Starfield größtes Problem: Ehemaliger Bethesda-Entwickler hat eine Theorie

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Starfield größtes Problem: Ehemaliger Bethesda-Entwickler hat eine Theorie
Quelle: Bethesda

Im Interview sprach ein ehemaliger Bethesda-Entwickler darüber, warum Starfield hinter den Erwartungen zurückblieb. Als größtes Problem sieht er demnach die langweiligen Planeten. Und auch bei den Gegnern wäre mehr möglich gewesen.

Die Rollenspiele von Bethesda sind etwas Besonderes, und passend dazu haben viele Ableger der Reihen The Elder Scrolls und Fallout längst einen Legendenstatus erreicht. Bei dem 2023 veröffentlichten Weltraum-Rollenspiel Starfield ist die Situation hingegen etwas komplizierter. Der Titel ist zwar bei weitem kein Flop, gleichzeitig kann er aber nicht an den Erfolg früherer Bethesda-Spiele anknüpfen. Im Interview mit FRVR sprach der ehemalige Design Director des Unternehmens, Bruce Nesmith, über genau diesen Umstand.

Langweilige Planeten und Gegner

Nesmith war bis September 2021 bei Bethesda angestellt und auch an der Entwicklung von Starfield beteiligt. Laut dem Interview ist er auf die Arbeit von sich und dem Team dabei durchaus stolz. Gleichzeitig erkennt er aber an, dass das Ergebnis hinter den Erwartungen der Fans zurückgeblieben ist. Starfield sei zwar ein gutes Spiel, den Erwartungen an einen Bethesda-Titel wurde es demnach aber nicht vollständig gerecht.

"I think it's a good game. I don't think it's in the same calibre as the other two, you know, Fallout or Skyrim, or Elder Scrolls rather, but I think it's a good game."

"Ich denke, es ist ein gutes Spiel. Ich glaube nicht, dass es mit den anderen beiden mithalten kann, also Fallout oder Skyrim, oder besser gesagt Elder Scrolls, aber ich denke, es ist ein gutes Spiel."

Als Hauptproblem sieht Nesmith laut dem Interview die prozedural generierten Planeten. Diese werden mit der Zeit schlicht langweilig - und darunter leidet das Spielgefühl. Mehr Handarbeit wäre demnach wohl die Lösung gewesen, um Starfield zu einem denkwürdigeren Erlebnis zu machen. Aber natürlich ist das nicht das einzige Problem des Spiels. Auch die Gegner sieht der ehemalige Bethesda-Entwickler als problematisch an. Aliens sind demnach eher Randfiguren, die wichtigsten Gegner sind Menschen. Damit hat Bethesda das Setting nicht voll ausgereizt.

"But when the planets start to feel very samey and you don't start to feel the excitement on the planets, that's to me where it falls apart. I was also disappointed when, pretty much, the only serious enemy you fought were people... there's lots of cool alien creatures, but they're like the wolves in Skyrim. They're just there, they don't contribute [...]."

"Aber wenn die Planeten sich alle sehr ähnlich anfühlen und man keine Begeisterung mehr auf ihnen spürt, dann bricht für mich das ganze Spiel zusammen. Ich war auch enttäuscht, dass die einzigen ernsthaften Gegner, gegen die man kämpfen musste, Menschen waren ... es gibt zwar viele coole außerirdische Kreaturen, aber sie sind wie die Wölfe in Skyrim. Sie sind einfach nur da, sie tragen nichts zum Spiel bei [...]."

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Ob diese beiden Punkte ausgereicht hätten, um die Rezeption von Starfield deutlich zu verbessern, wird leider ein Mysterium bleiben. In jedem Fall hätte Bethesda vor dem Release auch noch genügend andere Baustellen gehabt - Stichwort Ladebildschirme. Aber immerhin: Noch ist die Geschichte für das Spiel nicht zu Ende. Die Entwickler planen offenbar noch mindestens einen weiteren DLC. Womöglich wird es also doch noch gelingen, der Marke zumindest teilweise den Bethesda-typischen Flair zu verleihen.

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Quelle: FRVR via PC Gamer

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Starfield ist wie ein fehlgeschlagener Blindheitszauber:

        Statt Blendwerk für Bethesdas digitale OW-Touristen gabs prozedural generierten Staub am Arsch der Galaxis. In dieser hässlichen Baukasten-Einöde aus Aschgrau, Mausgrau und gelegentlich einem frisch gebenchten Braungrüngrau wollte niemand länger als ein Wochenende was entdecken. Oder digitalen Urlaub machen. ( Warhorse gefällt das ). Und derart unabgelenkt, fiel auch allen plötzlich auf, dass unter der einstigen Handarbeit der Weltenschaffer nicht arg viel Substanz steckt. Plotspoiler: Das tat es noch nie.

        Weit wie der Ozean, tief wie die PCGH-Redaktionspissoirs. So heißt es nicht umsonst über Bethesda. Weltweit.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Starfield ist wie ein fehlgeschlagener Blindheitszauber:

        Statt Blendwerk für Bethesdas digitale OW-Touristen gabs prozedural generierten Staub am Arsch der Galaxis. In dieser hässlichen Baukasten-Einöde aus Aschgrau, Mausgrau und gelegentlich einem frisch gebenchten Braungrüngrau wollte niemand länger als ein Wochenende was entdecken. Oder digitalen Urlaub machen. ( Warhorse gefällt das ). Und derart unabgelenkt, fiel auch allen plötzlich auf, dass unter der einstigen Handarbeit der Weltenschaffer nicht arg viel Substanz steckt. Plotspoiler: Das tat es noch nie.

        Weit wie der Ozean, tief wie die PCGH-Redaktionspissoirs. So heißt es nicht umsonst über Bethesda. Weltweit.
      • Von Fiz316 Freizeitschrauber(in)
        Ich bin da mit dem Skyrim Gedanken rein gegangen. Also sich in der offenen Welt treiben lassen. Dafür ist das Spiel leider nicht geeignet.
      • Von slasher Software-Overclocker(in)
        Auch wenn man auf nen Misthaufen einen Goldbarren legt, bleibt es darunter immer noch Mist.
        Sorry aber das ist wieder eine saublöde Ausrede vom Entwickler -.-
      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Ladenschirm etc. konnte man alles verschmerzen. Total dumme Quests, wie der Baumtyp wo man ewig hin und her rennt.

        Nach einer Weile hat es dann doch etwas Bock gemacht. Das beste am Spiel war der Weg zu dem Cheatschiff, Undercover bei den Piraten und Flottenmission wegen diesen Alienmonstern waren besser als die Hauptstory. Als dann aber klar wurde dass die Sternenblüter einfach nur multiversums Kopien von einem selbst sind, war meie Lust sofort auf NULL. Ich mag solche modernart Storys nicht (Wie MA bei Kunst einer macht paar Klexe an die Leinwand soll tiefgründig sein, nein!) das hat für mich immer was von, komm wir machen so was, dass ist besonders Innovativ.
        Man bleibt einfach beim Alieninvasionssetting ala Mass Effect. Trotzdem wollte das Ende sehen, also einfach nur noch Durchgerannt, Kräfte fand ich blöd, kein Interesse bin hier nicht bei the Witcher und auch da mag ich Zaubern nicht besonders.

        Ende vom Lied, das ENDE war gar keins genauso beknackt wie die ganze Story und nach dem ich wieder auf dem Planeten lande treffe ich den Baum Typ, welcher mir exakt das gleiche Erzählt und ich mir nur Denke ich erschieße mich in echt freiwillig, bevor ich jemals wieder im Leben diesen xcheixx Quest noch mal mache!
      • Von OriginalOrigin Software-Overclocker(in)
        Die Ladescreens haben mich tatsächlich gar nicht mal so gestört, bei mir waren es die langweiligen Planeten.
        Über 1000 Planeten, wovon 900 gleich ausschauen und auch noch überall die gleichen 10 verschiedenen Basen sind, ist halt einfach langweilig.
        Meiner Meinung nach hätte es dem Spiel gut getan "nur" 100 Planeten zu haben, wenn davon 20-30 langweilige Monde sind, ist es noch verkraftbar, solange der Rest sich merklich unterscheidet.
      Direkt zum Diskussionsende
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