AMD: Neuer Catalyst ermöglicht FSAA bei Unreal-Engine-3-Spielen
Lange war es mit einer Radeon unmöglich, FSAA in Spielen auf Basis der Unreal Engine 3 zu nutzen. Der überarbeitete Launchtreiber der Radeon HD3870 X2 schafft den Missstand aus der Welt.
Bioshock (dt.) mit 8x FSAA (Bild: PCGH)
Auf einer Geforce 8 funktioniert FSAA bei UE3-Spielen schon seit einiger Zeit mit Umwegen. Jetzt bietet auch AMDs Grafiksparte Ati einen Hack an, der dies ermöglicht. Wir testeten Unreal Tournament 3 (dt.) und Bioshock auf einer Radeon HD3850 - und siehe da: es funktioniert. Dazu ist es lediglich nötig, das FSAA im Catalyst Control Center (CCC) zu aktivieren.
Mit Ausnahme der transparenten Texturen (Alphatests), wie sie etwa für Vegetation genutzt werden, erfahren bei UT3 alle Objekte eine Glättung durch FSAA. Für Erstere eignet sich adaptives Anti-Aliasing (AAA), das je nach Aufkommen von Alphatests aber viel Leistung kostet.
Unsere Benchmarks mit diversen Modi in UT3 zeigen reproduzierbar das Verhalten, dass 2x FSAA mehr Leistung als 4x und sogar 8x kostet. Vierfache Kantenglättung ist am günstigsten - halbiert die Framerate aber bereits. Darüber hinaus appliziertes Custom-Filter-AA (CFAA) drückt die Leistung nochmals deutlich, wobei sich die Edge-Detect-Modi als relativ schnell und dabei am schönsten zeigen.
Unreal Tournament 3 (dt.) im AA-Performance-Test (Bild: PCGH)
Die schlechte Nachricht zum Schluss: AMD gibt den Beta-Treiber nicht an die Öffentlichkeit, erst der Catalyst 8.3 soll das Feature offiziell unterstützen. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass in der Zwischenzeit ein Hotfix erscheint, der auch diese begrüßenswerte Erweiterung mit sich bringt. Bis dahin werfen Sie am besten einen Blick auf unsere Benchmarks und Bilder.
Unreal Tournament 3 (dt.) mit 8x FSAA (Bild: PCGH)
