Origin und die großen Spiele: Ultima, Wing Commander und mehr
Wir präsentieren auf dieser Seite die großen Titel von Origin Systems, Wing Commander, Ultima etc.
In diesem Artikel
Die Wing-Commander-Serie
Wing Commander feierte seinen Anfang 1990 und wurde neben den Hauptteilen 1 bis 4 sowie Prophecy und der Standalone-Erweiterung Secret Ops durch weitere kleinere Ableger wie Academy und Armada ergänzt. Die Hauptteile gehören zu den herausragendsten Vertretern der Weltraumsimulationen und verbinden Science-Fiction-Shooter mit einer einmalig dichten und interessanten Geschichte. In der Handlung schlüpft man in die Rolle des jungen Piloten Christopher Blair, der im ersten Teil frisch von der Akademie kommt und zum Weltraumgeschwader der "Tiger Claws" versetzt wird. Die Menschheit befindet sich im Krieg gegen eine katzenartige Alien-Rasse (die Kilrathi) und muss um ihr eigenes Überleben kämpfen.
Über alle Teile hinweg erlebt man, wie Blair Freundschaften knüpft, Freunde im Kampf verliert, Romanzen erlebt und schließlich zum Kriegshelden der Menschheit wird, indem er den Heimatplaneten der Kilrathi vernichtet. Im vierten Teil spielt der Alien-Konflikt keine übergeordnete Rolle mehr, und Blair gerät zwischen die Fronten eines drohenden Bürgerkriegs innerhalb der Menschheit.
Mit Prophecy übernimmt man erstmals nicht Blair, sondern Lance Casey; Blair ist nun als Commodore an Bord der TCS Midway dabei. Mit dem neuen Helden wird auch eine neue Alien-Rasse als Feindbild eingeführt. Da die Reihe nach Prophecy/Secret Ops nicht weitergeführt wurde, blieb dieser Handlungsstrang jedoch offen.
Ab dem dritten Teil (Heart of the Tiger) wurden die Zwischensequenzen durch komplett gefilmte und synchronisierte Sequenzen ergänzt. Das war damals nicht nur stimmungsvoll, sondern auch kostengünstiger als aufwendig animierte Filmszenen. Bis heute macht das einen besonderen Reiz der Serie aus.
Origin konnte dafür sogar bekannte Hollywood-Schauspieler gewinnen: In Wing Commander 3 und Wing Commander 4 sowie in Prophecy verkörperte Mark Hamill den Helden Christopher Blair, vielen besser bekannt als Luke Skywalker aus Star Wars. John Rhys-Davies spielte General James "Paladin" Taggart und wurde später als Gimli in der Herr-der-Ringe-Trilogie einer breiten Masse bekannt. Weitere Schauspieler waren Thomas F. Wilson (Zurück in die Zukunft) als Maniac und Malcolm McDowell (u. a. Star Trek, Heroes, The Book of Eli) als Admiral Tolwyn.
Der spätere Kinofilm Wing Commander ist eine lose Adaption der Spielreihe und als Prequel zu den Spielen angelegt, wurde jedoch komplett neu besetzt. Freddie Prinze Jr. spielte dort die Rolle des Christopher Blair.
Die Ultima-Serie
Der erste Teil der Ultima-Serie zählt zu den frühen Meilensteinen der Computerspielgeschichte, und nahezu jeder Ableger der Reihe war für das Rollenspiel-Genre innovativ bis richtungsweisend. Die ersten fünf Teile erschienen für die damals verbreiteten Systeme und Heimcomputer (unter anderem C64/128, Apple 2, Amiga und Nintendo). Mit dem sechsten Teil stand der PC stärker im Fokus: Die Fassung wurde primär für DOS-PCs entwickelt und erst danach auf andere Plattformen übertragen.
Fans der ersten Stunde mussten zudem fließend Englisch sprechen: Erst ab Ultima 7 erhielt die Serie eine deutschlokalisierte Textfassung. Für ein storylastiges Rollenspiel war das problematisch, weshalb die ersten Teile in Deutschland nie an den Erfolg in Japan oder den USA heranreichten.
Die Grafik der Serie wurde ab Beginn der Arbeiten am sechsten Teil deutlich verbessert, und nach Ansicht vieler Fans erreichte die Reihe mit dem siebten Teil ihren optischen und stilistischen Höhepunkt. Richard Garriott bevorzugt nach unbestätigten Aussagen angeblich den vierten Teil als persönlichen Favoriten.
Beim achten Teil sind sich viele Beobachter einig, dass der Einfluss von Electronic Arts spürbar wurde. Tatsächlich verzichtet dieser Ableger auf zahlreiche gewohnte Handlungselemente. Statt eines kompletten Planeten steht dem Spieler nur noch eine einzelne Insel zum Erkunden zur Verfügung, und die Story wirkte trotz verbesserter Grafik deutlich oberflächlicher als in den Vorgängern.
Und dann ging es "On-Line"
Mit Ultima Online begründeten Richard Garriott und Origin das Genre des modernen MMORPGs. Der europäische Shard Drachenfels ging im Oktober 1998 online und ist bis heute am Netz.
Spieler zahlten - wie bei heutigen MMOs - eine monatliche Gebühr für den Titel. Insgesamt erhielt Ultima Online zahlreiche Erweiterungen/Booster; Stygian Abyss (2009) war ein großer Meilenstein, danach folgten u. a. High Seas (2010) und Time of Legends (2015). Richard Garriott erfreute sich danach an seinem Geld, flog zur ISS, besuchte die Pole und hatte allerhand andere Abenteuer zu erleben, bevor er einen Weg einschlug, den viele Entwickler vor ihm bereits beschritten hatten: die Finanzierung von Projekten mittels Schwarmfinanzierung. Doch so exzentrisch wie Garriott war auch die Finanzierungsrunde aus dem Jahr 2013 für den Titel Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues - ein geplanter Auftakt zu einer neuen RPG-Reihe, die von Garriotts Team Portalarium entwickelt werden sollte.
Wie sich zeigte, verlief die Entwicklung turbulent und war von Kritik am Zustand beim Early-Access-Release im Jahr 2014 geprägt. Bis zum Full-Release im Jahr 2018 war der Ruf nicht mehr zu retten. 2019 übernahm das vom Portalarium-CEO gegründete Studio Catnip Games den Code sowie die Rechte und betreibt und entwickelt das Spiel seitdem weiter. Den Anspruch, Ultima zu beerben, konnte es jedoch nie erfüllen und fristet heute ein Nischendasein.
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Sonstige Titel
Neben Ultima und Wing Commander - den beiden Serien, für die Origin Systems bis heute steht - gab es zahlreiche weitere Projekte, die teils große Anerkennung erhielten. Zum Portfolio gehörten unter anderem Privateer 2: The Darkening, zwei Crusader-Spiele, Bioforge, Pacific Strike, Strike Commander, Bad Blood sowie Shadowcaster (Vertrieb). Bei Origin wurden allerdings auch mehrere Projekte eingestellt, darunter Ultima Online 2, Ultima 10: Odyssey, Privateer Online sowie Harry Potter Online. Hinter nahezu allen Spielen stand der Anspruch, eine dichte Hintergrundgeschichte zu erzählen - ganz im Sinne des Studio-Leitspruchs: "We create worlds".
Und dann war Schluss
Mit dem Ende des Studios im Jahr 2004 - EA zog die verbliebenen Mitarbeiter ins Hauptquartier EA Redwood Shores zusammen - wurde Origin Systems endgültig aufgelöst. Electronic Arts nutzte die Marke anschließend zeitweise als digitale Distributionsplattform, deren Logo sogar an das von Origin Systems angelehnt war.
Der Erfolg von Origin ist insbesondere auch dem talentierten Personal zuzuschreiben, das das Studio über viele Jahre anziehen konnte. Neben Chris Roberts (1988-1996) waren auch Jon Romero (1987-1988), Warren Spector (1989-1996) sowie Ralph Koster (1995-2003) an Bord - neben vielen weiteren Entwicklern, deren Namen keinen Legendenstatus erreichten.
Betrachtet man heute die Karrieren von Garriott und Roberts, sind auch kritische Töne zu hören. Garriott setzte zuletzt auf die Idee, MMO-Spiele auf Basis von Blockchain und Non-Fungible Tokens (NFTs) zu entwickeln - bislang ohne klaren Durchbruch. Roberts wiederum muss sich immer wieder die Frage gefallen lassen, ob die Finanzierung von Star Citizen in dieser Form notwendig ist - und vor allem, wann das Spiel letztlich fertiggestellt wird. Das schmälert jedoch nicht die Leistungen der Vergangenheit. Doch wie es so schön heißt: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.
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All das hatte zumindest auf mich nicht unbedingt den großén "will haben"-Effekt, eher schon der Umstand, das "WC3" erstmals auch Ingame-Grafik von den Kampfeinsätzen im Weltall in 640x480 (oder sogar noch höher?) statt 320x200 bot, die aber zur halbwegs flüssigen Darstellung einen für damalige Verhältnisse ultimativen "Super-High-End-PC" erforderten, den sich natürlich kaum jemand leisten konnte...Aber die technische Entwicklung schritt damals schnell voran, sodass ein-zwei Jahre nach Erscheinen von WC3 die nötige Technik für geschmeidiges Spielen dann durchaus breiter verfügbar und erschwinglicher wurde...das war und ist(?) schon immer ein Markenzeichen der Wing-Commander Spiele gewesen, dass die nötige Technik zum flüssigen Spielen zum Release noch kaum zur Verfügung stand, sondern immer erst noch ein wenig Zeit brauchte...
(Gott war das Katastrophal
U6 noch mal Original zu kaufen und 1991 als ich meinen ersten PC (T-Bird 386SX 25 Mhz) geholt
hab war Ultima 6 eines der Spiele die ich erst mal gekauft habe und dort konnte man das Spiel
dann genießen in VGA war es Traumhaft
Die Wing´s Spiel fand ich alle nicht so Prickelnd hab immer noch Wing Commander 3 hier
rumliegen aber nie lange gespielt.
Privateer war da schon ne andere Nummer das hab ich gesuchtet