
AMD Ryzen 7040 ("Phoenix") mit einer AMD Radeon 780M gelten als gesichert
Nach dem aktuellen Kenntnisstand wird der Hersteller den Asus ROG Ally in zwei unterschiedlichen Konfigurationen vorstellen. Das kleinere Modell soll demnach auf 16 GiByte LPDDR5X-7500 und eine 512 GiByte fassende M.2-SSD mit PCIe 4.0 x4 setzen, während das größere Modell auf 32 GiByte LPDDR5X7500 und eine 1 TiByte große M.2-SSD mit PCIe 4.0 x4 zurückgreifen kann.
Deutlich mehr Leistung als das Steam Deck
Die Redaktion von PCGH hat alle bereits bekannten Spezifikationen des Asus ROG Ally in einer entsprechenden Tabelle zusammengefasst und denen des Valve Steam Deck gegenübergestellt. Der Handheld-PC von Asus ist in Sachen Hardware deutlich fortschrittlicher unterwegs, was aber durchaus seinen Preis haben wird.
| Asus ROG Ally* | Valve Steam Deck | |
|---|---|---|
| CPU | Zen 4 | Zen 2 |
| Codename | Phoenix | Van Gogh (Aerith) |
| Grafik | RDNA 3 | RDNA 2 |
| Compute Units | 12 | 8 |
| Shadereinheiten | 768 | 512 |
| Display | 7 Zoll LCD | 7 Zoll LCD |
| Auflösung | 1.920 × 1.080 Pixel | 1.280 × 800 Pixel |
| Bildwiederholungsrate | 120 Hz | 60 Hz |
| Abmessungen | 280 × 113 × 39 mm | 298 × 117 × 51 mm |
| Gewicht | 608 Gramm | 669 Gramm |
| OS | Windows 11 | SteamOS |
*) noch nicht offiziell bestätigt!
Mit einem Preis von 800 bis 1.000 Euro ist zu rechnen
Auch der vermeintliche Preis der beiden Konfigurationen ist in der Zwischenzeit von mehreren Quellen bestätigt worden und so soll Asus planen, die kleinere Version für einen MSRP ("Manufacturer's Suggested Retail Price") von exakt 649 US-Dollar vor Steuern anzubieten. Das größere Modell soll ohne den in jedem US-Bundesstaat individuellen Steuersatz hingegen 899 US-Dollar kosten. Damit könnten dann hierzulande rund 800 bis 1.000 Euro für den Handheld aufgerufen werden.
Jüngste Gerüchte, die auf Reddit laut wurden, gehen davon aus, dass Asus den Handheld-PC im Oktober in den Handel schicken wird und mit der Unterstützung von Microsoft verstärkt als Spielkonsole für den Game Pass bewerben wird.
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Wann immer ich auf dem Steam Deck in den Desktop-Modus wechsele, hängt es am Dock. Mit Windows hast Du nur den Dock-Modus. Alles andere wird von Windows nicht unterstützt. Dass es trotzdem läuft ist sicher so. Aber ich gebe nicht über 1000 Euro (und die kostet es ganz sicher nach Steuern und mit Windows-Lizenz) für einen Handheld aus, den die darauf eingesetzte Software gar nicht unterstützt und wofür ich folglich auch keinen Support erhalte.
Gerade bei dem kleinen Screen gibt es viele Besonderheiten, für welche das darauf eingesetzte System einfach ausgelegt sein muss. Und auch Dinge wie Suspend/Resume sollen reibungslos funktionieren und zwar für jedes unterstütze Game. Man will systemweites FSR und vieles weiteres. Einfach nutzbar. Ohne auf einer Wischoberfläche zwischen verschiedenen Fenstern hin und her wechseln zu müssen. Vor allen aber erwartet man Support in allen Bereichen.
Und der 1080p Screen ist auch keine gute Idee. Da reißt Du Dir Deinen schönen Performancevorteil wieder ein bzw. darfst bei vielen Games erstmal in die Einstellungen gehen und die Auflösung verändern.
Ich frage mich eher, ob ASUS das wirklich ernst meint. Ich sage hier ausdrücklich nichts zu Windows auf einem normalen PC. Da sieht die Welt natürlich ganz anders aus. Aber solche Handhelds sind keine normalen PCs mit Maus und Tastatur. Das ist nicht die primäre Nutzung. Alleine wegen Windows-Updates und sonstigem Desktop-Kram muss man immer wieder ans Dock oder Minischrift auf einem Winzschirm anklicken. Mit dem Finger oder Joystick! Ehrlich, das ist 10x nerdiger als eine aktuelle Linux-Distribution auf einem normalen PC. Da bemerkt der Anwender unter bestimmten Umständen (vielleicht) keinen Unterschied. Aber das ASUS-Teil kann man normalen Anwendern nicht verkaufen. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen (die nur Smartphones und Konsolen kennen) würden es für einen Witz halten. Nur beim Preis lacht niemand.
Nach 2 oder 3 Wochen Nutzung war mir klar, dass ich niemals Windows auf dem Deck installieren werde. Ich spiele aber auch nur Singleplayer, deshalb ist fehlendes AntiCheat oder Ähnliches kein Problem für mich.
Gebt SteamOS ne Chance, wenn ihr euch ein Deck kauft. Ihr könntet positiv überrascht werden...
Das ist auch der Trump des ganzen.
Für 800 Euro bleibt es wahrscheinlich ein Nischenprodukt, da sind gute Notebooks nicht weit von entfernt.
Gute Notebooks sind halt eben etwas größer. Beim Steamdeck kann man auch so argumentieren. Laptops, mit dedizierte GPU, fangen irgendwo bei 600€ an, wenn man regelmäßig bei Mydealz reinschaut.
dann für 500 Dollar vor Steuern anbieten und fertig.
Und wie gesagt: das Steamdeck ist subventioniert. Mit 500$ wird man da wohl nur etwas schlechteres zaubern können.