PC Building Simulator ausprobiert: Macht das virtuelle PC-Bauen Spaß?
Seit dem 27. März ist der PC Building Simulator im Steam Early Access verfügbar und weist unter den Käufern immerhin eine Zustimmung von 92 Prozent auf. Doch macht das virtuelle Bauen am PC wirklich Spaß? PC Games Hardware macht den Test.
Das Genre der Simulationen erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Unter der Software-Gattung finden Sie ernste Gesellen, die sich einem Thema bis ins letzte Detail annehmen. Darunter fällt beispielsweise Microsofts Flight Simulator. Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr durchgedrehte Spielkonzepte, die Sie so in das Fellkleid einer Ziege oder gar unter die harte Kruste einer Brotscheibe schlüpfen lassen. Der PC Building Simulator von Indie-Publisher The Irregular Corporation und Claudiu Kiss ist sicherlich zu den seriöseren Spielen seiner Art zu zählen. Nichtsdestotrotz können Sie eine Menge lehrreichen Spaß mit dem Titel haben.
Bauen Sie sich Ihren eigenen Traum-PC, gehen Sie bei Kunden-Computern auf Fehlersuche oder lassen Sie sich in die Geheimnisse der Hardware einweihen: All das soll der PC Building Simulator, der nun für 20 Euro im Early Access auf Steam verfügbar ist, bieten. Da es wenig gibt, womit wir uns besser auskennen als mit PC-Hardware, kamen wir nicht umhin, selbst zu schauen, was das Spiel für Sie bereit hält.
Mit drei Modi zum perfekten PC
Der PC Building Simulator umfasst drei verschiedene Modi. Diese deuten bereits an, dass sich The Irregular Corporation nicht nur an eingefleischte Hardware-Kenner richtet, sondern auch an die unter Ihnen, die noch nie an einem eigenen PC gebastelt haben. Wie Sie in unseren Screenshots sehen, ist die Simulation aktuell noch komplett in recht einfachem Englisch gehalten. Eine deutsche Version soll allerdings in den nächsten Wochen folgen.
Auch wenn Ihnen das Spiel keine Vorgaben macht, wie Sie am besten starten, sollten sich vor allem Neulinge zunächst beim Menüpunkt "How to build a PC" umsehen. An dieser Stelle werden nämlich die einzelnen Hardware-Komponenten inklusive verschiedener Ausführungen beschrieben. Das ist eine ideale Voraussetzung, um sich ein recht umfangreiches PC-Hardware-Vokabular anzueignen und so den Grundstein für eine gelungene Karriere zu legen. Der Karriere-Modus ist für alle, die es auf Langzeit-Beschäftigung abgesehen haben, das Kernstück des Simulators. Der nette Vorbesitzer einer Computer-Werkstatt hat Ihnen bis auf den einen oder anderen unzufriedenen Kunden nichts weiter überlassen als 15 US-Dollar Schulden, die ihm seine Heimfahrt ermöglichten. Es kann also nur bergauf gehen. Zum Glück treffen die ersten Aufträge schon bald bei Ihnen ein. Fernab von Kunden und finanziellen Herausforderungen können Sie sich im Free Build-Modus austoben. Hier steht es Ihnen frei, nach Lust und Laune an Ihrem Traum-PC zu basteln. Der perfekte Zeitpunkt, um hohe Preise für Grafikkarten und Arbeitsspeicher zu vergessen und sich selbst einen Traum zu verwirklichen.
Da sitzen Sie also am Schreibtisch Ihrer eigenen PC-Werkstatt. In Ihrer Kasse fehlen 15 Dollar und monatlich werden Miete und Strom berechnet. Außer für Hardware-Komponenten, Software und Tools, die Sie selbst online erwerben, fallen dann keine weiteren Kosten an. Da Ihre Räumlichkeiten weder über eine Toilette, noch über ein Waschbecken verfügen, verwundert dies nicht weiter. Ein Selbstständiger arbeitet schließlich selbst und ständig. Ihre Aufträge erhalten Sie per E-Mail. Um eine eigene Preisgestaltung müssen Sie sich keine Gedanken machen. Den zu erwartenden Ertrag für jeden Job bekommen Sie bereits angekündigt. Meist ist auch angegeben, was es zu tun gibt und welche Einzelteile Sie brauchen. Während der Store zu Beginn noch über ein übersichtliches Sortiment verfügt, schalten Sie nach und nach neue Komponenten frei. Dies passiert durch stetiges Aufleveln. Was Sie dafür tun müssen, ist klar - Aufträge abschließen. So nehmen Sie sich nach und nach den Problemen der Kunden an, kaufen die benötigten Komponenten und verlassen dann Ihre Werkstatt. Vergessen Sie aber nicht, Ihren eigenen Rechner herunterzufahren und das Licht auszuschalten. Ihr Stromverbrauch wird es Ihnen danken.
Bestellte Komponenten sowie Kunden-PCs stehen am Morgen des Folgetages in Paketform in Ihrem Flur. Lästiges Aus- und Einpacken entfällt genauso wie die Buchhaltung. Sie erledigen im Online-Zeitalter alles per E-Mail und Ihre Bank stellt Ihnen glücklicherweise einen Kreditrahmen von 1.000 Dollar zur Verfügung. Diesen brauchen Sie auch, da Sie zu verbauende Einzelteile schließlich selbst einkaufen müssen. Die Hardware-Komponenten sind lizenziert und im Falle der Grafikkarten im Store sogar zur UVP erhältlich. Während uns der Umfang der integrierten Hersteller und Produkte noch zu dünn war, konnten wir bereits einige tolle Komplett-Pakete zusammenstellen. Es mangelt eher an der Hersteller-Vielfalt als an der Auswahl an sich. Zum Glück sollen nach Release jedoch nach und nach weitere Größen der Branche an Bord geholt werden. Mit AMD, Coolermaster, Corsair, EVGA, Gigabyte, NZXT und MSI sind jedoch bereits bekannte Namen dabei.
Im Rahmen des Steam Early Access, der laut Steam nur zwei bis drei Monate dauern soll, sollen weitere Hersteller hinzugefügt werden - aktuell arbeitet man an Silverstone-Komponenten. Weitere Features, die im Spiel eingebaut werden, umfassen: Wasserkühlung, Übertaktung, Dual-GPU, NVMe-Support, Kabel-Management, Case Modding, RAID und weitere Benchmark-Optionen. Eine Roadmap beim Entwickler gibt Auskunft über alle geplanten Features, die noch eingebaut werden sollen.
Schrauben, stöpseln, installieren und löschen
Zugegeben: Nicht jeder Auftrag ist eine Wucht. Wenn Sie zum dritten Mal in einer Woche einen PC auf Viren überprüfen müssen, werden die weniger interessanten Aufgaben in einer PC-Werkstatt deutlich. Dafür müssen Sie hier nicht auf Einzelteile warten und bis auf Ihre Zeit nichts investieren. Zudem lehnen Sie Aufträge, die Ihnen zu nervig sind, einfach ab. Bei vielen Jobs schrauben Sie, was das Zeug hält. Die Steuerung per Maus geht dabei intuitiv und leicht von der Hand. Leichte grafische Patzer zerstören jedoch ab und an die Illusion. Das wird genau dann deutlich, wenn Sie einen HDD-Schlitten durch ein geschlossenes Gehäuse öffnen oder Kabel aus einem geschlossenen Case hervorragen. Ansonsten wirkt das Schrauben und Verbinden einzelner Kabel per Mausklick durchaus komfortabel. Hier sorgen lediglich die Menge und die Häufigkeit für lästige Routine. Später können Sie sich übrigens im Online-Shop auch Erweiterungen kaufen. Diese ermöglichen es, mit einem Klick sämtliche Kabel zu verbinden oder auch einfach nur schneller zu schrauben. Software wie Benchmarks (Futuremark ist mit dabei), die ebenfalls mit an Bord sind und sogar auf dem jeweiligen Rechner, wie gewohnt, abgespielt werden, installieren Sie über einen USB-Stick im Inventar. Auch Ihr Repertoire an Arbeits-Software steigt dank immer komplexerer Aufgaben stetig.
Technisch ist der PC Building Simulator unscheinbar. Dennoch hat sich der Entwickler viel Mühe gegeben, die einzelnen Komponenten optisch deutlich erkennbar zu machen und so mehr als einen kleinen Wiedererkennungswert zu schaffen. Das steht der Illusion gut zu Gesicht und weckt den eigenen Entdeckergeist. Komplexe Animationen, Hände oder gar Werkzeuge wie Schraubenzieher suchen Sie leider vergebens. Ein echtes Gefühl dafür, wie es ist, an einem PC zu schrauben, Kabel zu verbinden und zu hoffen, dass am Ende alles gut wird, gibt es nicht. Auch die Hintergrundmusik ist uns noch zu eintönig.
Fazit: PC Building Simulator
Unter dem Strich macht der PC Building Simulator einen guten Eindruck - und es ist ja auch noch ein Steam Early Access. Das Konzept hinter dem Spiel hat Hand und Fuß und wir
können uns gut vorstellen, dass auch PC-Neulinge dank der zugänglichen Steuerung und toll visualisierten Komponenten auf ihre Kosten kommen. Dank der guten Beschreibungen einzelner Bausteine, die hoffentlich auch eine hochwertige deutsche Übersetzung bekommen, gehen wir sogar so weit, einen pädagogischen Mehrwert zu bescheinigen. Wer eine PC-Werkstatt leitet, sollte sich aber nicht wundern, dass sich viele Arbeitsschritte wiederholen. Gerade beim Einstecken der Kabel oder Lösen der Schrauben wird dies deutlich. Wir waren immer wieder froh, wenn ein Kunde ein Case mit möglichst wenig Schraub-Arbeit mitgebracht hat. Es ist zudem wichtig, dass nach und nach weitere Hersteller zu dem bereits vorhandenen Grund-Repertoire stoßen. Nur so kann das Game seine Vorteile wirklich entfalten. Und wer kann schon behaupten, sich für rund 20 Euro beliebig viele Gaming-PCs zusammenstellen zu können. Ein Tipp an den Entwickler: Der PC Building Simulator wäre zumindest bei dem Schrauberaufgaben geradezu perfekt für VR prädestiniert.

)
Vermutlich gibt es dann mit mehreren Gehäuselüftern in Summe genug Kühlung, um die WLP auszugleichen (was natürlich eigentlich ziemlicher Unsinn wäre).
Das mit dem Netzteil hab ich auch festgestellt. Hatte einen Auftrag, in dem ich ein potenteres Netzteil einbauen sollte um dann 3D Mark durchlaufen zu lassen.
Was macht der geneigte Skeptiker: Erstma nichts umbauen und direkt anschließen und benchen lassen. Ging natürlich ohne Probleme, kein Absturz, stabiler Rechner.
Im Sinne des Tech Scam Simulator baut man dem Kunden natürlich trotzdem ein größeres NT ein und kassiert ihn ab
Hoffentlich bringen sie auch bald Hardware von BeQuiet rein. Also Gehäuse, Kühler, Lüfter, Netzteile die dann auch mal wirklich leise sind.
Mir gefällt das Spiel, und mit Support für Overclocking und Kompakt-Wakü darf man sich auf was freuen. Die meisten Missionen sind zwar zufallsgeneriert, aber es gibt auch ein paar Missionsstränge, die eine kleine Story erzählen. Auf jeden Fall besser als in CMS ständig Bremsen und Getriebe wechseln.
An sich ist das ganze ja eine entspannte und recht lustige Sache für zwischendurch. Und gestern kam dann endlich auch das Update, das den C700P Bug mit der Frontblende behoben hat. Aber es gibt noch so viel, was nervt.
Am schlimmsten ist es, das man die PCI-Slot Blenden nicht einfach verkloppen oder entsorgen kann. Je nach Case sammeln sich die Teile in Massen im Inventar und die wichtigen Teile zum Montieren befinden sich unten in der Liste.1. Was die Threadripperkühlung angeht. Das ist kein wirklicher Bug. Threadripper benötigt Gehäuselüfter (mindestens 2, soweit ich weiß). Es ist zwar nicht wirklich realistisch. Aber mit Lüftern gibt es beim benchen keine BSOD's. Das bedeutet also, das selbst der teuerste oder größte und somit effektivste Kühler nicht ausreicht, um ihn im Workload richtig zu kühlen.
2. Ich finde die Rangliste nützlich, bin aber auch erstaunt, wie stark sich die Karten eines Typs unterscheiden, nur weil sie unterschiedliche Taktraten haben. Da liegen stellenweise mehrere hunderte Punkte zwischen.
3. Die Upgrade-Aufträge sind in den meisten Fällen nur durch noch vorhandene Gebrauchtteile oder PC Bay Teile zu meistern. Daher den Tipp! Alle CPU's ab 4 physischen Kernen, alle Grafikkarten ab 3 GB VRAM und alle RAM's behalten. Wichtig ist nur, das sie nicht "Broken" sind. Man sammelt die Dinger mit der Zeit genug. Am Anfang werden einen die Upgrade-Missionen teuer zu stehen kommen. Aber nach hinten heraus werden sie immer öfter zum 100% Gewinn Geschäft.
4. Die Leistung der Netzteile scheint irgendwie keinen Einfluss zu nehmen. Warum kann ich einen 1700X und eine GTX 1080 an einem 300 Watt Netzteil benchen? Eigentlich müsste der Hobel spätestens beim benchen ausgehen.
5. Die Diagnose-Missionen gehen einem am meisten auf den Sender. Aufbauen, Kabel anschließen, nichts tut sich. Oh Überraschung: Netzteil oder Mainboard ist auf alle Fälle defekt. Man schaut dann, was die Reparatur kosten darf. Liegt die bei unter 700 Dollar, dann weiß man schon, das weitere Großteile wie Grafikkarte oder CPU wahrscheinlich nicht kaputt sein dürften. Aber zu 90 % ist es auf jeden Fall das Mainboard.
6. Den einzigen Bug, den ich beim Auto-Connect Tool wahrnehmen konnte ist der, das dieses Tool der Meinung ist, den CPU-Kühler nicht anschließen zu können, weil das Ding auf den Anschluss des CPU-Kühlers einen Gehäuselüfter setzt. Kurz abziehen, CPU Kühler anschließen und den Gehäuselüfter an nen anderen Anschluss. Fertig! Geht immernoch schneller, als es manuell zu verdrahten.
7. Upgrade oder Build-Missionen können sehr gemein sein, wenn es darum geht, eine gewisse Mindestpunktzahl im 3D Mark zu erreichen. Erst gestern hatte ich wieder das Vergügen, ein Build zu bauen, um 7715 Punkte zu erreichen. Ich habe dann den gleichen Build benutzt, wie ich selbst als PC im Spiel habe. 1800X und GTX 1080 AORUS Extreme. Nur eben statt einem X370 das B350 (man will ja verdienen) und statt 32 GB nur 16 GB RAM. Ich dachte das reicht aus ... und siehe da. 7654 Punkte! Mit 32 GB RAM gings dann aber.
8. PC Bay ist für Aufträge nicht nützlich, da die Lieferzeiten einfach zu lang sind. Selbst wenn man einen Kunden-PC in den Schrank stellt, bekommt man nur maximal 3 Missionen gleichzeitig. Stellt man 2 PC's weg, kann man nur an einem arbeiten. Auf Teile für die Aufträge aus PC Bay zu warten, lohnt sich also nicht, weil man irgendwann einfach nicht mehr weiterkommt und wenn man es übertreibt ein paar Tage ohne Aktion abschließen muss. PC Bay nutze ich also nur, um etwas günstiger meinen Hardwarevorrat aufzustocken. (siehe Punkt 3). Das hilft einem, wenn man mal keine Grafikkarte aus einem anderen Kunden-PC mehr hat.
Aber das allerschlimmste ist wirklich das nervige Inventar. Man kann nichts filtern.
Man wird die wertlosen Ausbauteile der Gehäuse nicht los. Von den billigsten Gehäusen habe ich ein riesiges Konvolut an Slotblenden. Und man wird sie einfach nicht los.UPDATE: In den Patch-Notes steht, das man die Blenden jetzt für 0 $ verkaufen kann. Ich hatte das nur noch nicht getestet. Damit sollte aber der Kritikpunkt dann hinfällig sein. ENDLICH!!!!
UserBenchmark: Nvidia GTX 1050-Ti vs 970
Nur weil die 1050ti neuer ist und weniger Strom verbraucht, ist sie noch nicht besser!