Ferrari vs. Bugatti: Wer macht im Lego-Speed-Champions-Vergleich das Rennen?
Ferrari oder Bugatti? Wir vergleichen die beiden Lego-Speed-Champions-Sets bei Aufbau, Optik, Minifigur, Details und Preis-Leistung. Das Ergebnis fällt knapp aus.
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Wer gewinnt, wenn Ferrari gegen Bugatti antritt? Ist es der Ferrari SF90 XX Stradale, ein auf extreme Performance getrimmter Hybrid-Supersportwagen mit über 1.000 PS aus V8-Biturbo und Elektromotoren, oder doch der Bugatti Vision Gran Turismo, ein kompromissloser Hypersportwagen-Prototyp, der ursprünglich für das Spiel Gran Turismo entworfen wurde und mit seinem W16-Motor vor allem rohe Leistung und spektakuläre Aerodynamik verkörpert? Diese Frage lassen wir heute allerdings offen. Stattdessen schicken wir ihre Lego-Versionen ins Rennen und vergleichen Aufbau, Optik, Kreativität und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Sets. Start frei für das Duell im Miniaturmaßstab.
Lego Speed Champions Ferrari & Bugatti: Was ist in der Box?
In beiden Sets finden sich jeweils fünf Papiertüten, ein separates Teil für den Karosserieboden, Sticker und selbstverständlich eine Anleitung. Auf den ersten Blick hat hier Ferrari zunächst die Nase vorn: Zum einen sind mit 339 Steinen 55 mehr als im Bugatti-Set enthalten, und zum anderen kommt letzteres mit mehr als doppelt so vielen Stickern daher. 18 an der Zahl sind bei so einem kleinen Bausatz durchaus eine Hausnummer. Zwar bietet Team Blau auch 15 Prints, darunter einen ganz besonderen, bei dem sich das eine oder andere Gamer-Herz freuen dürfte. Allerdings enthalten beide Sets mehrere sehr kleine Sticker, deren Anbringung sich als äußerst mühselig gestalten kann.
| Set-Name & Nummer | Ferrari SF90 XX Stradale Sportwagen (77254) | Bugatti Vision GT Hypersportwagen (77253) |
|---|---|---|
| Themenwelt | Speed Champions | Speed Champions |
| Teileanzahl | 339 Teile | 284 Teile |
| UVP & Preis pro Teil | 27,99 €/ etwa 8 Cent pro Teil | 27,99 €/ etwa 10 Cent pro Teil |
| Aufbauzeit | ca. eine Stunde | ca. eine Stunde |
| Minifiguren | 1 | 1 |
| Aufkleber vs. Prints | 7 Sticker, 9 Prints | 18 Sticker, 15 Prints |
| Maße des fertigen Modells in cm (L×B×H) | 17 × 13 × 4 | 14 × 8 × 4 |
| Altersempfehlung | 9+ | 9+ |
Insgesamt zieht Team Rot hinsichtlich Ausstattung und Print-Sticker-Verhältnis also klar an der Konkurrenz vorbei. Aufgebaut ist der Bugatti damit entsprechend minimal schneller - viel länger braucht man für den Ferrari jedoch nicht.
Wer sitzt am Steuer?
Ein Aspekt, bei dem beide Kontrahenten etwa gleichauf sind, ist das Thema Minifiguren - im Guten wie im Schlechten. Beide legen ihren Sportwagen einen Fahrer samt drehbarem Kopf, Frisur, Helm und einem Schraubenschlüssel bei. Gerade die Gesichter und Frisuren machen bei beiden etwas her. Anders sieht es dagegen bei der restlichen Kleidung aus: Mit Ausnahme des Oberkörpers ist hier nichts bedruckt, was wiederum den Eindruck erweckt, die Figuren seien eher dafür da, damit das Cockpit nicht völlig leer ist. Je nach Anwendung kann das mal mehr, mal weniger stören. Der Fokus lag aber klar an anderer Stelle.
Aufbau & Optik
Wie die Altersempfehlung von 9+ und die überschaubare Größe bereits vermuten lassen, gestaltet sich der Aufbau in beiden Fällen sehr geradlinig. Die Anleitungen sind Lego-typisch sehr gut verständlich und zeigen Schritte häufig ausführlicher, als es vielleicht nötig wäre. Als Kritik ist das allerdings nicht zu verstehen. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Ferrari hier das simplere Modell ins Rennen schickt, während Bugatti etwas mehr Finesse und bewegliche Teile mitbringt.
Schnittiges Rot gegen rundes Blau
Letztere gibt es zwar auch bei Team Rot - das erlaubt sich aber einige Fehler, die den Gegner mit großen Sprüngen aufholen lassen. So kommen an der Front des Ferraris zwei flügelartige Steine zum Einsatz (Bild 12), von denen lediglich einer fest eingesteckt werden kann. Der andere dreht sich und klappert bei Bewegung, wenngleich er nach finaler Montage immerhin nicht mehr herausfallen kann. Zudem scheint an anderer Stelle ein Farbfehler geschehen zu sein, da sich einer der 1×1‑Steine deutlich sichtbar vom restlichen Rot des Fahrzeugs abhebt (Bild 9). Trotz einiger netter Ideen an anderer Stelle (Bild 15) gibt das leider Punktabzug.
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Derlei Schnitzer erlaubt sich Bugatti nicht und gleicht den Rückstand zusätzlich durch seine vielen besonderen Steine aus (Bild 4, 5 & 10). Die verleihen dem Hypersportwagen nicht nur etwas Edles, sondern sorgen zudem für ein runderes Design, während Team Rot eher mit klaren Kanten Schnittigkeit besticht. Was davon mehr zusagt, ist natürlich Geschmackssache - ebenso wie die präferierte Farbe. Doch gerade im direkten Vergleich kann der elegant abgesetzte Motorbereich des Bugatti etwas mehr überzeugen als das ebenfalls kreativ umgesetzte Heck des Ferraris.
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Daneben sind es aber auch das (theoretisch) austauschbare Lenkrad, die schickere Frontscheibe und insbesondere die wirklich eindrucksvollen Radkappen, durch die Team Blau mit Höchstgeschwindigkeit aufholt - wenn es seinen Gegner nicht gar überholt. Diese Aspekte heben nämlich nicht nur die Optik an, sondern sorgen zudem für zusätzlichen Bauspaß.
Ganz nach dem Vorbild(?)
Betrachtet man hingegen die realen Vorbilder der beiden Sportwagen, fällt auf, wie nah sich Lego daran orientiert hat. Auf den Shop-Seiten werden etwa das Frontcockpit und der Heckflügel des Ferrari sowie der Hufeisengrill und die 8-äugigen Scheinwerfer des Bugatti genannt. Doch auch abseits davon sind unzählige Gemeinsamkeiten zu erkennen - insbesondere an der geschwungenen Form der beiden. Unseres Eindrucks nach hat hier aber ebenfalls Team Blau die Nase ein klein wenig weiter vorn, da die zuvor beschriebenen Kanten des SF90 XX Stradale und seine aggressive Front sich etwa mehr von seinem Vorbild abheben.
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Fazit: Ferrari vs. Bugatti - Wer macht das Rennen?
Quelle: PCGH
Neben Ferrari und Bugatti gehört etwa auch der Audi Revolut F1 Team R26 Rennwagen zur Lego-Speed-Champions-Reihe.
Welches Fahrzeug einem aber mehr zusagt, bleibt selbstverständlich Geschmackssache. In puncto Stabilität machen beide einen soliden Job und halten auch etwas ruppigere "Rennrunden" aus. Gleichzeitig sehen beide Sets auch in einer Vitrine gut aus und sind bereits aus der Distanz klar als Vertreter ihrer jeweiligen Marken zu erkennen. Was das reine Preis-Leistungs-Verhältnis in Form von Steinanzahl angeht, führt der Ferrari SF90 XX Stradale, verliert einen Teil des Vorsprungs aber durch kleine Ungenauigkeiten. Der Bugatti Vision Gran Turismo setzt dagegen stärker auf besondere Steine, und wirkt insgesamt sauberer umgesetzt, weswegen Team Blau hier knapp als Erster ins Ziel kommt.
Unterm Strich liefern beide Sets aber genau das, was man von der Speed-Champions-Reihe erwartet: kompakte Modelle mit überraschend viel Wiedererkennungswert und einem schnellen, unkomplizierten Bauerlebnis. Wer Gefallen daran gefunden hat, dürfte ohnehin schnell zum nächsten Fahrzeug greifen. Und in der aktuellen Reihe wartet etwa mit dem Audi-Modell (Set 77259) bereits der nächste Kandidat darauf, die heimische Miniatur-Garage zu erweitern.
