Von wegen Sommerloch! Diese PC-Spiele lohnen sich hoffentlich auch in heißen Zeiten
Wenn es Sommer wird und die Temperaturen steigen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, am Gaming-PC seine Zeit mit Spielen zu verbringen. Dennoch bietet selbst die heiße Jahreszeit 2024 gute Gründe, es doch zu tun. PCGH gibt einen Überblick über (vermeintlich) lohnenswerte Spielreleases im Sommer.
Auf dieser Seite
In den Sommermonaten steigen die Temperaturen an manchen Tagen wieder jenseits der 30 Grad Celsius. Da werden sich auch Gamer die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, die Öffentlichkeit aufzusuchen, um das gute Wetter (die einen so, die anderen so) auszukosten. Zudem wird das ohnehin aufgeheizte Gaming-Zimmer durch den in Betrieb genommenen PC nicht noch stärker aufgeheizt. Das bedeutet aber nicht, dass in den Sommermonaten Juni, Juli und August eine Flaute vorherrsche, was die Neuerscheinung von lohnenswerten PC-Spielen angeht. PCGH ist mit der Lupe vorangegangen und hat geschaut, welche Spiele sich auch schweißgebadet lohnen könnten.
Sommer-Spiele-Tipps der PCGH-Redaktion
Spiele-Empfehlungen im Juni
Im Juni war das Angebot noch nicht überwältigend, aber einige interessante Titel haben auch in diesem Monat eine Erwähnung verdient. Da wäre etwa die 20th Anniversary Edition von Ubisofts Fantasy-Spiel Beyond Good & Evil, die am 25. Juni erschienen und für 20 Euro erhältlich ist. Bis zu 4K bei 60 Fps, verbesserte Grafik und überarbeiteter Sound, ein neuer Speedrun-Modus, aktualisierte Erfolge und eine exklusive Jubiläumsgalerie sind die Features, die von Ubisoft für die überarbeitete Version von Beyond & Good and Evil versprochen werden. Bei Steam reicht es für eine Zustimmung von 78 Prozent und damit "größtenteils positiv".
Nicht nur Nostalgiker kamen im Sommereinstiegsmonat auf ihre Kosten, sondern auch Monster-Hunter-Fans, die ihre Finger lieber von Handhelds wie dem Nintendo 3DS lassen. Nach sieben Jahren hat Capcom Monster Hunter Stories auch auf den PC und andere Konsolen gebracht - Stichtag war der 14. Juni - und kann auf eine Zustimmungsrate von 87 Prozent auf Steam bauen. Der Clou in Monster Hunter Stories ist, dass der Spieler keine Monster mehr jagt, sondern sie großziehen muss - ein gar nicht mal so selten vorkommendes Spielelement in der japanischen Videospielbranche. Für 30 Euro gibt es Monster Hunter Stories auf dem PC.
Ein Blick lohnt sich womöglich auch auf Aska, welches ähnlich wie Beyond Good & Evil auf Steam bewertet und am 20. Juni erschienen ist. Bei dem Survival-Wikinger-Aufbauspiel mit Online-Koop-Elementen sind Spieler damit beauftragt, auf einem brachliegenden Land ihren eigenen Wikingerstamm zu errichten und "intelligente NPC-Dorfbewohner" zu beschwören - allein oder mit bis zu zwei anderen Spielern. Für 25 Euro können Interessenten Aska ihr Eigen nennen.
Spiele-Empfehlungen im Juli
Im noch laufenden Juli-Monat sind einige interessante Spiele hervorgetreten. Positiv hervorgetan hat sich Nobody Wants to Die vom deutschen Publisher Plaion (ehemals Koch Media). Der dystopische Abenteuer-Thriller versetzt Spieler in ein New York City im Jahr 2329, wo Unsterblichkeit zwar möglich ist, aber einen hohen Preis hat. Als Detektiv James Karra bekommt man die Aufgabe, einen Serienkiller zu schnappen, der Jagd auf die Elite der Stadt macht. Nobody Wants to Die ist am 17. Juli erschienen und erfreut zum Preis von 25 Euro etliche Spieler bei Steam. Seit dem 24. Juli ist es auch DRM-frei bei GOG zu haben, derzeit um 10 Prozent rabattiert auf 22,49 Euro. PCGH-Grafikkartenguru Raff hat sich die Mischung aus LA Noire, Bioshock und Cyberpunk 2077 bereits sechs Stunden angesehen und spricht seine klare Empfehlung aus - sofern Sie mit ruhigem, explorativem Gameplay nicht auf Kriegsfuß stehen. Die Atmosphäre ist fantastisch und die zahlreichen Dialoge warten immer wieder mit schwarzem Humor auf, der perfekt zum düsteren, von Neonlichtern durchzogenen Schauplatz passt.
Weniger gut, aber noch passabel bewertet, ist dabei die Kolonie-Simulation Norland. Im Early Access am 18. Juli erschienen, kommt Norland vom Manor-Lords-Publisher Hooded Horse auf eine Zustimmung von 72 Prozent. Spieler lenken eine Adelsfamilie und müssen sich Klassenkämpfen sowie politischen und religiösen Konflikten stellen. Die Suche nach dem verlorenen Wissen eines alten Reichs und das Schmieden geheimer Intrigen gegen Feinde soll auch zum Spielinhalt gehören. Im Normalfall müssen Käufer von Norland 30 Euro berappen.
Für Fans von Städtebaustrategiesimulationen, die sich am Deckbuilding-Aspekt eines Spiels erfreuen, finden ihren Frieden eventuell mit Terrascape. Am 17. Juli ist der Titel erschienen, an dem auch der bekannte Youtuber HandofBlood mit seinem Unternehmen Instinct3 beteiligt ist. Bei Steam wird der City-Puzzler auf schwebenden Inseln besonders positiv aufgenommen. Nach nur wenigen Tagen liegt die Zustimmung bei 89 Prozent. Für 15 Euro können Interessenten den Spaß ohne Rabatte selbst ausprobieren.
Für Aufsehen sorgte zuletzt das Indie-Spiel Kaku: Ancient Seal des Entwicklers Bingobell. Dieses ist am 12. Juli veröffentlicht worden und weist eine Zustimmungsrate von 90 Prozent auf Steam auf. Das Open-World-Abenteuer-RPG nutzt die Unreal Engine 4.27 als Spielemotor und bietet mit Erkundung, Rätseln und Kämpfen die typischen Gameplay-Elemente, die Spieler aus der Sicht des Protagonisten Kaku erleben, der das Gleichgewicht der Welt wiederherstellen muss und dabei von einem Begleiter namens Piggy unterstützt wird. Für 24,50 Euro können Spieler sich die Abenteuer von Kaku genauer anschauen. Auch dieses Spiel hat sich unser GPU-Guru bereits viele Stunden für einen potenziellen Techniktest angesehen. Die Mischung aus Zelda, Banjo-Kazooie und vielen weiteren Einflüssen macht viel Spaß und belohnt Erkundung. Sie sollten jedoch mit kindgerechter Aufmachung klarkommen, denn hier sind selbst die Fiesewichte niedlich und die Sprachausgabe beschränkt sich auf ein paar fernöstlich angehauchte Laute respektive Gibberish.
(Vermeintliche) Spiele-Empfehlungen im August
Um den Sommer zu komplementieren, fehlt noch der kommende August, der aber auch einige Hochkaräter und AAA-Anwärter verspricht. So schickt sich Sony an, am 23. August den FPS-Hero-Shooter Concord für Playstation 5 und PC zu veröffentlichen. Concord erfordert ein Konto im Playstation Network und kann aktuell für 40 Euro vorbestellt werden. Das Spiel wird allem voran Fans von Hero-Shootern ansprechen - die Spielerzahlen auf Steam waren zur jüngsten Open-Beta jedoch recht niedrig -, andere Geschmäcker werden sich wohl in anderen Bereichen umschauen müssen.
Etwa beim Action-Rollenspiel Visions of Mana von Square Enix. Das soll am 29. August erscheinen und ist ein weiterer Vertreter der mittlerweile über 30 Jahre alten Mana-Spieleserie. Diesmal steht neben Mana ein heiliges Schwert im Mittelpunkt. Wem die Spieleserie bekannt ist, wird wohl auch an diesem Titel Gefallen finden. Die Vorbestellkosten des Basisspiels betragen allerdings 60 Euro. Zwei weitere Hochkaräter hat der kommende Monat aber noch zu bieten. Einerseits Black Myth: Wukong, welches die globale Steam-Wunschliste anführt, und andererseits Star Wars Outlaws - Ubisofts nächster AAA-Titel, der Gefahr droht, zu floppen.
Black Myth: Wukong ist ein Action-Rollenspiel, welches in der chinesischen Mythologie fußt, denn aus dem Land der Mitte stammt auch Entwickler und Publisher Game Science. Obendrein besteht zwischen den Chinesen und Nvidia eine Technikpartnerschaft, welche der Unreal Engine 5 zu neuen Höhen verhelfen dürfte. Black Myth: Wukong könnte der nächste große Release im Jahr 2024 werden, denn die Top-Position auf der Wunschliste der Steam-Nutzer ist dem Titel schon seit Längerem sicher. Und auch bei den Followern auf Steam hat Black Myth: Wukong fast doppelt so viele wie Platz 2 (Hollow Knight: Silksong), mit fast 600.000. Zum Tag des Release, am 20. August, könnte es also spannend werden - auch auf der PCGH-Website, denn unsere Rechner glühen bereits für einen umfangreichen Techniktest mit Benchmarks vor. Auch Black Myth: Wukong kostet 60 Euro.
Den krönenden Abschluss des Sommers macht Star Wars Outlaws am 30. August. Ubisoft will es mit dem Lizenztitel noch einmal wissen. Das Action-Rollenspiel, welches in der Star-Wars-Lore zur Zeit der originalen Filmtrilogie angesiedelt ist, stellt das Leben der Schurkin Kay Vess und ihrer Begleiter in den Mittelpunkt. Ob der nächste große Star-Wars-Titel nach Jedi: Survivor besser abschneidet, bleibt noch offen. Die ersten Gameplay-Trailer zum Spiel lassen Kritiker und Fans mit gemischten Gefühlen zurück, allerdings hat Ubisoft auch angemerkt, dass es (vorab) keine Mikrotransaktionen für Star Wars Outlaws geben wird. Die Standard-Version des Spiels kostet 70 Euro, wer Zusatzinhalte möchte, darf noch bis zu 60 Euro draufzahlen. Zumindest technisch wird es für PC-Spieler einige Schmankerl geben, darunter Nvidias Spezial-Denosing namens Ray Reconstruction. Die genutzte Snowdrop-Engine - bekannt aus Avatar: Frontiers of Pandora - verspricht jedenfalls hübsches und performantes Raytracing.
Spielen Sie im Sommer genauso häufig am PC wie in der restlichen Zeit des Jahres? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln.


Aber mein Pile of Shame ist eh groß genug, kaufen werde ich erst mit Rabatt.
Und sowieso: Im Sommer ist die beste Zeit zu zocken, wer will bei 35°C freiwillig raus?!
Frühling und Herbst sind ehr die "ich geh raus" Zeiten. Sommer (Indie oder ältere Games) und Winter (Grafikknaller bei denen man sich die Heizung sparen kann) sind ehr so meine Zockerzeiten.
Was ich aber schade finde im Zeitalters des Oleds das es kein HDR support gibt.
Gerade im Cyberpunk settings würde das Super aussehen.