Star Trek: Bridge Crew - Mehr Details auf Core i7
Eine schnelle Grafikkarte? Keine Frage, die hat jeder ernsthafte PC-Spieler. Doch warum auf die Leistungsreserven der (Intel-)CPU verzichten? In Ubisoft Red Storms Star Trek: Bridge Crew setzen die Programmierer beides mit eindrucksvollen Ergebnissen ein.
Obwohl moderne Computerspiele vor allem auf eine leistungsstarke GPU setzen, sollte man als Entwickler nicht vergessen, dass auch die CPUs nicht ohne sind - und der Grafikkarte eindrucksvoll unter die Arme greifen können. Das verdeutlichten Tim Curtis von Ubisoft Red Storm Entertainment und Cristiano Ferreira von Intel auf der Game Developers Conference 2017 in San Francisco am Beispiel von Star Trek: Bridge Crew.
Angepasstes Brücken-Layout
In dem VR-Titel für HTC Vive, Oculus Rift und Playstation VR nehmen bis zu vier Mitspieler auf der Brücke der U.S.S. Aegis im Star-Trek-Universum Platz, um Abenteuer zu bestehen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat - außer den Entwicklern, versteht sich. Die Geschichte von Star Trek: Bridge Crew ist in deren sogenannten Kelvin-Zeitlinie des Enterprise-Reboots von 2009 angesiedelt. Daher hatten die Designer bei der Entwicklung Zugriff auf die Original-Brücke aus den letzten drei Star-Trek-Filmen, berichtet Tim Curtis.
Allerdings modifizierten sie die Kommandozentrale zu Gunsten des Gameplays ein wenig: "Wir verschoben den Arbeitsplatz des Chefingenieurs von hinter dem Captain in die Nähe von Steuermann und taktischem Offizier, damit sich alle Spieler sehen können", erklärt Curtis. "Außerdem drehten wir die Pulte bei den Letzteren leicht nach innen." Das mag Puristen erregen, doch für die Spielbarkeit und den Spielspaß machte dies einen großen Unterschied. Niemand will sich schließlich dauernd umdrehen, um den Chefingenieur zu sehen.
Runter von der Grafikkarte ...
Neben der Brücke und dem Hauptbildschirm, auf dem die vier Helden ihre Umgebung sehen können, modellierten die Entwickler die vier Körper der Hauptpersonen - in Star Trek: Bridge Crew soll man nicht nur seine Hände über einer Konsole schweben sehen. Dennoch mussten die Programmierer im Hinterkopf behalten, dass für VR 90 (HTC Vive, Oculus Rift) beziehungsweise 60 Bilder pro Sekunde (Playstation VR) gerendert werden müssen - und das gleich zwei Mal. Um die Grafikkarte zu entlasten, schauten sie sich an, welche Effekte besonders rechenintensiv waren - etwa Dynamic Lighting, Real-Time Global Illumination, Partikelsysteme und Kinematik, Physik und Animationen. Nicht zu vergessen das Anti-Aliasing - hier setzen die Designer auf MSAA, denn kantige Typen und Arbeitsplätze nehmen schnell die Illusion, an Bord eines Raumschiffs zu sein.
Das Ergebnis: Statt in Echtzeit berechnet wurde die Beleuchtung in die Umgebung "eingebacken" und die Animation der Charaktere etwas weniger komplex gestaltet. Die Zahl der Partikel im Schiff beziehungsweise die Bruchstücke zerstörter Gegnerraumer oder kollidierter Asteroiden reduzierten die Programmierer ebenfalls. Doch was, wenn ein Spieler eine starke GPU etwa der i7-Generation in seinem PC stecken hat? "Dann könnten wir einige dieser Features wieder aktivieren und dort ablaufen lassen", sagt Tim Curtis. Gesagt, getan: Mit Hilfe eines CPU-Erkennnungs-Plug-Ins findet Star Trek: Bridge Crew jetzt heraus, welcher Prozessor im Rechner tickt und schickt ihn an die Arbeit.
... rauf auf die CPU
Der Check, welche CPU im PC steckt, ist wichtig: Im vergangenen Jahr senkte Oculus VR dank einiger Software-Tricks die Mindestanforderungen für das hauseigene Virtual-Reality-System von einer Core-i5-4580- auf eine Core-i3-6100-CPU. Statt der bislang geforderten GTX 970 reicht nun auch eine GTX 960. Das stellt Entwickler vor neue Herausforderungen, müssen sie doch nun sicherstellen, dass ihr VR-Spiel nun auf einer größeren Bandbreite von Systemen ruckelfrei läuft. "Ein Core i7-6700 steht aber zwei Stufen über dieser Zielplattform", erklärt Cristiano Ferreira. "Sie ist 20 Prozent schneller, besitzt 33 Prozent mehr Cache und einen 60 Prozent schnelleren Bus."
Optimiert euer Spiel für die CPU, die die meisten Spieler haben.
Besitzer einer i7-CPU dürfen sich freuen - über Vektorfeld-Partikelsysteme, zufällige Kollisionen von Asteroiden, komplexere Explosionen von gegnerischen Schiffen, Global Illumination in Echtzeit, mehr dynamische Lichtquellen und Licht, das vom Bildschirm kommend die Brücke in unterschiedlichste Farben taucht. Wird die Aegis getroffen, fühlt man sich wie im Kino oder Fernsehen: Funken fliegen aus den Konsolen, Verkleidungen sausen auf den Boden herab und Feuer lodern mit dynamischer Beleuchtung noch dramatischer. Details, die laut Ferreira das Spielerlebnis deutlich spaßiger machen.
"Optimiert für den Marktführer"
Davon können wir uns anhand einiger Demos selbst überzeugen: Selbst der Unterschied von i5- zu i7-CPU ist deutlich sichtbar. Dabei sieht das Spiel auf dem kleineren Prozessor nicht schlechter aus - aber auf dem größeren gibt es einfach mehr Details. Etwa mehr Asteroiden und einen Planeten bei einer Außenaufnahme, einen Klingonen-Raumer, der nun in Einzelteile explodiert, die ihrerseits wieder mit Asteroiden kollidieren können, anstatt in einer Explosionswolke zu vergehen.
Dass die CPU noch Reserven für all dies hat und dabei nicht ins Schwitzen kommt, zeigen Einblicke in das Windows Performance Toolkit beziehungsweise Intels eigenen Graphics Performance Analyzer. "Durch die Nutzung der Leerlaufzyklen können wir der CPU 20 bis 30 Prozent mehr Arbeit verschaffen", freut sich Cristiano Ferreira. Und kann sich einen kleinen Seitenhieb auf AMD nicht verkneifen: "Optimiert euer Spiel für die CPU, die die meisten Spieler haben", kommentiert er einen Screenshot der Unity-Engine-Hardware-Statistik. Im September 2016 waren 85,3 Prozent aller Spieler mit Intel-CPU unterwegs.
Die neue Intel i7 770X Grafikkarte ... xD. Da ist bestimmt nur ein Tippfehler passiert ...
Ist das jetzt schon Intels Antwort auf Ryzen
Ich hoffe dass es neben VR auch einen klassischen Ausgabemodus gibt. Mich würde das Spiel als Herzblut-Trekkie - allen voran TOS und die neuen Filme - sehr reizen, aber dafür extra VR-Klamotten anschaffen käme mir nicht in den Sinn.
GPU i7? Soll sicherlich "CPU" heißen
Mindestvorraussetzung i5-4580? Soll sicherlich i5-4570 sein?
pannend wäre, ob von einem i7-5775C die iris pro mit genutz wird. Und weiterhin ist für mich offen, ob eine VR-Brille optimal mit zwei Grafikkarten funktioniert, wenn jede Grafikkarte für eine Auge die Positionen berechnet.
Meine Mutter hat mit dem PC garantiert noch lange spass (660ti) !