Star Wars Jedi Survivor: PCGH-Ersteindruck - jetzt mit Worstcase-CPU-Benchmarkszene [Update]

Am frühen Freitagmorgen startet Star Wars Jedi Survivor auch auf dem PC. Im Vorfeld trüben Optimierungsprobleme den Spielspaß, wie PCGH in einer Nachtschicht mit der aktuellen Testversion selbst herausgefunden hat. Die gute Nachricht: Das Spiel ist in keinem katastrophalen Zustand und sieht prächtig aus - starke Hardware ist jedoch Pflicht.

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Star Wars Jedi Survivor: PCGH-Ersteindruck - jetzt mit Worstcase-CPU-Benchmarkszene
Quelle: PC Games Hardware

Originalartikel vom 27.04.2023: Die bisherigen Ersteindrücke zu Star Wars Jedi Survivor waren durchgehend positiv und auch die bisher veröffentlichten Tests zeigen, dass der Actiontitel rund um Hauptfigur Cal Kestis eine gute Story und viel Spielspaß bietet. PC-Spielern droht aber technisches Ungemach, sofern Entwickler Respawn Entertainment nicht bis morgen die Kurve kriegt. PCGH hat sich eine weitere Nacht um die Ohren geschlagen, um Ihnen einen Ersteindruck zum technischen Zustand von Star Wars Jedi Survivor zu liefern. Falls Sie nur an Bildern interessiert sind: In der Galerie haben wir die schönsten Impressionen aus den ersten zwei Spielstunden platziert, selbstverständlich mit maximaler Qualität.

Bildergalerie

Die ersten Eindrücke - ohne möglichen Day-1-Patch

PCGH hatte die Möglichkeit, vorab in Star Wars Jedi Survivor reinzuspielen, unsere PC-Testversion kam jedoch erst am späten gestrigen Abend. Wir haben daher eine Nachtschicht eingelegt, um den technischen Zustand des Spiels abzuklopfen. Laut unseren Informationen soll zum Release am Freitag um 6 Uhr morgens deutscher Zeit ein weiterer Patch erscheinen - EA spricht von einem Patch am Launch-Day für alle Plattformen. Was genau das Update bringt, ist nicht bekannt. Das offizielle Embargo für Tests ist bereits gefallen, es besteht daher eigentlich kein Grund, auf mögliche Patches zu warten. Trotzdem möchte PCGH keinen Benchmarktest veröffentlichen, der durch Last-Minute-Änderungen womöglich falsche Aussagen trifft. Wir finden es aber fair, die PCGH-Leser zumindest vorzuwarnen und erst den Release abzuwarten, um finale Benchmarks zu erstellen. Was halten Sie von dieser Herangehensweise? Wir freuen uns über Ihr Feedback!

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Auf dem Papier ist Star Wars Jedi Survivor kein Hardwarefresser. Minimal benötigt das Spiel Windows 10 (64 Bit), 8 GiByte Arbeitsspeicher, eine Quadcore-CPU mit 8 Threads sowie eine DX12-fähige Grafikkarte mit 8 GiB Grafikspeicher. Konkret sollten es demnach mindestens ein AMD Ryzen 5 1400 oder Intel Core i7-7700 beim Hauptprozessor sein sowie eine AMD Radeon RX 580 oder Nvidia Geforce GTX 1070 aufseiten der Grafikkarte. Auch die Hardwareempfehlungen sind eigentlich überschaubar. Man benötigt offiziell 16 GiB RAM, dazu einen AMD Ryzen 5 5600X oder Intel Core i5-11600K sowie eine Radeon RX 6700 XT oder eine Geforce RTX 2070. Viele PCGH-Leser dürften deutlich über diesen Anforderungen liegen - tatsächlich läuft das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht rund.

  Minimum Empfohlen
Betriebssystem Windows 10 64 Bit Windows 10 64 Bit
CPU 4 core / 8 threads 4 core / 8 threads
  Intel Core i7-7700 Intel Core i5 11600K
  Ryzen 5 1400 Ryzen 5 5600X
Arbeitsspeicher 8 GiB RAM 16 GiB RAM
Grafik 8 GiB VRAM 8 GiB VRAM
  GTX 1070 RTX 2070
  Radeon RX 580 RX 6700 XT
DirectX Version 12 Version 12
Speicherplatz 155 GB 155 GB

Während die meisten Tester die Playstation-5-Version spielen, sind die Eindrücke zur PC-Version noch rar, denn PC-Testversionen wurden nicht großflächig verteilt. Wir haben sofort losgelegt, als wir gestern Abend den Zugang erhielten, um Sie vor dem Release über den Zustand von Star Wars Jedi Survivor zu informieren, und die ersten zwei Spielstunden absolviert. Unsere Eindrücke sind somit genauso wenig final wie das Spiel, für eine erste Einschätzung der Technik und Performance reicht es jedoch - zumal die erste Mission auf Coruscant sowohl bildhübsch als auch anspruchsvoll ist. Beginnen wir mit den Optionen am PC:

Star Wars Jedi Survivor basiert auf der Unreal Engine 4 und zaubert damit eine fantastische Grafik auf den Bildschirm. Materialdarstellung, Effekte und Objektdetails sind State-of-the-Art, auch die Atmosphäre ist erwartungsgemäß großartig. Allerdings verlangt das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt sehr viel Hardware-Power, um die Pracht flüssig darzustellen. Das Optionsmenü liefert einige Konfigurationsmöglichkeiten hinsichtlich der Effekte, ausgerechnet bei den wichtigsten spart das Spiel jedoch: Raytracing existiert derzeit nur in Gestalt eines Schalters - an oder aus -, einzelne Effekte wie Reflexionen oder Global Illumination lassen sich nicht justieren. Auch beim Upsampling fehlt die von der Unreal Engine 4 gewohnte Vielfalt, hier wartet lediglich der aktuelle AMD-Algorithmus FSR 2 - Nvidias DLSS und Intels XeSS fehlen.

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Wie wir in der gut zweistündigen Anspiel-Session herausfanden, ist die GPU-Leistung jedoch nicht das Hauptproblem der aktuellen Version von Star Wars Jedi Survivor, sondern der generelle Optimierungszustand des Spiels. Zwar hatten wir keinen einzigen Absturz oder sonstige Probleme, der Hardware-Hunger fällt jedoch sehr hoch aus. Die Unreal Engine 4 war nie für gute Prozessor-Nutzung bekannt, was in Kombination mit der enorm detaillierten Grafik zum Problem wird. Auf unserem Testsystem ist vor allem das bildhübsche Coruscant (Mission 1) sehr anspruchsvoll, die Grafikkarte wird nicht voll ausgelastet, unser Ryzen 9 5950X limitiert das Geschehen. Diagnose #1: Star Wars Jedi Survivor benötigt einen sehr starken Prozessor mit Fokus auf Pro-Kern-Leistung und hohem Takt. Raytracing verschärft die Probleme, da hierfür weitere Berechnungen durchgeführt und Daten vorgehalten werden müssen.

Star Wars Jedi Survivor PC: Bei jedem Spielstart (!) werden für einige Sekunden die Shader kompiliert - wie bei Dead Island 2 & Co. Quelle: PC Games Hardware Star Wars Jedi Survivor PC: Bei jedem Spielstart (!) werden für einige Sekunden die Shader kompiliert - wie bei Dead Island 2 & Co.

Damit nicht genug, Star Wars Jedi Survivor ist außerdem ein "Speicher-Messie". Wird das Spiel mit maximalen Details in Ultra HD gestartet, alloziert es weniger als 10 GiByte Grafikspeicher (VRAM). Mit jedem neuen Spielabschnitt füllt sich der VRAM weiter - und es ist kein Ende in Sicht. Nach dem Abschluss der ersten Mission kletterte die Speicherbelegung der von uns verwendeten Geforce RTX 3090 Ti auf bis zu 22 GiByte. Die anschließende Probe mit einer Radeon RX 7900 XTX auf einem völlig anderen Testsystem mit Core i9-12900K bestätigt das Verhalten.

Die genannten 20+ GiByte VRAM sind kein tatsächlicher Bedarf, der Speicher bleibt schlicht mit alten Daten gefüllt. Normalerweise sollten diese von einem ordentlichen Streaming-System entfernt werden, um Platz für neue Daten zu schaffen. Nun ist dies bei einer 24-GiByte-Grafikkarte wie einer Radeon RX 7900 XTX, Geforce RTX 4090 oder RTX 3090 (Ti) kein lebensbedrohliches Problem - bei verbreiteten Grafikkarten zwischen 6 und 12 GiByte aber sehr wohl. Maßloser Umgang mit Speicher führt hier zu der klassisch-lästigen Kombination aus Matschtexturen, da neue Daten nicht in den VRAM passen, flankiert von Nachladerucklern. Drastischer Speichermangel tritt auf, wenn nicht nur der VRAM knapp ist, sondern auch das "Sicherheitsnetz", der Hauptspeicher. Wir hatten auf unserem Testsystem mit 24 GiByte VRAM und 32 GiByte RAM weder Texturfehler noch Abstürze, allerdings sind diese beim ineffizienten Speicher-Haushalten von Star Wars Jedi Survivor wahrscheinlich. All das lässt Erinnerungen an Hogwarts Legacy aufkommen, das ähnlich ambitioniert und hübsch mit der Unreal Engine 4 an den Start ging und erst nach einigen Patches sauber lief.

Star Wars Jedi Survivor PC: Protokoll des MSI Afterburner nach einer guten Stunde in der ersten Mission. Diagnose: Speichervöllerei Quelle: PC Games Hardware Star Wars Jedi Survivor PC: Protokoll des MSI Afterburner nach einer guten Stunde in der ersten Mission. Diagnose: Speichervöllerei

Zwischenstand vor Release

Halten wir fest: Star Wars Jedi Survivor ist ein bildhübsches Spiel mit starker Atmosphäre und motivierendem Gameplay (mehr dazu bei unseren Kollegen von der PC Games). Der Zustand vor Release ist keineswegs katastrophal, denn Abstürze oder sonstige Glitches treten nicht auf, der Hardware-Hunger darf jedoch als massiv bezeichnet werden. Selbst sehr starke PCs haben Schwierigkeiten, dauerhaft 60 Fps zu halten - das steht aktuell im Widerspruch zu den offiziellen Systemanforderungen. Wir testen im Hintergrund weiter und warten Meldungen bezüglich weiterer Updates durch den Publisher ab. Selbstverständlich bereiten wir auch einen vollwertigen Technik-Test von Star Wars Jedi Survivor vor, allerdings erst im offiziellen "Day 1"-Zustand. Neben der Performance auf diversen Prozessoren klären wir auch, wie viel VRAM wirklich für reibungslosen Spaß notwendig ist.

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CPU-Testszene für Jedi Survivor

Aktualisierung vom 28.04.2023: Vor dem Release ist nach dem Release - zum Start von Star Wars Jedi Survivor auf Steam gibt es überwiegend negative User-Reviews. PCGH arbeitet weiter an einem Techniktest mit Benchmarks. Wer in der Zwischenzeit bereits selbst testen möchte, kann unsere Benchmarkszenen für CPUs nutzen. Im Forum finden Sie dazu einen Benchmark-Save und ein aus Aussicht der Frametimes eher abschreckendes Video für unseren CPU-Worstcase.

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    • Kommentare (142)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1719868203
        Was ich die ganze Zeit gesagt hab. Das Spiel sieht super aus und VRAM wird nicht nur mit Texturen aufgefüllt sondern mit ner ganzen Menge mehr an Daten heutzutage. Und das Spiel hat sehr viel Gemometrie und Details. Und 12 GB sind vollkommen safe bei dem Game. Und es läuft absolut zufriedenstellend.
      • Von Gast1719868203
        Was ich die ganze Zeit gesagt hab. Das Spiel sieht super aus und VRAM wird nicht nur mit Texturen aufgefüllt sondern mit ner ganzen Menge mehr an Daten heutzutage. Und das Spiel hat sehr viel Gemometrie und Details. Und 12 GB sind vollkommen safe bei dem Game. Und es läuft absolut zufriedenstellend.
      • Von Duke711 Freizeitschrauber(in)
        Unsinniges Video, denn die UE4 Engine ist alles andere als ein Konsolen Port...

        --->

        Sehr interessantes Video und an alle die ohne schlüssige Argumente behaupten das Spiel wäre schlecht optimiert:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Sicher kann man sagen das EA bzw. die Entwickler wollten zuviel und sind über das machbare der UE4 Engine hinaus gegangen.

        Wie man im Video schon richtig erkennt, sind das keine Texturen, sondern ist alles Geometrie, also es werden sehr viele Objekte dargestellt, was bei der UE4 Engine bekanntlich zu Problemen führt. Siehe Satisfactory und co.
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von JackTheHero
        Ist doch schon längst gefixt. ^^

        So läufts bei mir.
        Settings bei 3:33.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        11GB usage in 4k bei AMD könnte bei Nvidia auch wieder entsprechend weniger sein.

        damit sehe ich auch bei diesem Titel nichts ungewöhnliches und auch nicht das bei diesem Titel 8gb Karten plötzlich überproportional schlechter dastehen.

        eine 4070ti könnte durchaus gut funktionieren. Für 1440p mit RT.
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Spiel sieht aus wie die Middle-earth Spiele. Was nimmt ihm die Performance? Denovo? Dracula?
      Direkt zum Diskussionsende
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