Asus ROG Ally: Mit diesen Spezifikationen und Preisen soll der Handheld-PC das Steam Deck angreifen

7
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Asus ROG Ally
Quelle: Asus

Der Asus ROG Ally ist ein Handheld-PC, welcher auf Basis von Zen 4 und RDNA 3 zum Angriff auf das Steam Deck von Valve ansetzen soll. Nach und nach kristallisieren sich Details zu den voraussichtlichen Spezifikationen und den dafür vom Hersteller aufgerufenen Preisen heruas.

Als der Hersteller am 1. April erste Informationen zu dem kommenden Handheld-PC Asus ROG Ally über seinen Twitter-Account teilte, glaubten viele der Beobachter noch an einen durchaus gelungenen Aprilscherz. Doch schon kurz darauf bestätigte Asus, dass es sich bei der tragbaren 7"-Spielkonsole, welche mittlerweile bereits beim Onlineshop Best Buy gelistet ist, um ein echtes Produkt handeln würde.

AMD Ryzen 7040U ("Phoenix") als Custom-APU

In der Zwischenzeit herrscht auch etwas mehr Klarheit in Bezug auf die verbaute Hardware des Handheld-PCs, welcher schon bald mit dem Steam Deck um die Gunst der Spieler konkurrieren soll. Nachdem Asus bereits bei der Ankündigung der tragbaren Spielkonsole eine um 50 Prozent höhere Leistung bei 15 Watt TDP sowie die doppelte Leistungsfähigkeit bei 35 Watt Verlustleistung in Aussicht gestellt und die ersten YouTuber nach einem Hands-On Zen 4 und RDNA 3 bestätigt hatten, wussten Beobachter, es handelt sich hierbei um AMD Ryzen 7040 ("Phoenix").

Der Asus ROG Ally vereint Zen 4, RDNA 3, Windows 11 und den Game Pass von Microsoft Quelle: Asus Der Asus ROG Ally vereint Zen 4, RDNA 3, Windows 11 und den Game Pass von Microsoft

Radeon 780M und LPDDR5X mit bis zu 7.500 MT/s

Wie schon beim Steam Deck, dem AMD die maßgeschneiderte Aerith-APU auf Basis von Van Gogh spendiert hatte, soll aller Voraussicht nach auch im Asus ROG Ally eine Custom-APU auf Basis von Phoenix zum Einsatz kommen. Die von Asus genannten maximal 35 Watt TDP könnten zwar auch auf einen angepassten Phoenix-HS hindeuten, sprechen aber dann doch am ehesten für einen Phoenix-U.

Flankiert wird die CPU in der APU, die auf Zen 4 basiert, von einer GPU auf Basis von RDNA 3. Während Phoenix-HS wahlweise auf eine Radeon 780M mit 12 CUs oder eine Radeon 760M mit 8 CUs setzt, steht die Ausbaustufe für Phoenix-U noch nicht fest. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich um die Radeon 780M handelt, was jetzt auch erste Einträge im PCGH-Preisvergleich verraten. Auch in Sachen Arbeitsspeicher erwartet Spieler ein großer Sprung, da Phoenix jetzt LPDDR5X mit hohen Speichergeschwindigkeiten von bis zu 7.500 MT/s unterstützt.

AMD Ryzen 7040 ('Phoenix') mit einer AMD Radeon 780M gelten als gesichert Quelle: PCGH AMD Ryzen 7040 ("Phoenix") mit einer AMD Radeon 780M gelten als gesichert Nach dem aktuellen Kenntnisstand wird der Hersteller den Asus ROG Ally in zwei unterschiedlichen Konfigurationen vorstellen. Das kleinere Modell soll demnach auf 16 GiByte LPDDR5X-7500 und eine 512 GiByte fassende M.2-SSD mit PCIe 4.0 x4 setzen, während das größere Modell auf 32 GiByte LPDDR5X7500 und eine 1 TiByte große M.2-SSD mit PCIe 4.0 x4 zurückgreifen kann.

Asus ROG Ally Quelle: Asus Asus ROG Ally

Deutlich mehr Leistung als das Steam Deck

Die Redaktion von PCGH hat alle bereits bekannten Spezifikationen des Asus ROG Ally in einer entsprechenden Tabelle zusammengefasst und denen des Valve Steam Deck gegenübergestellt. Der Handheld-PC von Asus ist in Sachen Hardware deutlich fortschrittlicher unterwegs, was aber durchaus seinen Preis haben wird.

  Asus ROG Ally* Valve Steam Deck
CPU Zen 4 Zen 2
Codename Phoenix Van Gogh (Aerith)
Grafik RDNA 3 RDNA 2
Compute Units 12 8
Shadereinheiten 768 512
Display 7 Zoll LCD 7 Zoll LCD
Auflösung 1.920 × 1.080 Pixel 1.280 × 800 Pixel
Bildwiederholungsrate 120 Hz 60 Hz
Abmessungen 280 × 113 × 39 mm 298 × 117 × 51 mm
Gewicht 608 Gramm 669 Gramm
OS Windows 11 SteamOS

*) noch nicht offiziell bestätigt!

Mit einem Preis von 800 bis 1.000 Euro ist zu rechnen

Auch der vermeintliche Preis der beiden Konfigurationen ist in der Zwischenzeit von mehreren Quellen bestätigt worden und so soll Asus planen, die kleinere Version für einen MSRP ("Manufacturer's Suggested Retail Price") von exakt 649 US-Dollar vor Steuern anzubieten. Das größere Modell soll ohne den in jedem US-Bundesstaat individuellen Steuersatz hingegen 899 US-Dollar kosten. Damit könnten dann hierzulande rund 800 bis 1.000 Euro für den Handheld aufgerufen werden.

Jüngste Gerüchte, die auf Reddit laut wurden, gehen davon aus, dass Asus den Handheld-PC im Oktober in den Handel schicken wird und mit der Unterstützung von Microsoft verstärkt als Spielkonsole für den Game Pass bewerben wird.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was halten Sie vom Asus ROG Ally? Ist der Handheld-PC eine ernst zu nehmende Alternative zum Steam Deck von Valve? Die Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier registrieren.

7
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1743714602
        Für mich durchaus attraktiver als ein Steam Deck. Abmessungen, Design, Leistung, Display... Wäre es noch OLED wäre ich dabei!
      • Von Gast1743714602
        Für mich durchaus attraktiver als ein Steam Deck. Abmessungen, Design, Leistung, Display... Wäre es noch OLED wäre ich dabei!
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Das Ding wendet sich an einen speziellen Kundenkreis, der etwas besseres als das Steamdeck möchte und dafür dann aber auch bereit ist, mehr zu zahlen.
        Was nützt Dir so ein Gerät ohne OS? Win11 ist dafür schlicht nicht spezifiziert und auch komplett ungeeignet für solche Geräte. Windows ist ein Notnagel für die Kompatibilität, wenn es unbedingt sein muss. Mehr nicht. Am besten einzusetzen von Anwendern mit Mindestkenntnissen in Windows. Haben heute viele nicht mehr.

        Wann immer ich auf dem Steam Deck in den Desktop-Modus wechsele, hängt es am Dock. Mit Windows hast Du nur den Dock-Modus. Alles andere wird von Windows nicht unterstützt. Dass es trotzdem läuft ist sicher so. Aber ich gebe nicht über 1000 Euro (und die kostet es ganz sicher nach Steuern und mit Windows-Lizenz) für einen Handheld aus, den die darauf eingesetzte Software gar nicht unterstützt und wofür ich folglich auch keinen Support erhalte.

        Gerade bei dem kleinen Screen gibt es viele Besonderheiten, für welche das darauf eingesetzte System einfach ausgelegt sein muss. Und auch Dinge wie Suspend/Resume sollen reibungslos funktionieren und zwar für jedes unterstütze Game. Man will systemweites FSR und vieles weiteres. Einfach nutzbar. Ohne auf einer Wischoberfläche zwischen verschiedenen Fenstern hin und her wechseln zu müssen. Vor allen aber erwartet man Support in allen Bereichen.

        Und der 1080p Screen ist auch keine gute Idee. Da reißt Du Dir Deinen schönen Performancevorteil wieder ein bzw. darfst bei vielen Games erstmal in die Einstellungen gehen und die Auflösung verändern.

        Ich frage mich eher, ob ASUS das wirklich ernst meint. Ich sage hier ausdrücklich nichts zu Windows auf einem normalen PC. Da sieht die Welt natürlich ganz anders aus. Aber solche Handhelds sind keine normalen PCs mit Maus und Tastatur. Das ist nicht die primäre Nutzung. Alleine wegen Windows-Updates und sonstigem Desktop-Kram muss man immer wieder ans Dock oder Minischrift auf einem Winzschirm anklicken. Mit dem Finger oder Joystick! Ehrlich, das ist 10x nerdiger als eine aktuelle Linux-Distribution auf einem normalen PC. Da bemerkt der Anwender unter bestimmten Umständen (vielleicht) keinen Unterschied. Aber das ASUS-Teil kann man normalen Anwendern nicht verkaufen. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen (die nur Smartphones und Konsolen kennen) würden es für einen Witz halten. Nur beim Preis lacht niemand.
      • Von Wintendo PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Pu244
        Das ist auch der Trump des ganzen.
        Das seh ich anders, aber das hängt natürlich vom Anwendungszweck ab.
        Nach 2 oder 3 Wochen Nutzung war mir klar, dass ich niemals Windows auf dem Deck installieren werde. Ich spiele aber auch nur Singleplayer, deshalb ist fehlendes AntiCheat oder Ähnliches kein Problem für mich.
        Gebt SteamOS ne Chance, wenn ihr euch ein Deck kauft. Ihr könntet positiv überrascht werden...
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von olimon0
        Alleine das Full HD 120hz Display wird die Akkulaufzeit total zerstören.
        Nein, das nicht und man kann es ja auch für Dinge, wie Emulatoren nutzen. Wenn man um die Akkulaufzeit besorgt ist, dann deckelt man sowieso die TDP usw..

        Zitat von olimon0
        Dann bleibt die Frage der Software und Oberfläche., beim Steam Deck läuft das alles schon recht gut aber nicht perfekt. Das gut hinzubekommen ist wirklich schwierig.
        Win 11

        Das ist auch der Trump des ganzen.

        Zitat von olimon0
        Zu guter letzt noch der Preis.
        Für 800 Euro bleibt es wahrscheinlich ein Nischenprodukt, da sind gute Notebooks nicht weit von entfernt.
        Das Ding wendet sich an einen speziellen Kundenkreis, der etwas besseres als das Steamdeck möchte und dafür dann aber auch bereit ist, mehr zu zahlen.

        Gute Notebooks sind halt eben etwas größer. Beim Steamdeck kann man auch so argumentieren. Laptops, mit dedizierte GPU, fangen irgendwo bei 600€ an, wenn man regelmäßig bei Mydealz reinschaut.

        Zitat von olimon0
        Warum entwickelt man nicht ein Gerät, dass preislich nur etwas höher als das Deck liegt und technisch ein Stück weiter ist.
        Valve subventioniert seine Hardware, d.h. es wird nicht erwartet, dass die Abteilung Gewinn macht. Eine schwarze Null oder auch etwas Verlust sind da völlig in Ordnung. Da bleibt wenig Raum, für ein Unternehmen, das Gewinn erwirtschaften will.

        Zitat von olimon0
        720p mit OLED Freesync Display und als APU einen Zen 3.
        dann für 500 Dollar vor Steuern anbieten und fertig.
        Warum eine alte Gurke verbauen, die dann dem Steamdeck wohl auch noch unterlegen ist?0

        Und wie gesagt: das Steamdeck ist subventioniert. Mit 500$ wird man da wohl nur etwas schlechteres zaubern können.
      • Von mitchthehit Schraubenverwechsler(in)
        An und für sich, ein spitzen Gerät aber für 1.000,- €, können sie das auch gerne behalten.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk