Star Wars Underworld: Deshalb ist Lucas' Serie gescheitert!
"Das hätte das ganze Star Wars-Universum in die Luft gesprengt", sagt Produzent Rick McCallum über Star Wars Underworld. Aber nicht nur inhaltlich, sondern auch bei den Kosten, weshalb die Serie nie produziert wurde.
Manch einer wird sich erinnern, dass bereits vor der Disney-Übernahme von Lucasfilm eine TV-Serie zu Star Wars geplant war. Star Wars Underworld sollte auf der imperialen Heimatwelt Coruscant spielen und eine ganz neue Seite der Galaxis zeigen. Dutzende Skripte seien für die Serie angefertigt worden, und es habe tatsächlich über Jahre Bemühungen gegeben, das Projekt zu realisieren, doch am Ende wurde es eingestellt. Warum? Das verrät nun Rick McCallum, seiner Zeit enger Vertrauter von George Lucas und Produzent für einige Star-Wars-Projekte.
Der heute 70-Jährige und in Heidelberg geborene Filmproduzent berichtet, dass trotz des Erfolges von Star Wars das Geld das Problem gewesen ist. George Lucas Vision hätte einst ein Minimum von 40 Millionen US-Dollar pro Episode gekostet. Und geplant waren 60 Episoden, was sich auf die einst unfassbare Summe von 2,4 Milliarden US-Dollar für eine TV-Serie akkumuliert hätte. Für ein solches Budget wäre es selbst heute nur schwer, einen Finanzier zu finden.
Zum Vergleich: Disney soll für eine Folge Star Wars: The Acolyte 22,5 Millionen US-Dollar pro Episode ausgegeben haben und der Konzern ist berüchtigt dafür, dass dort alles extrateuer ist, die sogenannte "Disney Tax". Und die 180 Millionen US-Dollar für die acht Episoden waren bereits Gesprächsstoff. Das Team hat alleine 50 Millionen US-Dollar in die Vorproduktion gesteckt; der Rest ging dann für Produktion drauf; Marketing extra.
"Das hätte das ganze Star Wars-Universum in die Luft gesprengt"
Es ist also kein Wunder, dass George Lucas in der Prä-Streaming-Ära kein Studio bzw. Network gefunden hat, das ihm Star Wars Underworld abnimmt. "Ich glaube, wir hatten über 60 Drehbücher. Dritte Entwürfe von Drehbüchern", sagt McCallum im Young Indy Chronicles Podcast. "Und wieder haben die wunderbarsten Autoren der Welt daran gearbeitet. Und wieder haben wir genau die gleiche Erfahrung für alle auf der [Skywalker] Ranch geschaffen, und wieder eine phänomenale Gruppe von Talenten."
"Und die waren dunkel. Sie waren sexy, sie waren gewalttätig, sie waren einfach absolut wunderbar. Wunderbar, kompliziert, herausfordernd. Ich meine, das hätte das ganze Star Wars-Universum in die Luft gesprengt, und Disney hätte George bestimmt nie angeboten, es zu kaufen [lacht]. Aber es ist eine der größten Enttäuschungen unseres Lebens. Aber das Problem war, dass jede Episode größer war als die Filme, sodass die niedrigste Summe, die ich mit der damaligen Technologie erreichen konnte, etwa 40 Millionen pro Episode betrug."
Das war 2010. 40 Millionen US-Dollar wären heute inflationsbereinigt fast 60 Millionen US-Dollar - pro Episode. Produktionskosten zwischen 10 und 20 Millionen US-Dollar pro Episode für Serien wie den HBO-Hit Game of Thrones werden heute als hoch betrachtet. The Acolyte war nicht umsonst wegen eskalierender Kosten in den Schlagzeilen.
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22,5 Millionen Dollar pro Acolythe Folge?!
Das hätten eine Handvoll fähige YouTuber (Animatoren, 3D-Experten) und ein guter Storywriter sicherlich auch für 100.000 bis 200.000 pro Person, pro Folge erledigt und das Ergebnis wäre besser gewesen
* Hab allerdings 2-3 Serien noch nicht gesehen.