GOG mit Statement-Aufreger: KI-unterstütztes Sale-Banner nur versehentlich veröffentlicht
Ein Werbebanner von GOG hatte kürzlich für Diskussionen gesorgt. Nach Vorwürfen zur Nutzung künstlicher Intelligenz äußert sich der Betreiber und spricht von einem Fehler bei der Veröffentlichung.
Der digitale PC-Spielevertrieb GOG hat sich nach anhaltender Kritik an einem Werbebanner für den New Year Sale intern zur Nutzung von KI-Tools geäußert. Hintergrund ist ein Banner, das Ende Januar auf der Webseite erschienen ist und von Nutzern als KI-generiert identifiziert wurde. Die Diskussion hatte noch an Dynamik gewonnen, nachdem ein Mitarbeiter des Unternehmens den Einsatz entsprechender Werkzeuge indirekt bestätigt hatte. Der Umgang mit kuratierten Inhalten und gestalterischen Standards gehört dabei zu den zentralen Punkten, mit denen sich GOG zuletzt bewusst von Plattformen wie Steam abzugrenzen versucht hatte.
Wie das US-Magazin Kotaku berichtet, sei der Redaktion am 2. Februar ein Screenshot aus dem offiziellen Patron-Discord von GOG zugespielt worden. In der dort veröffentlichten Nachricht soll ein GOG-Mitarbeiter mit dem Benutzernamen Arthur Slay bestätigt haben, dass das beanstandete Banner mithilfe von KI-Tools erstellt worden sei. Gleichzeitig habe er betont, dass es sich um ein unfertiges Arbeitsmaterial gehandelt habe, das nicht für die öffentliche Nutzung vorgesehen gewesen sei.
This banner was a work-in-progress asset that we mistakenly allowed to be displayed on the storefront. This shouldn't have happened. We failed on at least two levels: Quality-control of the asset that landed on the front page, and then reacting quickly enough when we noticed the error.
Laut der internen Stellungnahme habe es gleich mehrere Versäumnisse gegeben. Zum einen sei das Banner trotz seines vorläufigen Status auf der Startseite des Shops gelandet, zum anderen habe das Team nicht schnell genug reagiert, nachdem der Fehler bemerkt worden sei. Wörtlich sei von einem Versagen der internen Qualitätskontrolle die Rede. Die Veröffentlichung hätte demnach verhindert werden müssen. Zudem soll der Mitarbeiter eingeräumt haben, dass der Einsatz von KI-Technologie ein sensibles Thema für viele Nutzer sei. Die geäußerte Enttäuschung innerhalb der Community werde wahrgenommen. Gleichzeitig erklärte er, dass GOG seit seiner Gründung mit unterschiedlichen Technologien experimentiere. Einige dieser Versuche seien erfolgreich, andere hingegen nicht. Das Banner sei ein Beispiel für Letzteres.
Als Begründung für den Einsatz von KI-Tools führte der Mitarbeiter begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen an. GOG verfüge nicht über die Mittel großer Branchenakteure, arbeite jedoch mit einem vergleichsweise kleinen Team an der Bewahrung und Wiederveröffentlichung klassischer Spiele. Technologische Hilfsmittel würden es ermöglichen, diesen Auftrag mit begrenzten Kapazitäten weiterzuführen. Der Einsatz von KI solle dabei helfen, den Handlungsspielraum zu erweitern, ohne Abstriche bei den Zielen des Unternehmens zu machen.
Unklar bleibt allerdings, in welchem Umfang KI-gestützte Werkzeuge bei GOG aktuell oder künftig eingesetzt werden. Die interne Nachricht spricht zwar von Experimenten, lässt aber offen, ob diese über Einzelfälle hinausgehen. Auch zur genauen Art der verwendeten Tools wurden keine Angaben gemacht. Entsprechend ist derzeit nicht bestätigt, ob vergleichbare Inhalte bereits zuvor eingesetzt wurden oder künftig geplant sind.
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Da hat sich also jemand die Arbeit leichter gemacht. Kann ich nachvollziehen, würde ich auch machen.
Langfristig wird das gleiche dabei herauskommen, wie damals. Einiges wird verschwinden (wer trägt heute noch handgewebte Stoffe?), andere werden sich ihre Nische suchen müssen. Schreiner müssen heute auch einfallsreichere Möbel herstellen und nicht mit Ikea konkurrieren, genau wie Schneider nicht mit C&A mithalten konnten.